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State of Mind im Test - Upload fehlgeschlagen

State of Mind zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario mit einem interessanten Story-Ansatz, kommt aber viel zu spät in Fahrt.

von Robin Rüther,
13.08.2018 15:00 Uhr

State of Mind bringt uns mit seinen Ideen und Gedanken zum Grübeln, langweilt aber spielerisch.State of Mind bringt uns mit seinen Ideen und Gedanken zum Grübeln, langweilt aber spielerisch.

»Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau.« schallte es 2009 aus den Lautsprechern vieler Radios. Aber da wusste Peter Fox noch nicht, wie unsere Hauptstadt in der Zukunft aussehen würde.

Die erscheint im Jahr 2048 als ein dunkles Meer, aus dem Wolkenkratzer wachsen und nach einem drohnenbespickten Himmel greifen. Neonreklamen haben die Sonne abgelöst, scheinen grün und violett, rot und blau. Unter ihren surrenden Röhren schlagen Roboter Bettler und Junkies zusammen, von denen manche früher vielleicht mal Polizisten waren. Jetzt suchen immer mehr Menschen die Flucht, weit weg, am besten auf den Mars, denn auch der Rest der Welt geht in einer Flut aus Terrorismus, Krieg und Ressourcenmangel zugrunde.

Mit dieser Prämisse klingt State of Mind, das neueste Adventure vom deutschen Entwicklerstudio Daedalic Entertainment, richtig vielversprechend. Als Spiel bleibt es aber in vielen Punkten belanglos.

Armut, Gewalt und menschliche Abgründe: Das Berlin im Jahr 2048 ist kein schöner Ort.Armut, Gewalt und menschliche Abgründe: Das Berlin im Jahr 2048 ist kein schöner Ort.

Zu schön, um wahr zu sein

Nach einem Verkehrsunfall erwacht der Journalist Richard Nolan in einem Berliner Krankenhaus. Er erinnert sich nicht mehr an die vergangenen Tage, ansonsten scheint aber alles in Ordnung zu sein. Ein Arzt führt noch ein paar Tests durch, dann darf Richard nach Hause. Doch von seiner Frau und seinem Sohn fehlt jede Spur. Stattdessen erwartet ihn nur sein Haushaltsroboter, der ihm jeden Wunsch erfüllt und auf Schritt und Tritt folgt.

Mehr zum Thema: Faszination Cyberpunk - Die schrecklich schöne Zukunft (Plus-Report)

Richard hasst den Roboter. Seit Jahren schreibt er mit Kolumnen gegen die voranschreitende Technologie und diese Blechbüchsen an, denen man nicht trauen kann. Außerdem hat er jetzt keine Zeit für den Bot, er muss seine Familie finden! Oder hat seine Frau ihn verlassen? Im Schlafzimmer deutet ein zerbrochener Spiegel auf einen heftigen Streit hin.

An einem anderen Ort erwacht Adam Newman in seinem weißen, hellen Apartment. Auch er hatte einen Autounfall und erinnert sich nur schwach an die Tage davor. Zufall? Davon abgesehen führt Adam ein glückliches und erfolgreiches Leben als Autor. Sein Sohn spielt im Wohnzimmer, seine Frau ist gerade zur Arbeit aufgebrochen.

State of Mind hinterfragt viele Themen rund um Menschlichkeit, Gefühle und Bewusstsein.State of Mind hinterfragt viele Themen rund um Menschlichkeit, Gefühle und Bewusstsein.

Auch City 5, die Stadt, in der Adam lebt, wirkt friedlich und behütet. Im Gegensatz zum grauen Berlin hüllt hier die Sonne alles in Licht. Doch nach und nach mehren sich die Hinweise, dass etwas nicht stimmt. Die Welt wirkt zu perfekt, fast künstlich.

Minispiele statt Rätsel

Bevor die Geschichte und damit die größte Stärke von State of Mind aber in Fahrt kommt, dauert das ein paar Stunden. Bis dahin erfüllen wir das Tagesgeschäft von Richard und Adam, die wir abwechselnd spielen. Und dort entpuppen sich die Probleme von State of Mind.

Einerseits spielt sich alles sehr banal. Um weiterzukommen, müssen wir meistens nur mit den richtigen Personen sprechen oder mit allen Objekten in unserer Nähe interagieren. Zwar gibt es auch ein Inventar, wir kombinieren daraus aber nie irgendwelche Items miteinander. Auf der Rückseite mancher Gegenstände verstecken sich Hinweise, das war dann aber auch das höchste der Gefühle.

Statt knackigen Rätseln lösen wir Minispiele. Das hier gehört zu den spannendsten.Statt knackigen Rätseln lösen wir Minispiele. Das hier gehört zu den spannendsten.

Anstelle von Rätseln serviert uns das Spiel eine Reihe von Minispielen, in denen wir etwa einen Haufen Zeitungsartikel nach Hinweisen durchsuchen. Das Beispiel gehört bereits zu den komplexesten Aufgaben, gefordert werden wir aber auch hier nicht. Das ist schade, vor allem da State of Mind gegen Ende der rund zwölfstündigen Story mit wenigen Beispielen beweist, dass es auch fordernde Rätsel beherrscht. Etwa eines, bei dem wir zwischen mehreren Figuren hin und her springen und gemeinsam eine Plattform korrekt ausrichten, während uns gleichzeitig Tore den Weg versperren.

Immerhin haben die kaum vorhandenen Rätsel einen positiven Nebeneffekt: Da wir nie irgendwo festhängen, hat State of Mind einen angenehmen Spielfluss.

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