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Tales of Vesperia: Definitive Edition im Test - Ein JRPG zum Wohlfühlen

Das Remaster von Tales of Vesperia glänzt mit etlichen neuen Inhalten und besserer Technik. Aber behält es dabei auch seinen Zauber?

von Michael Cherdchupan,
28.01.2019 11:00 Uhr

Tales of Vesperia war schon vor 10 Jahren ein Hit. Was kann das Remaster?Tales of Vesperia war schon vor 10 Jahren ein Hit. Was kann das Remaster?

Beliebig, austauschbar, hundertfach gesehen. Auf den ersten Blick wirkt Tales of Vesperia wie eines der unzähligen Sandkörner im Meer der JRPGs. Der Anime-Stil hebt sich nicht von Abermillionen anderen Spielen aus Japan ab.

Schon wieder geht's ins Fantasy-Mittelalter. Schon wieder eine bunte Heldentruppe. Und schon wieder muss die Welt gerettet werden. Ja, das hat man mittlerweile schon oft gesehen. Aber Halt! Damit tut man dem Spiel Unrecht.

Auf dem Papier mag das wegen der großen Genrekonkurrenz nicht aufregend klingen. Aber: Unter der zunächst unscheinbaren Fassade steckt der empfehlenswerteste Titel der gesamten Tales-Reihe.

Über die PC-Version von Tales of Vesperia
Ursprünglich ist Tales of Vesperia auf Konsolen erschienen und hat dort mit kleineren technischen Einschränkungen zu leben. Beim Test des PC-Ports sind uns aber keine Bugs oder große Einschränkungen aufgefallen. Es sind Auflösungen bis 4K in 60fps möglich. Nur eine Handvoll User berichten, dass es auf ihren Systemen zu minimalen Stotterern kommt. Wir haben das im Test jedoch nicht beobachten können. Bezüglich der Steuerung empfehlen wir einen Controller. Zwar lässt sich das Spiel auch mit Maus und Tastatur spielen, aber besonders die Kämpfe profitieren vom Gamepad.

Einfacher Plot, komplexe Charaktere

Die Einleitung beginnt mit dem gutherzigen Dieb Yuri. Er lebt in ärmlichen Verhältnissen am Rande der Kaiserstadt Zaphias. Yuri muss mit ansehen, wie ein Blastia aus einem Brunnen gestohlen wird. Das ist ein rätselhafter Stein einer vergangenen Zivilisation, der von den Bewohnern als Energiequelle genutzt wird.

Ohne Blastia funktioniert der Brunnen nicht, also macht er sich auf, den Dieb zu stellen. Yuri findet heraus, dass auf der ganzen Welt zeitgleich mehrere Blastia gestohlen wurden. Aber zu welchem Zweck?

Auf der Suche nach Antworten begegnet er zahlreichen Charakteren, mit denen er eine bis auf neun Helden wachsende Abenteuergruppe bildet. Deren Mitglieder kommen und gehen während des Abenteuers - manchmal durch unvorhergesehene Wendungen.

Zwar sehen manche Animationen in den Cut-Scenes steif aus, aber insgesamt hat sich der Anime-Look bis heute gut gehalten.Zwar sehen manche Animationen in den Cut-Scenes steif aus, aber insgesamt hat sich der Anime-Look bis heute gut gehalten.

Hierin liegt der größte Reiz der Handlung. Zwar hat die Fantasy-Welt durchaus eine tiefere Hintergrundgeschichte, aber der Plot steht nicht im Vordergrund. Lange Zeit ist nicht klar, wer eigentlich der Antagonist ist. Viel interessanter ist die Dynamik zwischen den Figuren.

Der feige Jägerjunge Karol und die grummelige Magierin Rita pflegen zum Beispiel eine Art Hassliebe. Beide nähern sich aber mit der Zeit an, was vor allem durch Ritas Freundschaft zur adeligen Estelle und der Kampf-Amazone Judith gelingt. Die beiden Damen sind älter und vernünftiger als Rita. Eine gute Basis für Vertrauen, durch das sich die Magierin der Gruppe langsam öffnet.

Was zu Beginn nach einem Stereotypen-Cast aussieht, entwickelt sich zu einer tollen Riege an unverwechselbaren Persönlichkeiten. Die kann man nur ins Herz schließen! JRPGs definieren sich sehr stark über die Gruppendynamik, und die ist besonders in der zweiten Hälfte des Spiels überaus gelungen.

Jeder der Helden macht eine spürbare Entwicklung durch. Außerdem hat Yuri einen Hund namens Repede dabei. Der raucht Pfeife und sagt nur "Wuff". Einer der amüsantesten Begleiter, die uns je untergekommen sind!

Es gibt zahlreiche optionale Gespräche, die auf so einem Bildschirm dargestellt werden. Die Avatare sind animiert und bringen erstaunlich gut Humor rüber.Es gibt zahlreiche optionale Gespräche, die auf so einem Bildschirm dargestellt werden. Die Avatare sind animiert und bringen erstaunlich gut Humor rüber.

Aller Anfang ist langsam

Allerdings braucht das Spiel etwas, bis es in Fahrt kommt. Das zeigt sich vor allem in der Spielmechanik, denn die Echtzeitkämpfe sind erst einmal sehr behäbig. Berührt ihr einen Gegner in der Umgebung, geht es in eine separate Kampfarena.

Dort tummeln sich bis zu vier Partymitglieder, aber ihr könnt nur die Kontrolle über eine einzelne Figur übernehmen. Die anderen Kämpfer agieren eigenständig und hören auf Kommandos. So legt ihr zum Beispiel fest, dass sie sich eher im Hintergrund halten und euch mit Heilung helfen.

Schlagen und Blocken fühlt sich prinzipiell erst einmal an wie in einem Hack&Slay, bei dem aber in den ersten Stunden der Spielfluss fehlt. Das liegt an den mangelnden Fähigkeiten, die erst durch Erfahrungspunkte und Meilensteine in der Story freigeschaltet werden.

Na, besonders aufgeräumt sieht es bei Magierin Rita Zuhause nicht aus.Na, besonders aufgeräumt sieht es bei Magierin Rita Zuhause nicht aus.

Je mehr die Charaktere aber lernen, desto mehr Spaß machen die Kämpfe. Bald kommen optisch schön animierte Schlagfolgen zum Einsatz, die sogenannten Artes. Die werden vorab im Menü festgelegt und über Tastenkombinationen ausgeführt. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad wird es erst richtig gefährlich, wenn Monster, Soldaten oder andere Kreaturen in hoher Zahl auftauchen.

Spätestens bei den insgesamt mehr als 40 Bossgegnern ist aber Taktik gefragt. In Bewegung bleiben, geduldig den richtigen Moment abwarten, den Mitstreitern die richtige Vorgehensweise vorgeben - alles essentiell. Sehr nett übrigens: Sind mehrere Controller angeschlossen, können bis zu drei weitere lokale Spieler in den Kämpfen mitmischen. Ein Mehrspielermodus in einem JRPG? Ungewöhnlich und cool!

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