Teamfight Tactics erobert Twitch, ist Auto Chess der nächste Genre-Hit?

Nachdem Valve mit Dota Underlords vor kurzem einen eigenen Auto-Chess-Modus veröffentlicht hat, zieht Riot nun mit Teamfight Tactics nach. Auf Twitch ist es zum Release das erfolgreichste Spiel.

von Robin Rüther,
19.06.2019 10:41 Uhr

Kaum hat die Beta von Teamfight Tactics begonnen, steht es auf Platz 1 der aktuell meistgeschauten Twitch-Spiele.Kaum hat die Beta von Teamfight Tactics begonnen, steht es auf Platz 1 der aktuell meistgeschauten Twitch-Spiele.

Während League of Legends gerade dabei ist, sich die langfristige Twitch-Krone von Fortnite zurückzuholen, bahnt sich ein neuer Trend an: Autobattler. Seit dem 18. Juni befindet sich Teamfight Tactics, der Auto-Chess-Modus von League-of-Legends-Entwickler Riot Games, in einer Beta-Version.

Schon jetzt steht das Spiel auf Twitch auf Platz 1 der aktuell meistgespielten Spiele. Zum Zeitpunkt dieses Artikels schauen 81.000 Zuschauer beim Strategiespiel zu, League of Legends folgt mit 69.000 auf Platz 2, Fortnite mit 56.000 knapp dahinter.

Der vollständige Release von Teamfight Tactics folgt mit League-of-Legends-Patch 9.13 am 25. Juni. Auf dem Public Beta Environment könnt ihr den Autobattler aber bereits jetzt spielen.

Was ist ein Autobattler?

Das Autobattler-Genre stieß zuerst mit Dota Auto Chess auf große Beliebtheit, eine Mod für Dota 2, die mittlerweile auch als eigenständiges Spiel erschien. Valve hat vergangene Woche seine eigene offizielle Version von Auto Chess veröffentlicht, Dota Underlords genannt, jetzt folgt Riot mit Teamfight Tactics.

In diesem Genre kauft ihr zu Beginn jeder Runde Helden und platziert sie auf einem schachbrettartigen Feld. Anschließend kämpfen eure Helden automatisch gegen die des Gegners. Verliert ihr einen Kampf, zieht euch das Spiel Lebenspunkte ab. Der letzte überlebende Spieler gewinnt.

In Autobattlern wie Dota Underlords kauft ihr zu Beginn einer Runde neue Helden. Stehen mehrere Einheiten einer Fraktion auf dem Feld, bekommt ihr zusätzliche Boni.In Autobattlern wie Dota Underlords kauft ihr zu Beginn einer Runde neue Helden. Stehen mehrere Einheiten einer Fraktion auf dem Feld, bekommt ihr zusätzliche Boni.

Auf Twitch kriecht Dota Underlords bislang noch auf den hinteren Plätzen herum, aktuell steht es bei rund 5.000 Zuschauern. Das könnte sich aber bald ändern: Bislang braucht ihr einen kostenpflichtigen Battle Pass (9 Euro), um Underlords spielen zu können. Mit dem Start in die offene Beta, der noch diese Woche anstehen könnte, wird es kostenlos.

Da Riots Autobattler-Modus Teamfight Tactics Teil vom kostenlosen League of Legends ist, könnt ihr es ebenfalls kostenlos spielen.

Woher kommt die Faszination für Auto Chess?

Autobattler sind ein starker Kontrast zu den MOBAs, denen sie entspringen: In League of Legends und Dota 2 stehen neben Teamplay auf schnelle Reaktionen im Vordergrund, bei Teamfight Tactics und Dota 2 Underlords geht es primär um die Taktik und Strategie. Das lockt auch Spieler an, denen MOBAs zu hektisch sind.

Das grundlegende Spielprinzip ist schnell verstanden (Einheiten kaufen, platzieren, kämpfen lassen), dahinter steckt aber ein komplexes System aus Klassen, Allianzen und Kombinationen, die man über Dutzende Stunden kennenlernt und verinnerlicht.

Im Gegensatz zu Kartenspielen wie Hearthstone und Magic: Arena muss man sich nicht auf eine Strategie festlegen, sondern kann von Match zu Match variieren und ausprobieren. Dieser leichte Zugang, der bei Teamfight Tactics zudem bereits kostenlos ist, macht zusammen mit den zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten die Faszination von Auto Chess beziehungsweise Autobattlern aus.

Wir werden uns sowohl Teamfight Tactics als auch Dota Underlords in Kürze genauer anschauen und euch dann auch mit spezifischen Artikeln zu den einzelnen Spielen versorgen.

Auto Chess - Kurze Spielszenen aus der Standalone-Version 0:31 Auto Chess - Kurze Spielszenen aus der Standalone-Version


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