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Fazit: The Acolyte zeigt Star Wars wieder von einer Seite, die mir jahrelang schon fehlt

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Fazit der Redaktion

Fabiano Uslenghi
@StillAdrony

Ich verzeihe Star Wars viel, bin aber gleichzeitig immer sehr kritisch. Selbst nach für mich wirklich unerträglichen Produktionen wie Kenobi oder dem Boba-Fett-Spin-Off flammt trotzdem stets aufs Neue wieder Interesse auf. Manchmal werde ich wie im Falle von Andor dafür vollständig belohnt, manchmal habe ich einfach eine gute Zeit und manchmal schalte ich hinterher wütend den Fernseher aus. The Acolyte fällt hier eindeutig in die mittlere Kategorie. Also irgendwo zwischen The Mandalorian und Ahsoka.

Was The Acolyte für mich darüber hinaus zu einer lohnenswerten Seherfahrung macht, ist simpel gesagt das Setting. Ich habe bis kurz vorher gar nicht gemerkt, wie sehr ich einen frischen Blick auf das Universum gebraucht habe. Eigentlich hätten dieses Bedürfnis die Prequels erfüllen sollen, aber das ist ganz schön in die Hose gegangen. Jetzt bekomme ich endlich wieder eine spannende neue Epoche gezeigt, die trotzdem immer wieder Erinnerungen an die von mir geliebten Prequels wachrüttelt. Hier halte ich mich gerne auf und bin enorm gespannt darauf, welche neuen Wunder das Universum mir als Nächstes offenbart. Das zeugt von einer kindlichen Freude, die selbst objektive Mängel nicht trüben können.

Peter Bathge
@PCPeter5

Ich bin ein bisschen enthusiastischer als Fabiano: Für mich ist The Acolyte das beste Star Wars seit Andor - zumindest in drei der ersten vier Episoden. Die ewig lange Rückblende ohne echten Informationsgewinn in Folge 3 hätte es nicht gebraucht. Da ging nämlich viel von der Spannung verloren, die die Serie dank des exzellenten Soundtracks und dem »Was passiert als Nächstes?«-Gefühl aufbaut. Letzteres hatte ich bei einer SW-Serie schon lange nicht mehr in dieser Ausprägung; der Cliffhanger am Ende der bisher zu sehenden vier Folgen war dann auch entsprechend effektiv.

Bemerkenswert ist, dass in diesen vier Episoden quasi nie mit dem Lichtschwert gekämpft wird, es zumindest mir aber doch nicht an Action mangelt. Mir gefallen auch die Charaktere, besonders die Protagonistin, Jedi Sol und meine persönliche Favoritin, die unaufgeregte Padawan Jecki Lon. Nur Carrie-Anne Moss ist als Indara komplette Verschwendung.

Überhaupt ist The Acolyte sicher nicht perfekt. Aber bisher sind mir lediglich ein paar kleine Logikfehler negativ aufgefallen - deutlich weniger als bei der vielleicht spektakuläreren, aber auch teilweise extrem unsinnigen Vorgängerserie Ashoka. Wenn das Positive in der zweiten Hälfte überwiegt, gehört The Acolyte für mich zum Besten, was Star Wars in den letzten Jahren abgeliefert hat.

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