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Adventskalender 2019

Seite 3: The Outer Worlds im Test: Die Singleplayer-Alternative für Fallout-Fans

Das witzigste Rollenspiel seit Langem

Was in The Outer Worlds dafür definitiv nicht zu wünschen übrig lässt, sind die Charaktere, die Dialoge und der Humor des Spiels. The Outer Worlds ist alles andere als ein bierernstes RPG und dreht den Obsidian-typischen Humor auf elf: Jede noch so kleine Unterhaltung mit jedem noch so unwichtig wirkenden NPC ist mit Witzen, Anspielungen oder Situationskomik gespickt.

Egal, ob wir einen Wachmann an der Bar abfüllen, der mit jedem spendierten Drink redseliger und ehrlicher in Bezug auf seinen Arbeitgeber wird, oder ob wir uns den Respekt einer kriminellen Organisation verdienen, wenn wir im Gespräch Ohrfeigen statt anständiger Antworten liefern - The Outer Worlds hat unsere Lachmuskeln fast durchgehend und ohne Mitleid strapaziert. Dabei werden die Scherze nie zu aufdringlich in den Vordergrund gerückt, sie sind vielmehr Teil einer natürlich und realistisch wirkenden Unterhaltung und die wenigen Rohrkrepierer lassen sich an der Hand abzählen.

Humor in Spielen: Report über das Problem am Witz

Keine deutsche Synchro, aber hervorragende deutsche Übersetzung
The Outer Worlds verfügt über keine deutsche Sprachausgabe. Sämtliche Dialoge des Spiels sind auf Englisch vertont, dafür gibt es deutsche Untertitel. Die sind dafür wirklich hervorragend übersetzt: Kein noch so kleiner Wortwitz geht im Deutschen verloren und während unserer Testphase sind uns wie keine Patzer in der Übersetzung oder Logiklücken über den Weg gelaufen. Auch wenn es keine deutsche Vertonung geht, können sich andere Spieler an der vorbildlichen Übersetzung von Menüs, Dialogen und Beschreibungen ein Beispiel nehmen.

Lange Finger werden in The Outer Worlds nicht bestraft - außer, ihr lasst euch beim Diebstahl erwischen. Lange Finger werden in The Outer Worlds nicht bestraft - außer, ihr lasst euch beim Diebstahl erwischen.

Captain einer eigenen Crew

Hand in Hand mit diesem Highlight von The Outer Worlds gehen die Begleiter des Rollenspiels: Insgesamt sechs unterschiedliche Crew-Mitglieder gabeln wir auf unserer Odyssee durch das Halcyon-System für die Unreliable auf, von denen wir immer jeweils zwei mit auf Außeneinsätze nehmen können. An dieser Stelle appellieren wir an jeden Spieler: Verzichtet niemals darauf, diese Möglichkeit wahrzunehmen!

Nicht nur stellen Mechanikerin Parvati oder Vikar Max in Kämpfen eine willkommene Unterstützung dar. Zusätzlich profitieren wir unterwegs von den jeweiligen Expertisen unserer Verbündeten: Mit Parvati haben wir beispielsweise eine Technik- und mit Chirurgin Ellie eine Medizin-Expertin an unserer Seite, die unsere eigenen Defizite in beiden Gebieten ausgleichen.

So können wir beispielsweise etwas reparieren oder jemanden verarzten, für den wir eigentlich nicht die nötigen Skills gehabt hätten, was uns unabhängig von unserem eigenen Spielstil flexibler auf unerwartete Situationen reagieren lässt.

Fertigkeiten wie Dialog, Tarnung oder Fernkampf wirken sich nämlich direkt auf unsere Spielweise aus: Je höher bzw. besser die jeweilige Fertigkeit ausfällt, desto größer sind unsere Erfolgschancen. Das heißt konkret, dass wir beispielsweise mehr Schaden einstecken bzw. austeilen können oder mit Dialogoptionen wie Überzeugen, Lügen und Einschüchtern unser Gegenüber gezielt manipulieren.

Vorteile, die wir nur jeden zweiten Stufenaufstieg erhalten und am ehesten mit klassischen Skills zu vergleichen sind, wirken sich jedoch erschreckend wenig auf das Spielerlebnis aus. Wir können zwar etwas mehr Loot mit uns herumtragen oder reduzieren die Abklingzeiten der Fähigkeiten unserer Begleiter. Skills, die das Spielgefühl drastisch verändern, fehlen aber komplett. Hier zeigt sich die Fallout-Reihe um einiges kreativer, wenn wir unsere Spielfigur beispielsweise zu einem Kannibalen erziehen konnten oder wir verheerende Boni auf Schleichattacken bekamen.

Die persönliche Quest der Technikerin Parvati gehört zweifelsohne zu den Highlights von The Outer Worlds. Die persönliche Quest der Technikerin Parvati gehört zweifelsohne zu den Highlights von The Outer Worlds.

Spiel mit Herz

Es lohnt sich jedoch nicht nur aus praktikablen Gründen, die Begleiter mit auf Missionen zu nehmen: Jedes unserer Crew-Mitglieder überzeugt durch eine überraschend tiefgehende Persönlichkeit und seinem jeweils eigenen Charme, was vor allem in Gesprächen mit NPCs zur Geltung kommt. Manche NPCs kennen unseren Begleiter bereits aus früheren Begegnungen, wodurch es manchmal zu schnippischen Wortgefechten oder unterkühlten Wiedersehen kommt.Dadurch werden die Dialoge durch einen dritten Gesprächspartner vertieft, während wir auf diese Art und Weise erfahren wir mehr über bestimmte Personen, das Universum von The Outer Worlds und vor allem unsere Begleiter erfahren.

Und da die persönlichen Quests unserer Crew-Mitglieder zu den absoluten Highlights von The Outer Worlds zählen, rentiert es sich, hier nochmal aufmerksamer zuzuhören. So dürfen wir beispielsweise der unbeholfenen Parvati zu ihrem ersten großen Date verhelfen, während wir verhindern müssen, dass die liebenswürdige Technikerin aus Scham und Angst vor sozialen Interaktionen im Erdboden versinkt. Der Möchtegern-Piratin Ellie will wiederum gegen ihre schnöseligen Eltern rebellieren, die sich davon jedoch weniger beeindruckt zeigen, wie sie sich erhofft hätte. Tatsächlich haben wir die Mitglieder unserer persönlichen Raumschiff-Crew seit Mass Effect 2 nicht mehr so sehr ins Herz geschlossen.

Keine Mikrotransaktionen oder Lootboxen
In The Outer Worlds gibt es keine Mikrotransaktionen oder Lootboxen. Spieler können kein Echtgeld verwenden, um den Fortschritt im Spiel zu beschleunigen oder Waffen, Rüstungen, Skins oder Skills freizuschalten. Dass The Outer Worlds früher oder später mit kostenlosen oder kostenpflichtigen DLCs ausgebaut wird, ist jedoch nicht auszuschließen.

The Outer Worlds ist ein Titel, dem es an einigen Stellen zwar an Budget oder Feinschliff mangelt, das diese Defizite aber durch seinen einzigartigen Humor, die fantastisch geschriebenen Dialoge, seine liebenswerte Charaktere und die in die Tiefe gehende Rollenspiel-Elemente ausgleicht. Wer mit Fallout 4 oder Fallout 76 nicht warm wurde, bekommt mit dem neuesten Rollenspiel von Obsidian Entertainment die Singleplayer-Alternative, die vor allem Fans von New Vegas glücklich machen dürfte.

The Outer Worlds: Systemanforderungen & Uhrzeit der Freischaltung bekannt

Für wen sich The Outer Worlds eignet - Die Tester beantworten eure Fragen 39:49 Für wen sich The Outer Worlds eignet - Die Tester beantworten eure Fragen

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