The Witcher 3: Das beste Silberschwert wäre fast absolut belanglos geworden

Aerondight aus Blood and Wine ist zweifelsohne eine der besten Klingen von The Witcher 3. Das legendäre Schwert wäre aber fast komplett untergegangen.

von Vali Aschenbrenner,
30.04.2020 16:00 Uhr

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Geralt ist ein Schwert-Messi und hätte wohl auch das legendäre Schwert Aerondight verscherbelt, wäre ein Questdesigner nicht eingeschritten. Geralt ist ein Schwert-Messi und hätte wohl auch das legendäre Schwert Aerondight verscherbelt, wäre ein Questdesigner nicht eingeschritten.

Aerondight ist in The Witcher 3 mit das beste Silberschwert, das Geralt in seine Hexer-Griffel bekommen kann. Allerdings bleibt es Spielern des Addons Blood and Wine vorbehalten, die die leicht zu übersehenden Quest »Es kann nur einen geben« meistern.

Dabei wäre der eigentlich legendären Klinge aller drei Witcher-Spiele fast ein ziemlich tristes, weil belangloses Schicksal vorbestimmt gewesen. Das hat uns Questdesigner Philipp Weber des Entwicklerstudios CD Projekt Red verraten.

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Das ist übrigens nicht das einzige Geheimnis, das wir im Rahmen der Witcher-Wochen erfahren haben. In diesem Artikel verraten wir noch mehr Dinge über The Witcher 3, die noch kaum jemand weiß:

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Aerondight als Erbstück der Witcher-Spiele

Doch erstmal langsam: Was macht Aerondight überhaupt so besonders? Zum einen verursacht es mit einem Wert von 522-638 ordentlich Schaden, der durch diverse Buffs noch weiter verstärkt wird.

Zum anderen verfügt Aerondight über die besondere Fähigkeit, sich bei jedem erfolgreichen Treffer aufzuladen, das bei voller Leiste garantiert kritischen Schaden verursacht. Wird ein Gegner mit der vollständig aufgeladenen Waffe getötet, erhöht sich der von Aerondight verursachte Schaden noch weiter.

Das Silberschwert, das in mittelalterlichen Sagen von Lanzelot höchstpersönlich geführt wurde, ist aber nicht nur eine der mächtigsten Waffen von The Witcher 3: Wild Hunt. Die Klinge kam bereits in jedem Hauptteil der Rollenspielreihe vor.

In The Witcher 1 bekommt Geralt Aerondight von der Herrin des Sees höchstpersönlich verliehen. In The Witcher 1 bekommt Geralt Aerondight von der Herrin des Sees höchstpersönlich verliehen.

Im ersten Witcher-Spiel musste sich so Geralt der sogenannten Dame vom See als würdig erweisen, um das Schwert überhaupt schwingen zu dürfen. Wer nach Abschluss des Spiels seinen Speicherstand in The Witcher 2: Assassins of Kings importierte, konnte von der mächtigen Waffe weiterhin Gebrauch machen … zumindest bis zum Ende des Prologs.

Geralt ist nämlich ein alter Schlamper und verliert alle seine Waffen, sobald die Eröffnungssequenz von Assassins of Kings gemeistert wurde. Umso mehr konnten sich Fans mit dem DLC Blood and Wine über die Rückkehr von Aerondight freuen. Fast wäre die Wiedervereinigung mit der treuen Klinge aber völlig unspektakulär verlaufen.

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Aerondight für ein paar Goldstücke verscherbelt

Welch trauriges Schicksal Aerondight in The Witcher 3 beinahe geblüht hätte, erklärt uns Questdesigner Philipp Weber von CD Projekt Red im Interview:

"Gegen Ende der Entwicklung von The Witcher 3: Wild Hunt haben alle Questdesigner nochmal alle Quests gespielt, um nach Bugs zu suchen und Feedback zu geben. Ich habe die Quest mit Keira Metz in den elfischen Ruinen gespielt und dabei ein Silberschwert hinter einer zerstörbaren Wand gefunden, das ausgerechnet Aerondight war.

Das ist kein gewöhnliches Schwert, sondern das besondere, dass Geralt in The Witcher 1 von der Herrin des Sees geschenkt bekommt und am Anfang von Witcher 2 verliert. Ich war super beleidigt, weil das wichtige Schwert so stiefmütterlich behandelt wurde, habe es als Bug gemeldet und es wurde schließlich umbenannt.

Ich war danach aber immer noch sauer und wollte das Schwert wieder einbringen. Deshalb gibt es in Blood & Wine Aerondight offiziell als Belohnung für die Quest mit den Rittertugenden. Dann taucht auch die Herrin des Sees auf und es ist das beste Schwert im ganzen Spiel."

Ihr habt richtig gelesen: Das beste Silberschwert des Spiels wäre beinahe zur beiläufigen Belohnung einer der frühesten Questreihen verkommen. Die Klinge hätte damit keineswegs so mächtige Werte wie in Blood and Wine erhalten und wäre mit ziemlicher Sicherheit von Geralt an den nächstbesten Händler verscherbelt worden.

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Stattdessen bekamen wir Aerondight im DLC Blood and Wine verdienterweise als das beste Silberschwert im ganzen Spiel und erlebten eine spannende Quest, in der wir Geralts Ritterlichkeit unter Beweis stellen müssen. Ein Wiedersehen mit der Dame vom See gibt es ebenfalls, die Geralt dafür rügt, Aerondight schon einmal verloren zu haben. Zu Recht.

Erlebt ihr The Witcher 3 genau wie wir gerade noch einmal völlig neu? Dann werft doch begleitend einen Blick auf unsere Inhalte zu den Witcher-Wochen. Dimi, Maurice und Micha haben zum Beispiel endlich den heiß ersehnten Witcher-Podcast für GameStar Plus aufgenommen und Natalie beschäftigt sich im großen Story-Report damit, warum Witcher 3 ohne Ciri womöglich nie erschienen wäre.


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