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Tower of Time im Test - Komplex, taktisch, knüppelhart

In Tower of Time sind Vorbereitung und die richtige Taktik alles. Weshalb das Spiel für Hardcore-Rollenspieler ein Fest ist und für alle anderen weniger, erfahrt ihr im Test.

von Benjamin Braun,
23.04.2018 16:40 Uhr

Tower of Time lockt Rollenspieler mit großer Komplexität und spannenden Kämpfen. Tower of Time lockt Rollenspieler mit großer Komplexität und spannenden Kämpfen.

Artara war einst ein Hort von Wohlstand, Forschung und Magie. Doch die Völker missbrauchten die Magie und riefen damit die zerstörerischen Schattenwesen herbei. Ihr seid einer der Überlebenden ihrer Angriffe, ein junger Knabe. Eines Tages entdeckt ihr ein uraltes Heiligtum, genauer gesagt einen Turm. Der wächst aber nicht in den Himmel, sondern bohrt sich tief in die Erde.

Eine mysteriöse Stimme spricht zu euch und prophezeit, dass ihr im Turm das finden werdet, womit ihr die Schattenwesen besiegen könnt. Zunächst aber sollt ihr euch als würdig erweisen, bevor ihr dem Geheimnis des Turms auf den Grund geht.

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Und genau das tut ihr nach einem größeren Zeitsprung im Rollenspiel Tower of Time. Obwohl ihr weiter die Rolle des mittlerweile zum militärischen Anführer aufgestiegen Jungen ausfüllt, bekommt ihr den kaum noch zu Gesicht. Stattdessen führt ihr seine Einsatztruppe, sogenannte Champions, durch den Turm.

Hä? Ja, genau das dachten wir auch. Doch halb so wild! Das Debütwerk vom polnischen Indiestudio Event Horizon punktet eben nicht bei der Story oder den Charakteren. Die Stärken stecken vor allem im komplexen Charaktersystem und den taktischen Echtzeitkämpfen.

Tower of Time - Trailer zum Release: Singleplayer-RPG lässt uns Magie malen 1:30 Tower of Time - Trailer zum Release: Singleplayer-RPG lässt uns Magie malen

Auf einer neuen Ebene

Im ersten Moment sieht Tower of Time wie ein typisches Rollenspiel mit Iso-Perspektive aus. Mit Klassikern wie Baldur's Gate aber verbinden das Abenteuer nur Schnittmengen. Tower of Time erinnert auf den zweiten Blick vielmehr an Spiele wie die der Heroes-Serie.

Wir haben eine Stadt, in der wir craften und unsere später insgesamt sieben Helden trainieren, die Arenen, in denen wir kämpfen, und die Erkundungsgebiete. Allerdings reisen wir mit unseren Champions nicht über eine Weltkarte, sondern durch die insgesamt elf Ebenen des Turms.

Die Story ist nicht gerade fesselnd. Die Welt bietet aber eine große Vielfalt, wie etwa hier auf der Maschinenebene des Turms.Die Story ist nicht gerade fesselnd. Die Welt bietet aber eine große Vielfalt, wie etwa hier auf der Maschinenebene des Turms.

Jede Ebene hat ihre thematischen und visuellen Besonderheiten. Von höhlenartigen oder schaurig-verschachtelten Abwasserkanälen geht es in industriell geprägte Abschnitte. Dort trefft ihr dann nicht mehr auf Oger, Riesenspinnen und Feuergolems, sondern auf mechanische Wesen. Abwechslung wird also geboten, nicht zuletzt, wenn ihr plötzlich ein Dorf entdeckt, in dem die Gebäude der Schwerkraft trotzen und waagerecht aus der Wand wachsen. Bisweilen wirkt diese Vielfalt zwar aufgesetzt, Langeweile aber fänden wir schlimmer.

Dem eingangs erwähnten, mittlerweile zum Mann gereiften Jungen fällt in Tower of Time so etwas wie die Rolle eines Spielleiters zu, der die Situation oder Reaktion seiner Champions beschreibt. Obwohl es diese Kommentare ausschließlich in Form englischer Bildschirmtexte gibt, sorgen sie für eine angenehme Atmosphäre, die entfernt an Pen&Paper-Rollenspiele erinnert.

Vertonten Text gibt es lediglich in den teilanimierten Zwischensequenzen. Die vor allem darin vermittelte Hauptgeschichte ist nett, aber nicht sonderlich mitreißend. Wenn schließlich Fabelwesen, Aliens und anderes in einem Topf zusammengerührt wird, wirkt alles zudem etwas arg willkürlich.

Ein Schlüssel zum Erfolg besteht darin, die Architektur der Arenen zu nutzen, also natürlich Deckungen oder das Absperren enger Zugänge durch magische Hindernisse.Ein Schlüssel zum Erfolg besteht darin, die Architektur der Arenen zu nutzen, also natürlich Deckungen oder das Absperren enger Zugänge durch magische Hindernisse.

Entdecker und Entscheider

In den Levels findet ihr nicht nur Gold, Ausrüstungsgegenstände und Schriftstücke, die mehr über die Geschichte des Turms verraten oder Nebenquests freischalten, ihr trefft auch auf sprechende Statuen, untersucht seltsame Apparaturen auf der Maschinenebene oder löst kleine Schalterrätsel.

In den Arenen müsst ihr neben den Gegnern manchmal auch Schutztürme der Gegner ausschalten. Die solltet ihr möglichst schnell zerstören, dürft dabei aber die Gegner nie aus den Augen verlieren.In den Arenen müsst ihr neben den Gegnern manchmal auch Schutztürme der Gegner ausschalten. Die solltet ihr möglichst schnell zerstören, dürft dabei aber die Gegner nie aus den Augen verlieren.

Da ihr die Kamera bei der Erkundung weder zoomen noch drehen könnt, ist die Wegfindung oft unnötig schwierig. Selbst, wenn ihr eine Ebenenkarte bereits vollständig aufgedeckt habt, werdet ihr euch immer wieder verlaufen, weil es nur selten wirklich markante Punkte gibt. Wünschenswert wäre zudem eine Funktion, die uns Interaktionsmöglichkeiten in der näheren Umgebung anzeigt. Denn nicht alles glitzert oder leuchtet auffällig, vieles kann somit leicht übersehen werden.

Trotz solcher vermeidbaren Probleme macht die Erkundung Spaß. Das liegt nicht zuletzt auch an den Dialogen. Tiefgründig sind die zwar nicht, aber unterhaltsam. An einer Stelle sollen wir etwa unsere Party in einen Computer sprechen lassen, aber den Recken fällt nichts Gescheites ein, was in einem unbeholfenen Gestammel mündet. Tolle Helden!

Einfluss auf die Dialoge habt ihr keine, aber als Spielleiter trefft ihr Entscheidungen. Das kann die Verwendung einer magischen Rolle sein, was die Charakterwerte eines Champions verbessern oder auch verschlechtern kann. Ihr entscheidet aber auch darüber, ob ein Portal in die Welt der Schattenwesen geschlossen werden soll oder doch offenbleibt. Konsequenzen für den Fortgang der Handlung so wie die Entscheidungen in Torment: Tides of Numenera hat das aber nicht zur Folge. Schade eigentlich.

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