Unreal Engine 5 zeigt spektakuläre Terrain-Zerstörung auf vier Jahre alter Grafikkarte

Eine neue Demo zur Unreal Engine 5 zeigt, wie stark zukünftige Open Worlds von den ausgefeilten Physik-Simulationen profitieren könnten.

von Sören Diedrich,
22.06.2021 12:06 Uhr

Dank der Unreal Engine 5 sollen auch Spielwelten realistischer wirken denn je. Dank der Unreal Engine 5 sollen auch Spielwelten realistischer wirken denn je.

Die Unreal Engine 5 ist eine Kernkomponente der NextGen. Schließlich zählte bereits die vierte Iteration der Engine aus dem Hause Epic zu den meistgenutzten Entwicklungsplattformen, von AAA-Blockbustern bis hin zu kleinen Indie-Perlen. Da dürfte es kaum verwundern, wenn auch die neue Version wieder bei Entwicklern großen Anklang findet.

Ein neues Video des CG-Artists Joe Garth zeigt nun, wie stark auch Spielewelten von den neuen Möglichkeiten der Unreal Engine 5 profitieren könnten:

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Spektakuläre Zerstörung in Echtzeit

Bislang standen vor allem die beiden neuen Features Nanite und Lumen im Zentrum der Aufmerksamkeit, wenn es um die Möglichkeiten der Unreal Engine 5 ging. Das Video von Joe Garth dreht sich um zahlreiche physikbasierte Prozesse, etwa Wind, die Simulation von Wolken und die Zerstörung des Terrains.

  • Vor allem der Zerstörungs-Part ist spektakulär: Per Mausklick lässt sich die Umgebung Stück für Stück auseinandernehmen und sämtliche Objekte wie etwa Steine reagieren darauf. Sogar ein Meteoriteneinschlag bringt die Engine nicht zum Schwitzen.
  • Insbesondere Open Worlds könnten so realistisch wie nie wirken: Nach der Zerstörungsorgie geht es ruhiger zu, dafür aber nicht weniger opulent. Detailiertes Gras reagiert auf den Wind und dichte Wolken verhalten sich am Himmel ebenfalls so, wie man es erwarten würde. Auch die UE5-Speerspitzen Nanite und Lumen kommen hier zum Einsatz, um eine möglichst detailierte Geometrie sowie eine glaubwürdige Ausleuchtung zu realisieren.
  • Die Hardware-Anforderungen scheinen sich in Grenzen zu halten: Die gesamte Echtzeit-Sequenz wird von einer Geforce GTX 1080 Ti berechnet - also einer Grafikkarte von 2017, als noch längst keine Rede von Raytracing oder DLSS an jeder Ecke war! Es scheint also gut möglich, dass auch schwächere Systeme viele der neuen UE5-Techniken stemmen können.

Hat euch das Video neugierig gemacht und fragt ihr euch, wann denn nun endlich echte Spiele so aussehen? Dann Ohren auf: Wer noch mehr über Epics neuen Spielebaukasten und unsere Experten-Meinung dazu erfahren möchte, sollte in unseren GameStar-Podcast reinhören:

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Die unvermeidliche Euphorie-Bremse

Ein vollständiges Spiel ist natürlich eine ganz andere Sache. Diesen wichtigen Umstand darf man nicht außer Acht lassen. So beeindruckend die gezeigten Simulationen für den Betrachter sein mögen, es handelt sich hierbei nicht um ein Spiel mit KI, Gameplay und anderen Systemen, die Rechenleistung fressen.

Wer wissen möchte, was die Unreal Engine 5 abseits von Nanite und Lumen noch alles zu bieten hat, findet in unserem Übersichts-Artikel alle Informationen und ein sehenswertes Video.

Was haltet ihr von dem Physik-Clip? Freut ihr euch auch schon auf zukünftige Titel, die solche Systeme in Echtzeit nutzen, oder erwartet ihr horrende Anforderungen an euer System? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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