Valorant: Anti-Cheat bannt Profi, weil er sein Handy am PC aufgeladen hat

Ausgerechnet das sowieso bereits sehr unbeliebte Anti-Cheat-Tool von Valorant sorgte dafür, dass ein Profi-Spieler wegen seines Handys gebannt wurde.

von Mathias Dietrich,
18.04.2020 08:44 Uhr

Der Profi-Spieler Mixwell durfte am eigenem Leib erfahren, wieso das Anti-Cheat-Tool Vanguard von Riot Games neuem Shooter Valorant so sehr in der Kritik steht: Das Tool schmiss ihn aus dem Spiel, weil er sein Handy am PC aufladen wollte.

Das Ereignis könnt ihr euch im oben eingebettetem Video ansehen. In dem seht ihr unten links, wie Mixwell sein Handy gerade an seinen PC anschließt, bevor im Spiel selbst dann eine Benachrichtigung des Anti-Cheat-Tools erscheint.

Nach diesem Ereignis wandte er sich auf Twitter an den Entwickler des Multiplayer-Shooters und bat diesen darum, seinen Account doch bitte wieder zu entsperren. Zudem erklärte Mixwell, dass er mit diesem Problem nicht alleine dasteht: Auch LotharHS soll ähnliches widerfahren sein.

Was passierte genau?

Derzeit gibt es etwas Uneinigkeit bei den Gründen. Einige Spieler behaupten Anhand der Meldung im Spiel von Mixwell, dass Vanguard lediglich abgestürzt sei und ihn deswegen aus dem laufenden Spiel entfernte. Auch Spiele die andere Anti-Cheat-Tools wie Battleye oder Easy-Anti-Cheat nutzen, würden in so einem Fall entsprechend reagieren.

Riot wiederum erklärt, das Mixwell nicht gebannt wurde und er nur Aufgrund eines Bugs aus dem Spiel flog. Der soll all jene Nutzer betreffen, die bereits die Bootcamp-Version von Valorant spielten, und nun versuchen mit diesem Build an der Closed Beta teilzunehmen.

Der Reddit-Nutzer Shun-Pie hingegen stellt darauf basierend eine eigene Theorie auf: Er geht davon aus, dass Vanguard Probleme damit habe, dass seine gesteigerten Privilegien nicht auf einem Smartphone, das ein eigenes Betriebssystem hat, gelten. Da es mit so einer Situation nicht umgehen kann, hätte dies zum Absturz von Vanguard führen können.

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Bei den Spielern des Multiplayer-Shooters ist Vanguard stark umstritten, da es auf der Kernel-Ebene eures Systems läuft. Das bedeutet, dass es noch vor Windows startet und mehr Rechte besitzt als euer eigener Admin-Account. Entsprechend läuft es, egal ob ihr Valorant spielt oder nicht und lässt sich zudem nicht beenden.

Riot Games hat mittlerweile ein Kopfgeld auf Fehler und Exploits in Vanguard ausgesetzt, um den Kritikern der neuen Anti-Cheat-Lösung entgegenzukommen. Wer Probleme, die die Sicherheit oder Privatsphäre der User betreffen, findet und ausführlichen dokumentieren kann, wird so mit bis zu 90.000 Euro belohnt.

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