Valorant Anti-Cheat: Wer Probleme beweist, kann mehr als 90.000 Euro bekommen

Das Anti-Cheat-Programm von Valorant steht in der Kritik. Um dieser zu begegnen setzt der Entwickler ein Kopfgeld auf Bugs und Exploits aus.

von Mathias Dietrich,
18.04.2020 07:12 Uhr

Das Anti-Cheat-Programm von Valorant hat mehr Rechte als euer Admin-Account. Das Anti-Cheat-Programm von Valorant hat mehr Rechte als euer Admin-Account.

Um gegen Cheater vorzugehen, nutzt Valorant ein komplett neues Anti-Cheat-Programm namens Vanguard, das der Entwickler Riot Games extra für den Shooter entwickelte. Und das wird derzeit stark von den Spielern kritisiert. Um die Bedenken beizulegen, belohnt das Team jetzt Finder von Bugs und Exploits mit zwischen 230 bis etwa 92.000 Euro.

So belohnt Riot Games

Valorant unterteilt seine Belohnungen in verschiedene Kategorien und Unterkategorien, die alle unterschiedlich stark belohnt werden. Die exakte Auszahlung legt das Studio für jeden Fall individuell fest. Im Fokus stehen dabei vor allem Fehler, die die Sicherheit oder Privatsphäre der Spieler von Valorant gefährden.

Damit ein Exploit für eine Auszahlung qualifiziert ist, muss er mit der aktuellsten Version von Vanguard funktionieren. Zudem müsst ihr einen ausführlichen Bericht erstellen und dürft keiner anderen Partei außer Riot Games von dem Fund berichten.

Kategorie

Unterkategorie

Maximale Auszahlung

Netzwerkangriff ohne Nutzerinteraktion

Ausführung von Code auf dem Kernel-Level

etwa 92.000 Euro

Unbefugter Zugriff auf sensible Daten

etwa 69.000 Euro

Netzwerkangriff mit Nutzerinteraktion (1 Klick)

Ausführung von Code auf dem Kernel-Level

etwa 69.000 Euro

Unbefugter Zugriff auf sensible Daten

etwa 46.000 Euro

Lokaler Angriff für Privilegieneskalation

Ausführung von Code auf dem Kernel-Level

etwa 32.000 Euro

Unbefugter Zugriff auf sensible Daten

etwa 23.000 Euro

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Vanguard in der Kritik

Das Anti-Cheat-Programm von Valorant erfreut sich bei den Spielern nicht gerade großer Beliebtheit. Der Grund ist, dass Vanguard sehr tief in euer System eingreift und auch dann läuft, wenn ihr den Multiplayer-Shooter gar nicht spielt.

In einem Reddit-Post erklärt so der Nutzer Shun-Pie, der eigenen Aussagen nach das Netzwerk und die Server eines Entwicklers von Buchhaltungssoftware verwaltet, wieso das Anti-Cheat-Tool entfernt werden sollte. Unter anderem hält er es für problematisch, dass Vanguard mehr Rechte auf eurem PC besitzt als euer Admin-Account und auch externe Hardware scannt.

Auf entsprechende Bedenken geht das Team in einem neuen Blogpost ein, in dem sie die Funktionsweise und auch die Philosophie, die hinter dem Anti-Cheat-Tool steht erklären. So sagen sie, dass Sicherheit und Privatsphäre ein Kernaspekt von Vanguard seien und detaillieren die Architektur ihres Toold etwas genauer.

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