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Meinung: »Warcraft 3: Reforged ist Blizzards Bankrotterklärung«

Weder Fisch noch Fleisch: Das Remaster von Warcraft 3 erntet zu Recht harsche Kritik. Und ist damit ein Sinnbild für den Zustand seiner Entwicklerfirma im Jahr 2020.

von Peter Bathge,
30.01.2020 16:00 Uhr

Mit Warcraft 3: Reforged hat Blizzard jeden Hype auf ein neues Echtzeit-Strategiespiel aus gleichem Hause gekillt. Denn das Remaster zeigt ein für alle Mal, dass die moderne Firma (Activision) Blizzard nur noch wenig mit dem einst auch von Redakteur Peter Bathge heißgeliebten Diablo- und Starcraft-Erfinder zu tun hat. Mit Warcraft 3: Reforged hat Blizzard jeden Hype auf ein neues Echtzeit-Strategiespiel aus gleichem Hause gekillt. Denn das Remaster zeigt ein für alle Mal, dass die moderne Firma (Activision) Blizzard nur noch wenig mit dem einst auch von Redakteur Peter Bathge heißgeliebten Diablo- und Starcraft-Erfinder zu tun hat.

Warcraft 3: Reforged ist wie Blizzard Entertainment selbst im Jahr 2020: innerlich zerrissen, unentschieden, gefangen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Profitstreben und Fan-Service, zwischen dem einstigen guten Ruf und den Skandalen der Neuzeit.

Blizzard, diesem Namen haftete einmal etwas Magisches an. Und der alte Zauber, er ist immer noch nicht ganz verflogen, trotz Blitzchung-Affäre, trotz Katastrophen-Blizzcon 2018. Diablo Immortal, Overwatch-Meta, das bescheidende Ende von World of Warcraft: Battle for Azeroth - PC-Spieler und insbesondere GameStar-Leser waren in der Vergangenheit bereit, Blizzards viele Fehltritte zu verzeihen.

Die Ankündigung von Diablo 4: ein Triumph. Und zum Release von Warcraft 3: Reforged strömten wieder Tausende Blizzard-Fans auf GameStar.de, das Interesse am Remaster war in der Echtzeit-Strategie-Nation Deutschland riesig. Den Namen Blizzard verbinden eben immer noch viele Menschen mit wegweisenden Spielen ihrer Jugend - und mit auch heute noch umwerfenden Render-Zwischensequenzen.

Aber Blizzards Nimbus der Unfehlbarkeit hat sich verflüchtigt. Blizzard hatte jahrelang den Ruf eines Unternehmens, das bis zur Perfektion an einem Spiel, einem Feature, einem Talentbaum feilt. Das Releasetermine verschiebt, manchmal jahrelang, oder gar nicht erst nennt, weil die Entwickler so viel Zeit und Sorgfalt in ihre Projekte stecken wie sonst nirgendwo.

Der Autor
Peter Bathge ist Redakteur bei GameStar Plus und hat zu allem und jedem eine Meinung. Weil er damit nicht hinter dem Berg halten kann, ist er in seiner Karriere schon so manches mal mit Vorgesetzten, Spieleherstellern und sogar Lesern aneinander geraten. Sein Anwalt hat ihm daher geraten, künftig nur noch streng objektive, emotionslose Texte ohne Aussagekraft zu schreiben. Er freut sich schon auf seinen neuen Job beim Bundespresseamt.

Mehr kantige Meinungen von Peter:
- Warcraft 4 kommt nicht mehr und das ist okay
- Die Echtzeit-Strategie soll tot bleiben
- Dragon Age 4 ist Biowares letzte Hoffnung

Der Erfolg gab Blizzard lange Zeit Recht - und die Hingabe der Fans. Doch seit der Veröffentlichung von Diablo 3 vor nunmehr fast acht Jahren hat sich einiges verändert in der Beziehung zwischen den kalifornischen Spielemachern und ihren Anhängern. Warcraft 3: Reforged zeigt einmal mehr, dass das alte, in unserer Vorstellung romantisierte Blizzard nicht mehr existiert - und dass das neue Unternehmen an seiner statt nicht in der Lage ist, die gleiche magische Wirkung auf die Spieler auszuüben.

Die Blizzard-Krise geht 2020 weiter - das Remaster von Warcraft 3 ist da nur das jüngste, wenn auch vielleicht extremste Beispiel dafür.

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