Warum Assassin's Creed 2020 wichtiger denn je sein wird

Die Gerüchte über Assassin's Creed Valhalla sind in aller Munde, dass 2020 ein neuer Teil erscheint, gilt als sicher. Und dieses neue Assassin's Creed wird sehr viel offenbaren.

von Dimitry Halley,
27.04.2020 16:40 Uhr

Das neue Assassin's Creed soll allen Gerüchten zufolge in die nordische Welt reisen. Das neue Assassin's Creed soll allen Gerüchten zufolge in die nordische Welt reisen.

Ubisoft liebt Formeln. Bei keinem anderen Publisher gleicht ein Triple-A-Blockbuster so sehr dem anderen. Wobei ihr natürlich Form von Inhalt trennen müsst: In Assassin's Creed: Odyssey bereist ihr die griechische Antike, in Far Cry: New Dawn das postapokalyptische Amerika - in ihren Szenarien verfolgen Ubisoft-Spiele sehr unterschiedliche, einzigartige und oft unverbrauchte Wege. Aber das Gameplay-Drumherum ähnelt sich fast immer.

Deshalb wird das neue Assassin's Creed Valhalla so wichtig. Obwohl es rund um das neue Wikinger-Assassin's-Creed bisher nur Gerüchte gibt, halten wir's für extrem wahrscheinlich, dass 2020 ein neuer Serienteil aufschlägt. Und der wird wegweisend. Denn Valhalla (wir nennen es jetzt einfach mal so) markiert nicht nur die Zukunft der Assassin's-Creed-Reihe, sondern muss der Welt auch beweisen, dass Ubisoft aus den Fehlern von 2019 gelernt hat.

Ubisofts Gang nach Canossa

Seit Monaten hüllt sich der französische Publisher in Schweigen. Klar, Dauerbrenner Rainbow Six: Siege trifft weiterhin ins Schwarze und mit der coolen Bleibt-Daheim-Aktion belohnt Ubisoft die Leute mit kostenlosen Spielen während der Corona-Quarantäne. Aber was ist mit Watch Dogs Legion? Oder Gods & Monsters? Oder Rainbow Six Quarantine?

Der Autor: Assassin's Creed, Splinter Cell, Rainbow Six, Watch Dogs, The Crew, Heroes of Might & Magic - würde man alles aufrechnen, hätte Dimi wohl mit keinem Publisher-Line-Up so viel Freizeit verbracht wie mit dem von Ubisoft. Kein Wunder, denn in ihren Hochzeiten bieten die Franzosen ziemlich einzigartige Spielerfahrungen, Szenarien, Welten. Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, das osmanische Konstantinopels, die Steinzeit - großartig! Umso bestürzter verfolgt Dimi natürlich die Entwicklungen der letzten Monate. Und zum Hoffnungsträger Assassin's Creed.

Nachdem Ghost Recon: Breakpoint bei Kritikern, Fans und in den digitalen Ladenregalen weit hinter den Erwartungen zurückblieb, wurden alle Frühjahres-Blockbuster von Ubisoft auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Man wolle aus den Fehlern von Breakpoint lernen. Neue Strategien entwickeln. Seitdem ist es still geworden.

Mehr zur Breakpoint-Kontroverse seht ihr übrigens hier:

Ghost Recon: Breakpoint im Testvideo - Wenn ein Spiel die falschen Dinge will 15:05 Ghost Recon: Breakpoint im Testvideo - Wenn ein Spiel die falschen Dinge will

Wir zwischen den spärlichen Zeilen liest, kommt schnell zu dem Schluss, dass Watch Dogs Legion & Co. wahrscheinlich drastisch überarbeitet werden müssen, um ein Breakpoint 2.0 zu vermeiden. Ghost Recon hatte es mit Ingame-Monetarisierung und Loot-Spiralen übertrieben, der eigenen Marke geschadet und den Bogen schlicht überspannt. So wie einst Battlefront 2 mit seinen Lootboxen. Und hier kommt Assassin's Creed Valhalla ins Spiel.

Assassin's Creed gibt dreifach den Takt an

Ihr könnt mit gutem Gewissen mutmaßen: Wenn das kommende Assassin's Creed 2020 weiterhin auf Loot- und Levelspiralen setzt, dann tun es auch Gods & Monsters sowie Watch Dogs Legion. Wenn Assassin's Creed Valhalla keinen Battle Pass anbietet, wird das auch ein hypothetisches Far Cry 6 vermeiden.

Wie auch immer Valhalla mit den großen Vorwürfen der Community umgeht (künstlich gestreckte Spielzeit, aufgesetzte RPG-Mechaniken, Fokus auf Echtgeld-Shops) - der Rest des Ubisoft-Line-Ups wird sich daran orientieren. Denn viel Spielraum für weitere Verschiebungen bleibt nicht. Generell schrumpfen die Optionen.

So funktioniert die Ubisoft-Formel - Video. Die Blaupause für Division 2, Ghost Recon & Co 8:24 So funktioniert die Ubisoft-Formel - Video. Die Blaupause für Division 2, Ghost Recon & Co

Ein Breakpoint darf sich nicht wiederholen. Genauso wenig können Last-Gen-Spiele wie Watch Dogs Legion bis 2021 oder 2022 warten, denn dann geraten sie unter die Räder der Nextgen-Blockbuster. Und so wird Assassin's Creed 2020 in dreifacher Hinsicht zum Schicksalsspiel:

  1. Es wird Ubisofts erster großer NextGen-Release, der zeigen muss, was der Publisher auf PS5 und Xbox Series X bieten kann.
  2. In den letzten Jahren besteht die Assassin's-Creed-Serie immer aus einem »Innovator« und einem »Iterator«. Heißt konkret: Assassin's Creed X erfindet Vieles neu und der Nachfolger verfeinert die Ideen. So wie bei Assassin's Creed 3 (Schiffe, Natur, neue Technik) und Black Flag (mehr Schiffe, mehr Natur, mehr Technik). Oder Unity (NextGen-Großstadt) und Syndicate (NextGen-Großstadt mit spannenderem Gameplay). Ein Origins erfindet die Serie neu, ein Odyssey verfeinert diese Neuerfindung. Bleibt Ubisoft sich treu, wird Valhalla also eine große Innovation.
  3. Valhalla zeigt wie gesagt, was Ubisoft aus den Fehlern der Vergangenheit lernt.

2020 hat Ubisoft bloß Spielraum für einen einzigen großen Aufschlag - und Assassin's Creed Valhalla, Ubisofts stärkste Nicht-Multiplayer-Marke, gibt den Takt an. Das stimmt optimistisch. Denn wann immer der Gameplay-Reveal ansteht (wir rechnen in Kürze damit): Die Franzosen werden mit Sicherheit doppelt und dreifach darauf achten, es sich mit den Fans nicht zu verscherzen.

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