Warum Monster-Hunter-Veteranen mit den Iceborne-Waffen unzufrieden sind

Einige Monster-Hunter-Veteranen sind unzufrieden mit dem Waffendesign in Iceborne. Für sie sind gerade viele altbekannte Waffen weniger einzigartig.

von Elena Schulz,
11.09.2019 10:40 Uhr

Die Waffendesigns in Monster Hunter World: Iceborne stoßen bei Veteranen auf Kritik.Die Waffendesigns in Monster Hunter World: Iceborne stoßen bei Veteranen auf Kritik.

Monster Hunter World setzt insgesamt auf einen realistischeren Look als die Vorgänger - naja, so realistisch gigantische Monster und überdimensionierte Waffen eben sein können. Das sorgt bei einigen Veteranen für Frust, die ihrer Wut darüber schon länger auf Twitter, Youtube oder Reddit Luft machen: Ihnen fehlen die spektakulären Waffendesigns aus früheren Spielen.

Alle Hoffnung wurde auf das Addon Iceborne gesetzt, das auch viele altbekannte Monster zurück bringt. Allerdings hat es die Erweiterung trotz Top-Wertungen und allgemein positivem Fan-Feedback für manche noch schlimmer gemacht. Denn sogar manche Designs der beliebtesten Waffen für Monster aus vorherigen Teilen wurden verändert und teils vereinfacht.

Was stört die Spieler an den Waffendesigns?

Das Grundproblem erklärt Youtuber Gaijinhunter im unten eingebetteten Video. Früher bestanden die Waffen in der Regel fast komplett aus dem Material des Monsters. Das ergibt Sinn, weil besonderen Werte der Waffe alle von den Fähigkeiten des Monsters abgeleitet sind, aus dem sie geschmiedet wurden.

Jetzt sehen die meisten Waffendesigns aber so aus, als hätte man einfach eine Grundlage aus Knochen oder Metall gefertigt und das Monster-Material als Dekoration verwendet. Das sorgt insgesamt für einen eher austauschbaren Look und bietet für viele Veteranen weniger Anreiz als früher, sich die Waffen aus optischen Gründen zu fertigen. Erst auf den hohen Seltenheitsstufen im Meisterrang erinnern die Waffen an die Modelle aus den vorherigen Spielen.

Monster Hunter funktioniert hier ähnlich wie ein Destiny oder Diablo. Man jagt Monster, um an ihr Material zu kommen und es in Ausrüstung und Waffen zu investieren. Für viele spielen dabei nicht nur die Werte eine Rolle, sondern eben auch die Optik - man will schließlich auch äußerlich zeigen, dass man sich zu einem mächtigen Jäger gemausert hat.

Warum sind die Spieler so enttäuscht?

Am meisten werden nicht die Designs der Waffen für die neuen Monster kritisiert, sondern die neuen Designs für die Waffen der alten Monster. Viele Spieler hatten sich gefreut, in Iceborne wieder ihre Lieblingswaffe zu bauen und wurden dann negativ überrascht.

Besonders in der Kritik steht zum Beispiel das Glavenus-Großschwert. Glavenus ist als Monster vor allem für seinen mächtigen Schwanz bekannt, den er selbst wie ein Schwert schwingt. Viele Spieler hofften deshalb, dass das in seiner Waffe aufgegriffen wird und zum Beispiel der Schwanz als Klinge verwendet wird. Stattdessen hat man aber das Standard-Design in einer Glavenus-Farbvariante vor sich.

Auch die Nargacuga-Doppelklingen stoßen auf wenig Gegenliebe. Während sie früher in ihrem Klingendesign passend zur Nargacuga-Rüstung an Ninja-Waffen wie Shuriken erinnerten, sehen sie jetzt ausgerechnet wie zwei Äxte aus, was für manche Spieler überhaupt nicht in das Gesamtkonzept passt.

Es gibt mittlerweile sogar eine Fan-Petition, die originellere Designs für die Waffen in Iceborne fordert. Allerdings haben erst rund 300 Spieler unterschrieben. Immerhin scheinen selbst die schärfsten Kritiker abseits der Waffen sehr zufrieden mit dem Addon zu sein. Selbst die Petition lobt Iceborne sonst in den höchsten Tönen.

Warum wurden die Waffen geändert?

Warum so viele Designs geändert wurden, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich ist aber, dass man durch die ähnlichen Designs einerseits Zeit und Budget sparen wollte, weil man nur einzelne Details ändern muss.

Hinzu kommt, dass sich durch die ähnlichen und einfacheren Designs Clipping-Fehler vermeiden lassen, wenn die Waffen mit beliebigen Rüstungen auf dem Rücken getragen werden. Die sind auch jetzt noch ein Problem von Monster Hunter World und wären mit vielen schrägen Waffen der Vorgänger wahrscheinlich noch prägnanter.

Nicht zuletzt dürfte der oben erwähnte Realismus eine Rolle gespielt haben. Früher gab es auch regelrecht alberne und absurde Waffen in Monster Hunter. Wahrscheinlich dachte Capcom, dass die nicht zum generellen Look von Monster Hunter World passen würden.

Monster Hunter World: Iceborne - Testvideo 9:44 Monster Hunter World: Iceborne - Testvideo

Die schrägsten Waffendesigns in Monster Hunter

Im Video von RageGamingVideos werden ein paar der alten Designs gezeigt, die besonders kurios waren. Da gab es zum Beispiel Sharq Attaq, eine Schwert-Schild-Kombo, die einfach einen Hai als Schwert nutzt und ein Schwimmen-Verboten-Schild als Schild.

Ähnlich absurd ist ein Tigrex-Bogengewehr, das aussieht wie ein Mini-Panzer. Das hat es so auch nicht in Iceborne geschafft, obwohl Tigrex selbst vertreten ist.

Noch mehr kuriose Monster-Hunter-Waffen findet ihr in diesem Wiki-Artikel. Es gibt zum Beispiel einen Schwertfisch-Bogen, einen riesigen Maiskolben, eine Bratpfanne oder einen Teddybären. Abschließend lässt sich sagen, dass die Waffendesigns früher sicherlich vielfältiger und kreativer waren. Allerdings kann Capcom auch jederzeit neue Waffen hinzufügen, beispielsweise über Event-Quests.

Zudem gibt es auch in Monster Hunter World noch kreative und coole Waffendesigns - beispielsweise eine Glefe, die wie ein Tintenfisch aussieht. Rein spielerisch gibt es außerdem kaum etwas an den Waffen auszusetzen. Auch sonst erhält Iceborne aktuell viel Lob. Die Kollegen von der GamePro vergeben eine Wertung von 90 Prozent.

PC-Spieler müssen sich noch bis 2020 gedulden. Wir helfen euch derweil damit, euch perfekt auf Iceborne vorzubereiten und erklären, für wen das Addon überhaupt geeignet ist.


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