Nach Streit machen Method & Red Bull jeweils einen eigenen WoW World First Livestreams

Das World First Rennen um den WoW-Raid "Azsharas Ewiger Palast" wird nach einem Disput zwischen Method und Red Bull von beiden getrennt gezeigt. Method streamt dabei aus Deutschland.

von Kevin Nielsen,
12.07.2019 14:25 Uhr

Das World First Rennen wird dieses Mal größer denn je. Das World First Rennen wird dieses Mal größer denn je.

Am 16. Juli startet das World First Rennen des WoW Patch 8.2 im neuen Raid »Azsharas Ewiger Palast«. Dann wird der Mythisch-Modus in den USA verfügbar und US-Gilden wie Limit können sich an den Kampf um den ersten Platz machen. Einen Tag später, am 17. Juli, starten dann auch die Gilden aus Europa wie Pieces und Method ins Rennen.

Dieses Mal wird das World First Rennen gleich in zwei großen Livestreams zu sehen sein. Sowohl die Gilde Method als auch der Getränkehersteller Red Bull bieten ein entsprechendes Programm auf Twitch an.

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World First Livestream aus Deutschland

Method geht nach Krefeld: Die Top-Gilde Method wird aus den TakeTV Studios in Krefeld streamen. Dafür werden insgesamt neun Streamer von Method dorthin reisen. Dazu gibt es ein Kommentatorenteam und es wird eine 24/7-Übertragung. Damit wird es auch Streamer anderer Top-Gilden zu sehen geben. Mit dabei sind bei Method die folgenden Gilden:

  • Aversion (Deutschlands aktuelle Nummer 1)
  • Alpha
  • Ji Tian Hong
  • Skyline
  • From Scratch
  • vodkaz
  • Big Dumb Guild

Anschauen könnt ihr euch das Event auf dem Twitch-Kanal von Method.

Red Bull mit Livestream aus London

Red Bull arbeitet mit Limit und Pieces: Red Bull hat dagegen angekündigt, dass die Top-Gilden Limit und Pieces aus der Red Bull Gaming Sphere in London streamen. Auch hier gibt es weitere Gilden, deren Streamer im Livestream von Red Bull zu sehen sein werden. Manch eine Gilde hat sich sogar in beiden Events einen Platz gesichert.

  • Aversion
  • Alpha
  • Ji Tian Hong
  • FatSharkYes
  • ScrubBusters
  • Honestly
  • Exorsus
  • AFK-R

Zu sehen sind die Teams auf dem Twitch-Kanal von Red Bull. Doch wie kam es zu dieser Aufsplittung und zur Tatsache, dass es nun zwei große Livestream-Events für den World First Progress gibt?

Königin Azshara ist der Endboss des Raids von WoW Patch 8.2. Königin Azshara ist der Endboss des Raids von WoW Patch 8.2.

Disput zwischen Method und Red Bull

Was war passiert? Method und Red Bull hatten zu Beginn von Battle for Azeroth noch zusammengearbeitet. Der erste World First Livestream des Raids »Uldir« fand in der Red Bull Gaming Sphere in London statt. Dieser erreichte über 10 Millionen Zuschauerstunden auf Twitch und war ein voller Erfolg.

Red Bull entging der Erfolg ebenfalls nicht und laut Method wollte Red Bull »das Livestream-Event übernehmen«. Daher sollte das nächste Rennen um den Raid Schlacht von Dazar'alor aus WoW Patch 8.1 auf dem Red Bull Twitch-Kanal gestreamt werden. Das wollte Method nicht, da sie die über 14 Jahre entstandene World First-Community nicht an einen Dritten und in dem Fall Sponsor Red Bull abgeben wollten.

Keine Partnerschaft mit Red Bull: Method hatte mit Red Bull keine Partnerschaft und es gab auch keine Ausgleichszahlungen für ihre Leistungen. Darum sei laut Method der Twitch-Stream auf dem eigenen Kanal die einzige Möglichkeit andere Sponsoren mit den Zuschauern in Verbindung zu bringen und so Geld einzunehmen. Damit wiederum soll den Spielern des World-First-Rennens ein Ausgleich geboten werden.

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Profi-Gilden müssen ihren Urlaub für E-Sport nutzen

Jahresurlaub für WoW: Für die World-First-Rennen nehmen sich noch immer der überwiegende Teil der Spieler extra ihren Jahresurlaub. Auch Spieler von Method sind ganz normale Angestellte in Vollzeit, die sich dann für WoW ein paar Tage Auszeit von der Arbeit gönnen. Während in anderen E-Sport Spielen dieser Größe die Top-Spieler und Clans davon leben können, ist das beim PvE-E-Sport um das World-First-Rennen noch nicht der Fall.

Endgültiges Aus für die mögliche Kooperation mit Red Bull: Method hat nach dem Erfolg des ersten Livestream-Events ein Konzept um das World-First-Rennen erarbeitet, um weitere Gilden daran zu beteiligen, sodass die gesamte World-First-Community davon profitieren und sich mehr Gilden auf den E-Sport konzentrieren können. Das soll wiederum zu weniger Gilden-sterben unter den Top-Gilden führen.

Nachdem sich Red Bull für den zweiten World First Livestream von Patch 8.1 doch auf den Twitch-Kanal von Method eingelassen hatte und laut Method Versprechungen über die mögliche Partnerschaft machte, kam es am Ende zur Trennung.

Red Bull mit eigenem Plan: Method hatte erfahren, dass sich Red Bull hinter ihrem Rücken mit den Ideen und Konzepten von Method bei anderen Top-Gilden wie Limit und Pieces vorstellte. So soll Red Bull's World First auf dem Input von Method basieren.

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World First Rennen soll in der Community bleiben

World First Rennen als Community-Projekt: Method hat sich zum Ziel gesetzt, dass das World First Rennen in der Community bleibt und nicht von einer dritten Partei beeinflusst wird. Damit es entweder von der Community oder von Blizzard geleitet wird und nicht von Sponsoren wie Red Bull. Die Streams hätten das enorme Interesse der Community gezeigt und lassen auch einen wirtschaftlichen Erfolg erkennen.

So sehen die Pläne von Method aus: Um dieses Ziel zu erreichen, will Method das World-First-Rennen in Zukunft anders aufstellen. Man befindet sich dafür bereits in frühen Gesprächen mit Top-Gilden, um ein passendes Agreement zu finden.

Ein paar erste Eckpunkte wurden bereits von Method veröffentlicht:

  • Die Gilden wählen einen Kommissar, der in ihrem Namen handelt. Der Kommissar wird die Rolle des Exekutivdirektors für World First Progress-Veranstaltungen übernehmen.
  • Der Auftraggeber und die Gilden wählen eine Produktionsfirma und einen oder mehrere Standorte, die auf Auftragnehmerbasis beauftragt werden.
  • Der Kommissar wird im Namen der Gilden die Schaffung und Durchführung einer Übertragung von »Race to World First« beaufsichtigen, um sicherzustellen, dass die Veranstaltung den Wettbewerbscharakter des Rennens und die Leidenschaft der Raidgilden widerspiegelt.
  • Sponsoren für die World First-Veranstaltungen werden von den Gilden und externen Vertretern übernommen. Alle Einnahmen werden in einer fairen Weise verteilt, die zwischen den Gilden vereinbart wird.
  • Method hofft, dass Blizzard als Schöpfer und IP-Besitzer von World of Warcraft weiterhin das unterstützt, was World of Warcraft immer besonders gemacht hat: seine Community. Man würde gerne direkt mit Blizzard zusammenarbeiten, um die oben genannten Punkte zu berücksichtigen.

Doch bevor es zu einer solchen Organisation kommt, findet nun ab dem 16. Juli 2019 erst einmal das nächste Rennen um den World First Kill im aktuellen Raid Azsharas Ewiger Palast statt.

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