50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Xbox-Gaming-Chef träumt von einer KI, die blitzschnell Spiele testet

Matt Booty erklärt in einem Interview, er würde die Qualitätssicherung bei Spielen gerne reformieren und wünsche sich eine KI, die menschliche Tester ersetzen könnte.

Von Jahr zu Jahr werden Spiele größer und komplexer. Immer mehr Geld und Ressourcen werden für AAA-Produkte benötigt. Bestimmte für die Entwicklung notwendige Schritte, wie etwa das Testen auf Bugs, Glitches und ähnliches, werden inzwischen oft an externe Unternehmen ausgelagert. Deren Mitarbeiter leiden oft unter unangemessenen Arbeitsbedingungen, wie auch unser großer Report zum Thema zeigt:

Der Chef der Xbox Game Studios, Matt Booty äußerte sich auf der Spielemesse PAX West zuletzt zu einem damit verbundenen Thema. Was er sich für die Zukunft des Spiele-Testens erhofft, erfahrt ihr hier.

KI statt Mensch

Über die Q&A-Runde mit Booty berichten unter anderem die Website VGC. So habe der Xbox-Gaming-Chef erklärt, dass Spiele mit steigender Komplexität anfälliger für Bugs würden. Das Ergebnis sei, das herkömmliche Methoden der Qualitätssicherung, also des Testens auf Bugs und andere Probleme, nicht mehr mithalten könnten.

Bei jeder kleinen Änderung am Spiel müsse das ganze Produkt erneut getestet werden, so Booty. Viel schneller würde das aber gehen, wenn man eine KI entwickeln könnte, die den Job der menschlichen QA-Tester übernehme und etwa 10.000 Kopien des Spiels in einer Nacht komplett testen würde. Er bitte deshalb die KI-Forscher bei Microsoft immer wieder darum, etwas ähnliches zu entwickeln.

Booty verweist unter anderem auf die aktuellen Fortschritte im Bereich der Bildgenerierung. So erschaffen KIs inzwischen die beeindruckendsten Werke, wie diese kuriose Geschichte zeigt:

Viele Probleme in der QA-Branche

Booty äußert seine Ideen in einer Zeit, in der international immer öfter über Missstände in der Spieleindustrie berichtet wird. Erst am 5. September berichteten wir etwa über einen fragwürdigen Tweet des Chef-Entwicklers von Callisto Protocol, der anscheinend Crunch in seinem Team verherrlichte. Und auch in externen QA-Unternehmen scheint es massive Probleme zu geben, worauf Berichte zur Entwicklung von Cyberpunk 2077 hindeuten.

Warum auch vermeintlich freiwilliges Überarbeiten ein Problem ist, erfahrt ihr übrigens in unserem Plus-Report von Dom Schott. Und warum es bei der Spiele-Entwicklung überhaupt immer wieder zu Crunchphasen kommt, erklären euch deutsche Entwickler in unserem DevPlay-Video:

Video starten PLUS 22:28 Wieso kommt es immer wieder zu Crunch? - Deutsche Entwickler über den Stress in der Endphase

Mit seiner Einschätzung, dass reguläre QA-Methoden überholt seien, liegt Booty sicher nicht ganz daneben. Ob die Entwicklung einer Test-KI die richtige Antwort darauf wäre, ist dagegen eine andere Frage. Schließlich wurden immer wieder Vorwürfe gegenüber dem nun zu Microsoft gehörenden Publisher Activision laut: Dieser versuchte angeblich, die Bildung einer Gewerkschaft durch QA-Mitarbeiter beim Entwicklerstudio Raven Entertainment zu verhindern.

Was haltet ihr von Matt Bootys Idee? Wäre es ein Segen für die Branche, wenn das Testen von Spielen in der Zukunft viel weniger Zeit in Anspruch nehmen würde? Oder haltet ihr solche Pläne für allzu entfernte Zukunftsmusik und seht an anderen Stellen dringenderen Reformbedarf? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

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