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Seite 2: Xbox One - Pro & Contra

Contra: Verspieltes Vertrauen

Online-Zwang, Kinect-Zwang, Gebrauchtspiele-Zwang - etwas zu viele Zwänge für den Geschmack vieler Spieler und potentieller Kunden hatte Microsoft in den Richtlinien seiner Xbox One zur Ankündigung der Konsole versteckt. Und die ging deshalb gehörig in die Hose: Im Internet starteten regelrechte Tiraden auf den Konsolenhersteller aus Redmond - manch einer mag mit dem Begriff Shitstorm noch etwas mehr anfangen können.

Wochen- und Monatelang prasselte die Kritik nur so auf Microsoft ein und selbst Sony als direkter Wettbewerber machte sich über die Konkurrenz lustig, indem es auf die Einfachheit des Austauschens von gebrauchten Spielen auf der PlayStation 4 hinwies.

Xbox One - Entwickler-Interview mit Major Nelson zum Konsolen-Launch 3:29 Xbox One - Entwickler-Interview mit Major Nelson zum Konsolen-Launch

Immerhin: Nach einer Weile ging den Verantwortlichen in Redmond ein Lichtlein auf und man entschloss sich zu einer kompletten Kehrtwende: Keine regelmäßigen Online-Check-Ins, kein Gebrauchtspiel-DRM, kein aktiviertes Kinect als Voraussetzung zum Betrieb der Konsole und kein Region-Lock mehr, hieß es plötzlich gegen Ende Juni 2013. Und trotzdem: Von der Negativität der Ereignisse vor ein paar Monaten haben sich Microsoft und die Xbox One bis heute nicht erholt.

Kein Wunder, wurde das Vertrauen vieler Spieler doch zutiefst erschüttert. Wer weiß schon, ob Microsoft die verhassten Gängelungen nicht irgendwann später doch noch nachträglich etabliert - die Technologie scheint ja immerhin bereits vorhanden zu sein.

Contra: Preis

499 Euro wird die Xbox One in Europa zum Verkaufsstart kosten. Das sind satte 100 Euro mehr als Sony für die direkte Konkurrenz-Konsole PlayStation 4 verlangt und dürfte bei vielen Spielern, die das Geld nicht ganz so locker sitzen haben, letztlich den Ausschlag für eine Kaufentscheidung geben. Und zumindest bei diesem ebenfalls kritisierten Aspekt der Xbox One wird es wohl auch keine Kehrtwende seitens Microsoft geben - das hat der Konzern bereits mehrmals unmissverständlich klar gemacht.

Allerdings hat man in der jüngeren Vergangenheit auch immer wieder versucht, den höheren Preis zu relativieren: Bei der Xbox One sei schließlich der Kinect-Sensor bereits im Paket enthalten, während die PlayStation 4 die entsprechende Kamera mit 59 Euro extra berechnet wird.

529 Euro kostet die Xbox One im Bundle mit Call of Duty: Ghosts 529 Euro kostet die Xbox One im Bundle mit Call of Duty: Ghosts

Zudem kündigte Microsoft jüngst einen Deal mit Electronic Arts an und wird in jedem Exemplar der Day-One-Edition seiner Konsole eine kostenlose Download-Version von FIFA 14 hinterlegen - zieht man diese Aspekte in Betracht, nähern sich die Preise von PlayStation 4 und Xbox One zumindest theoretisch weiter an.

Wer jedoch weder Wert auf eine Kamera legt noch viel mit Fußballsimulationen anfangen kann, wird sich wohl auch kaum derartigen Rechenspielen hingeben. Fakt ist einfach: Die Xbox One wird im Laden in ihrer Grundversion 100 Euro mehr kosten als die PlayStation 4 und das dürfte für viele Spontankäufer letztlich den Ausschlag dafür geben, zu welcher Konsole sie greifen.

Contra: Keine Abwärtskompatibilität

Mit den neuen Konsolen ist das stets so eine Sache: Neue Hardware ist ja gut und schön, aber mit dem Angebot an Spielen sieht es zu Beginn des Lebenszyklus einer neuen Konsolengeneration stets eher mau aus. Die Hoffnung vieler Spieler liegt daher nicht selten auf einer möglichen Abwärtskompatibilität der neuen Hardware. Die gibt es bei der Xbox One aber leider ebenso wenig, wie bei der PlayStation 4.

Wer sich also bereits mit der Xbox 360 ein umfangreiches Spiele-Repertoire zugelegt hat, wird von der Xbox One aus darauf nicht mehr zugreifen können. Es würde keinen Sinn machen, Zeit und Ressourcen in die Entwicklung einer Technologie zu stecken, die es Nutzern ermöglicht, alte Spiele auf der Xbox One zu spielen, ließ Microsoft dazu jüngst verlauten. Und die Architektur der neuen Konsole sei eben einfach nicht mehr mit den für die Xbox 360 programmierten Spielen kompatibel.

So ganz verzichten müssen Käufer der Xbox One aber auf alte Spiele-Perlen möglicherweise nicht: Zuletzt deutete Microsoft an, mit der Cloud-Funktionalität der neuen Konsole ein ähnliches Spiele-Streaming ermöglichen zu können, wie Sony mit seinem Gaikai-Dienst. Dass das allerdings kostenlos geschehen wird, darf wohl bezweifelt werden.

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