AAA-Spiele müssen kürzer oder teurer werden - fordert Sonys ehemaliger Playstation-Manager

Shawn Layden, der früher bei Sony als Playstation-CEO tätig war, hat mit modernen AAA-Titel ein Problem: Ihm zufolge muss die Entwicklung günstiger, das Endprodukt kürzer werden.

von Vali Aschenbrenner,
25.06.2020 13:45 Uhr

Kürzere Spieldauer, günstigere Entwicklung, flexiblere Preise: Shawn Layden ist der Ansicht, dass die Videospiel-Branche die AAA-Entwicklung überdenken sollte. Kürzere Spieldauer, günstigere Entwicklung, flexiblere Preise: Shawn Layden ist der Ansicht, dass die Videospiel-Branche die AAA-Entwicklung überdenken sollte.

Fallen aktuelle AAA-Titel zu lange und teuer in der Entwicklung aus? Dieser Meinung ist Shawn Layden, der über 30 Jahre bei Sony gearbeitet hat und unter anderem als Playstation-CEO tätig war. Ihm zufolge muss sich die Videospiel-Industrie bald umstellen, denn die aktuelle Produktion großer und teurer Spiele sei nicht nachhaltig genug.

Wieso AAA-Titel »nicht nachhaltig« sind

Was kritisiert Layden? Gegenüber VentureBeat erklärt Shawn Layden, dass die Produktionskosten moderner Videospiele zu stark angestiegen seien: Momentan wären 80 bis 150 Millionen US-Dollar nötig, um einen AAA-Titel entwickeln zu können. Layden zufolge steigt das Budget mit jeder neuen Konsolengeneration weiter an - und wird teilweise sogar verdoppelt.

Was ist die Lösung? Layden ist der Ansicht, dass das grundlegende AAA-Modell überarbeitet werden muss. Ihm zufolge müssen Spieler kürzer werden - also keine 50 bis 60 Stunden mehr an Spielzeit bieten, sondern stattdessen nur 12 bis 15.

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Das würde die Entwicklungskosten und -Dauer enorm reduzieren: Ein Studio würde nicht länger fünf bis sechs Jahre und 80 bis 150 Millionen in ein einziges Projekt investieren, ohne innerhalb dieses Zeitraums etwas zurückzubekommen. Für viele Entwickler ohne, aber auch mit großen Publisher im Hintergrund ein enormes Risiko.

Sollen Videospiele teurer verkauft werden?

Müssen Preise flexibler werden? Außerdem ist Layden der Meinung, dass das Preismodell in der Videospielbranche nicht mehr zeitgemäß ist: Während die Entwicklungskosten großer Titel in den letzten Jahren immer weiter anstiegen, blieb der durchschnittliche Preis von circa 60 US-Dollar gleich.

Entsprechend wünscht er sich flexiblere Preise, die verhältnismäßig zu dem gestiegenen Entwicklungsaufwand stehen. Ansonsten würde die Branche nicht nachhaltig genug arbeiten und auf Dauer daran scheitern.

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Welcher Meinung seid ihr: Würdet ihr kürzere AAA-Spiele Titeln mit einer Dauer von 50 bis 60 Stunden bevorzugen? Und wärt ihr dazu bereit, für eure Lieblingsspiele mehr als 60 Euro in die Hand zu nehmen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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