50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

25 Jahre GameStar: Elena Schulz - Käse-Dungeon als Highlight

Bevor Elena als Communications Managerin zu Mimimi Games wechselte, druchforstete sie das Witcher-Universum nach bisher unerzählten Gehemnissen. Ihr persönliches Highlight: Der Käse-Dungeon!

Stellt euch vor, ihr seid Dirigent, aber habt verpennt, euch mal was von diesem Mozart anzuhören. So fühle ich mich 2020, als ich noch GameStar-Redakteurin bin (inzwischen mache ich in PR bei Mimimi), aber noch immer nicht Witcher 3 gespielt habe. CD Projekt Red sahnt Jahre nach Release noch GameStars-Awards ab, schafft es unter die Top 5 der besten Open-World-Spiele aller Zeiten und sogar auf Platz 1 der Rollenspiel-Highlights.

Nur bei mir versauerte Geralts finales Abenteuer auf der To-Do-Liste, obwohl ich die beiden Vorgänger begeistert gespielt habe. Doch dann kommt der Tag, an dem man mir etwa fünf Stunden Interviewmaterial in die Hand drückt und ich beschließe, eines der größten GameStar-Projekte aller Zeiten auf die Beine zu stellen – einen zwei Wochen langen sogenannten Hero Content rund um den heißgeliebten Hexer.

Was ich dabei erlebe, färbt ähnlich viele meiner Haare grau wie der brutale Test zu Elden Ring, entfacht aber auch meine Liebe für Spiele nochmal völlig neu.

Der Test zu Elden Ring? Hart, aber berechenbar. Der Hero Content als Themenwoche voller Artikel, Videos und mehr ist hingegen ein abstraktes Riesenprojekt, das mich in einen kreativen Irrgarten führt. 

Elena Schulz
Elena Schulz

Elena Schulz liebt Deus Ex, gute Geschichten und unterschätzte Indie-Spiele. Wenn sie gerade nicht über Spiel-Design philosophiert, stolpert sie über ihre eigenen Füße. Mittlerweile ist die ehemalige GameStar-Redakteurin als Communications Managerin bei Mimimi Games tätig.

Einen Überblick über alle persönlichen Rückblicke unserer Redakteure findet ihr übrigens in unseren Webstories:

Die unerzählten Geheimnisse der Witcher-Spiele

Tagelang starre ich mit der Hingabe eines Hypnotiseurs auf ein leeres Notizbuch oder streiche kopfschüttelnd alles von der Romanreihe bis zum GameStar-Musical (leider!) wieder durch. Frustriert tue ich schließlich, was Studenten seit Jahrhunderten predigen: Ich lenke mich ab, indem ich endlich The Witcher 3 spiele und ignoriere mein Problem. 

An den Käse-Dungeon aus The Witcher 3 bleibt für Elena ein Highlight ihrer GameStar-Zeit! An den Käse-Dungeon aus The Witcher 3 bleibt für Elena ein Highlight ihrer GameStar-Zeit!

Und während ich von einem Leuchtturm aus die Sonne aufgehen sehe, Nekkerspuren im modrigen Sumpf nachjage oder der herzergreifenden Geschichte des blutigen Barons lausche, kommt mir die zündende Idee. Darüber müsste man schreiben, die Leser für all die verrückten und atemberaubenden Details begeistern – ach halt, Mist, ich bin ja Jahre zu spät dran! Es sei denn natürlich, jemand zaubert Stunden an unbekannten Geheimnissen aus dem Hut.

Ein völlig absurdes Szenario, das dann doch eintritt. Denn auf Michas Festplatte warten bislang ungehörte Interviews mit CD Projekt auf mich und in wenigen Minuten zimmern er, Heiko, Dimi und ich unsere persönliche Heldenreise von Weißgarten bis nach Skellige zusammen.

Die Witcher-Wochen waren wie Urlaub

Kennt ihr die Geschichte der Pestmaid? Oder wisst ihr, warum die Entwickler eine Insel verschoben haben, dass Katzen einen großen Bogen um Geralt machen oder ein reisender Händler das ganze Spiel auf seinen Schultern trägt? Wenn mein Mauszeiger über die interaktive Map gleitet, entlockt mir so mancher virtueller Stecknadelpunkt darauf ein Lächeln.

Ich erinnere mich an zig Stunden mit dampfendem Tee, in denen ich Interview für Interview höre. Gefolgt von weiteren Gesprächen mit den Entwicklern, in denen sie mir bis spät abends begeistert von der Entstehung des absurden Käse-Dungeons berichten: »Wir hätten nicht erwartet, dass jemand das wirklich wissen will.«

Video starten 11:25 Was andere Spiele von der Witcher-Quest des Blutigen Barons lernen können.

Spielejournalismus fühlt sich oft an wie ein All-Inclusive-Trip, der einen schnell von einem Last-Minute-Angebot zum nächsten bugsiert. Du kannst hier etwas anspielen, dort mit einem wichtigen Entwickler sprechen und produzierst dann eine Preview zur neuen Warzone-Map oder den gespannt erwarteten Ersteindruck zu Starfield.

Das hat seinen ganz eigenen Charme – aber die Witcher-Wochen fühlen sich für mich wie eine ganz andere Art von Urlaub an. Einer, in dem ein Einheimischer dich an die Hand nimmt, dir seine Lieblingsorte zeigt und gespannt wartet, ob sie dir genauso gut gefallen wie ihm. In diesen Momenten sind wir beide wie Kinder – Entwickler und Journalist gleichermaßen –, die sich einfach freuen, einen winzigen Schatz am Wegesrand entdeckt zu haben. 

Alle Inhalte zu den Witcher-Wochen findet ihr im oben verlinkten Artikel, falls ihr auch mal wieder Lust auf Urlaub im Witcher-Universum habt.

zu den Kommentaren (16)

Kommentare(13)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.