PvP in Amazons MMO New World - 50 gegen 50 statt alle gegen einen

Toxische Spielumgebung wegen »Player Killing«: Die Entwickler von New World erklären, warum das PvP-System Probleme gemacht hat und wie sie es ändern.

von Nils Raettig,
19.01.2020 13:46 Uhr

Spieler-Feedback zum Online-Rollenspiel New World aus der geschlossene Alpha führt teilweise zu großen Änderungen, unter anderem am PvP-System. Spieler-Feedback zum Online-Rollenspiel New World aus der geschlossene Alpha führt teilweise zu großen Änderungen, unter anderem am PvP-System.

Frustration durch PvP: In einem ausführlichen Reddit-Beitrag schildern die Entwickler des Amazon-MMOs New World genauer, wo die Probleme des ursprünglichen Systems für Kämpfe zwischen den Spielern lagen und wie sie dem dadurch entstehenden Frust mit Änderungen am System entgegenwirken wollen.

Game Director Scot Lane war gegenüber den Kollegen von Mein-MMO.de bereits Ende 2019 auf die grundlegende Neuausrichtung weg vom Survial-Spiel hin zu einem Open-World-MMO mit stärkerem PvE-Fokus eingegangen, der Reddit-Beitrag liefert jetzt weitere Hintergründe. So heißt es dort:

"Es war nie unsere Absicht, einer kleinen Gruppe von Spielern zu erlauben, andere Spieler zu tyrannisieren. Auf Basis dessen, was wir gesehen haben, wurde uns klar, dass wir grundlegende Änderungen vornehmen müssen statt kleiner Anpassungen (was wir während der geschlossenen Alpha-Phase mehrfach versucht haben)."

Ungleiche PvP-Kämpfe

Trotz der stärkeren Betonung von PvE-Elementen sollen PvP-Schlachten ein wichtiger Teil von New World bleiben. Trotz der stärkeren Betonung von PvE-Elementen sollen PvP-Schlachten ein wichtiger Teil von New World bleiben.

In der geschlossenen Alpha war man abgesehen von den Außenposten jederzeit potenziellen Angriffen durch andere Spieler ausgesetzt. Angreifer wurden dabei als Kriminelle gekennzeichnet und beim Tod im Kampf mit anderen Spielern stärker bestraft als Nicht-Kriminelle Spieler.

Starb man als Krimineller, verlor man man sein gesamtes Inventar und die ausgerüsteten Gegenstände. Wurde man dagegen durch einen Kriminellen getötet, behielt man zumindest die ausgerüsteten Gegenstände, wenn auch in etwas schlechterem Zustand als zuvor. Das so genannten »PKing« (»Player Killing«) hat das aber nicht verhindern können:

"Eines der Probleme, die wir mit diesem System beobachtet haben, bestand darin, dass einige Spieler mit einem hohen Level sehr oft Spieler mit einem niedrigen Level getötet haben."

Die Entwickler betonen zwar, dass nicht alle Spieler dieses Verhalten gezeigt hätten, es sei aber häufig genug aufgetreten, um gravierenden Probleme zu verursachen.

Terminvereinbarung zur Massenschlacht

Bei den Massenschlachten gibt es immer eine verteidigende und eine angreifende Seite. Bei den Massenschlachten gibt es immer eine verteidigende und eine angreifende Seite.

Der Kampf zwischen Spielern ist laut dem Reddit-Beitrag dennoch weiterhin ein wichtiger Aspekt für die Entwickler von New World, er soll aber fair, organisiert, skill-basiert und vor allem mit dem Einverständnis aller Beteiligten ablaufen.

Im aktuellen Zustand des Spiels sind damit die Kämpfe zwischen den Fraktionen und die entsprechenden Massenschlachten um Gebiete gemeint. Dabei kann eine Fraktion der anderen den Krieg in Bezug auf ein bestimmtes Territorium erklären. Auf höheren Levels kämpfen 50 Spieler pro Seite gegeneinander.

Die Schlacht findet in einem geschützten Bereich statt, der nur den für den Kampf ausgewählten Spielern zugänglich ist. Die Teilnahme daran ist freiwillig, Nachteile für das Auslassen von PvP-Kämpfen gibt es nicht, die entsprechenden Belohnungen für einen Sieg bekommt man im Gegenzug aber auch nicht.

Der Kampf mit KI-gesteuerten Figuren soll gleichzeitig unter anderem durch neue Gegner-Typen und die Verteidigung der eigenen Gebiete gegen immer neue Angriffswellen interessante gestaltet werden.

Der Release von New World ist für den 26. Mai 2020 geplant, vorab findet im April noch eine Closed Beta statt.

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