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Ein MMO für Solo-Spieler: Wie New World Story-Fans begeistern will

Amazon hat New World komplett umgekrempelt. Das MMO setzt jetzt verstärkt auf PvE statt PvP. Damit wird es auch für Solo-Spieler interessant.

von Elena Schulz,
20.12.2019 16:18 Uhr

Amazon hat New World drastisch verändert. Jetzt könnte das MMO auch für Solo-Spieler interessant sein. Amazon hat New World drastisch verändert. Jetzt könnte das MMO auch für Solo-Spieler interessant sein.

Bei der Ankündigung dürfte Amazons MMO New World keine Begeisterungsstürme bei Solo-Spielern ausgelöst haben: Massenschlachten? Zwangs-PvP? Kaum Story? Da suchen Singleplayer-Fans schneller das Weite, als ein Entwickler Shared World sagen kann.

Offenbar handelt es sich dabei aber keineswegs um eine laute Minderheit. Amazon hat die Bedenken nach der Alpha vernommen und sein neues MMO-Flaggschiff auf einen komplett neuen Kurs manövriert. Wie wir bereits berichtet haben, setzt New World nun stärker auf PvE und Inhalte, die man auch allein absolvieren kann.

Wie die Kollegen von Mein MMO im Interview mit den Entwicklern erfahren haben, steht die Story außerdem viel mehr im Mittelpunkt als anfangs gedacht. New World verzichtet zwar auf Cinematics und eine Haupthandlung, rückt aber eine andere spannende Erzählmethode für offene Welten in den Fokus: Environmental Storytelling - also die Geschichten, die die Spielwelt erzählt.

Die Welt erzählt die Geschichte

Laut Entwickler hat sich New World von einer Sandbox in ein Open-World-MMO verwandelt. Dazu passt nicht nur, dass die geplanten Survival-Elemente gestrichen wurden. Man verlässt sich anders als bei Ark: Survival Evolved und Co. nicht mehr nur auf die Geschichten, die die Spieler selbst schreiben.

Stattdessen werden Lore-Fetzen und Bruchstücke einer Erzählung überall in der Welt verteilt. Die Insel Aeternum war einst bevölkert, sodass sich den Überresten und Ruinen der alten Zivilisation noch das eine oder andere Geheimnis entlocken lässt, wenn man aufmerksam erkundet.

Durch all diese Details erfährt der Spieler mehr über die persönlichen Schicksale und Eindrücke der längst verschwundenen Bewohner der Insel. Ganz ähnlich wie bei Dark Souls und seinen Item-Beschreibungen wird aber jedem selbst überlassen, wie er die Informationen interpretiert. Die eine Wahrheit existiert nicht, weil wir nur persönliche Berichte wie Tagebücher vorfinden.

Die malerische Welt von New World soll viele interessante Geheimnisse beherbergen. Die malerische Welt von New World soll viele interessante Geheimnisse beherbergen.

Wie gut diese Methode funktioniert, steht und fällt aber natürlich mit der Qualität der versteckten Geschichten. Wo ein Dark Souls tragische Schicksale hinter Bossen erschafft, hat so mancher Kodex-Eintrag in großen Open-World-Spielen wenig Relevantes beizutragen. Erzählt die Welt zu wenig Interessantes, dürften die meisten Solo-Spieler die versteckte Story schnell ignorieren und sich im schlimmsten Fall langweilen.

In New World entspinnt sich übrigens immer noch eine Kolonialisums-Geschichte. Die hat sich im Laufe der Entwicklung aber stärker Richtung Dark Fantasy bewegt. Aeternum ist nun eine fiktive, übernatürliche Insel die von Monstern und besonderen Kreaturen bevölkert wird.

Besonders wird der Ort durch Azoth, eine einzigartige Ressource, die unsterblich machen soll, was erwartungsgemäß allerlei neugierige Abenteurer anzieht. Der wertvolle Stoff bringt aber ganz ähnlich wie die Macht in Star Wars zwei Seiten mit: Azoth steigert unsere Kräfte und das Gute in seinem Besitzer, aber auch schlechte Eigenschaften wie Gier und erschafft darüber korrumpierte Monster. Dadurch verändern sich Natur und Geschöpfe auf der Insel und die Substanz färbt sich je nach dem blau oder rot.

Das alles sieht optisch übrigens ziemlich beeindruckend aus, wie der neuste Trailer zu New World beweist:

New World - Neuer Trailer zeigt die neue Ausrichtung des Kolonial-MMOs 1:50 New World - Neuer Trailer zeigt die neue Ausrichtung des Kolonial-MMOs

Eigenheim & Quests statt PvP-Zwang

Aber Amazon will Solo-Spieler nicht nur über die Welt und ihre Geheimnisse abholen:

  • Es gibt keine Main Story, aber haufenweise NPC-Quests. Die sollen teilweise auch dynamisch Einfluss auf die Welt nehmen und umgekehrt.
  • Zwangs-PvP wurde abgeschafft: Kämpfe gegen Spieler funktionieren nun über eine Drop-In/Drop-Out-Mechanik. Wer keinen PvP spielen möchte, muss also nicht - zumindest wenn Amazon die Belohnungen der Modi fair ausbalanciert.
  • Drei Fraktionen: In New World kämpfen drei rivalisierende NPC-Fraktionen um Land und Ressourcen. Ihr dürft euch einer anschließen und gemeinsam Gebiete und Festungen einnehmen oder verteidigen.
  • Housing: In jeder Siedlung stehen Häuser zum Kauf bereit. Die lassen sich einrichten und dekorieren. Möbel könnt ihr finden oder selbst herstellen. Es existieren rein kosmetische Varianten und funktionale Einrichtungsgegenstände wie zum Beispiel Pelze als Deko, die einen nützlichen Buff gegen Biester verleihen.

Dem Entwickler zufolge soll New World genug Inhalte im PvE bieten, dass ihr PvP getrost ignorieren könnte. Wer will kann aber genauso auf Koop zurückgreifen, um gemeinsam die Welt zu erkunden oder Aktivitäten zu absolvieren. Da wären zum Beispiel die PvP-Massenschlachten mit insgesamt 100 Spielern (50vs50). Von denen ist inzwischen auch eine Koop-Variante gegen die KI geplant.

Schlachten sollen weiterhin eine spaßige Beschäftigung in New World werden - im PvP und gegen die KI. Schlachten sollen weiterhin eine spaßige Beschäftigung in New World werden - im PvP und gegen die KI.

Von Dark Souls inspirierte Kämpfe

Auch beim in der Alpha noch etwas behäbigen Kampfsystem hat sich einiges getan: New World soll jetzt flotte Action-Rollenspiel-Kämpfe im Stil von (ja, schon wieder) Dark Souls bieten - oder eher Sekiro, denn die Ausdauerleiste wurde entfernt. Dafür versprechen die Entwickler spürbares Trefferfeedback. Die Gefechte sollen stellungs- und skillbasiert ausfallen und sich um das direkte Anvisieren und Angreifen von einzelnen Gegnern drehen. Auch flinke Ausweichrollen gehören zu eurem Repertoire.

Die Waffen nehmen sich mit ihren Talentbäumen wiederum eher World of Warcraft zum Vorbild. Beispielsweise dürft ihr eine eigentlich schwerfällige Axt zum wendigen Schlagwerkzeug umfunktionieren, wenn ihr ein paar Punkte investiert. Für euren Charakter existieren ebenfalls Attribute, nur richtige Klassen wird es nicht geben.

Die Kämpfe nehmen sich wieder einmal Dark Souls zum Vorbild. Die Kämpfe nehmen sich wieder einmal Dark Souls zum Vorbild.

Das klingt auf dem Papier zumindest schön flexibel, gerade wenn man nicht auf eine bestimmte Klasse festgelegt ist, die zum Beispiel die Waffenwahl einschränkt. Star Wars Jedi: Fallen Order hat zudem schön gezeigt, wie sich ein soulsiges Kampfsystem auch in weniger knüppelharte Spielerfahrungen integrieren lässt.

Als Release-Zeitraum steht aktuell der Mai 2020. Vorab im April findet noch eine Beta statt. Zugang gibt es über die 50 Euro teure Deluxe-Edition. Alternativ ist das BuytoPlay-MMO New World auch schon für 40 Euro zu haben.

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