Psychologischer Horror
Wem nervenaufreibende Action und der Stress des Überlebens nicht so zusagt, der findet sein Horror-Match vielleicht eher in atmosphärischen Rätsel- und Storyspielen. Hier liegt das Augenmerk weniger auf offensichtlichen Schaurigkeiten, sondern häufiger auf dem diabolischen Spielen mit eurer Psyche. Viele Titel dieser Kategorie sind in Wirklichkeit anders, als sie zunächst erscheinen.
Fears to Fathom
- Entwickler: Rayll Studios
- Publisher: Rayll Studios
- Release: September 2024 (Episode 5)
Worum geht es? Fears to Fathom umfasst eine Reihe von interaktiven Horrorepisoden namens Home Alone, Norwood Hitchike, Carson House und Ironbark Lookout. Jede umfasst eine abgeschlossene Grusel-Kurzgeschichte mit wechselndem Szenario.
Im fünften Teil, Woodbury Getaway, fahrt ihr mit einem Freund in einer eisigen Winternacht in ein abgelegenes Städtchen, eigentlich um den Alltagsstress mal hinter euch zu lassen. Doch irgendetwas ist seltsam mit den Leuten, die euch umgeben und ihr bekommt immer mehr das Gefühl, dass heute Nacht etwas Schreckliches passieren wird. Doch wem könnt ihr vertrauen?
Wie spielt es sich? Alle Episoden sind im Grunde Walking Simulatoren. Der Großteil des Spiels besteht darin, Alltagssituationen zu bestreiten und Dialoge mit euren Mitmenschen zu führen. Zudem verlangt das Spiel mitunter von euch, knifflige Entscheidungen zu treffen und häufig müsst ihr vor den Antagonisten der Geschichte fliehen oder euch verstecken.
Gruselfaktor? Fears of Fathom setzt auf Psycho-Horror und lebt vor allem von einer beklemmenden Atmosphäre, während ihr detaillierte und spärlich beleuchtete Umgebungen erkundet. Dabei baut sich im Verlauf der Geschichte immer mehr Paranoia auf und ihr fühlt euch zunehmend unwohl, in der Nähe eurer Mitmenschen.
SOMA
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Soma - Story-Trailer zum Horrorspiel
- Entwickler: Frictional Games
- Release: 22. September 2015
Worum geht es? Im Sci-Fi-Horrorspiel SOMA schlüpft ihr in die Rolle von Simon, der nach einem Autounfall gesundheitliche Probleme hat und deshalb einwilligt, sich einem experimentellen neurologischen Scan seines Gehirns zu unterziehen.
Gerade noch im Untersuchungsraum, wacht ihr plötzlich an einem dunklen, kalten Ort auf, der völlig menschenleer scheint - tausende von Kilometern unter dem Meer. Euer einziger Kontakt ist eine euch unbekannte Frau, die euch via Funk durch das Unterwasser-Labor lotst.
Wie spielt es sich? In First-Person erkundet ihr die unheimliche Umgebung und versucht die Wahrheit hinter eurem Aufenthalt an diesem ungewöhnlichen Ort herauszufinden. Dabei stoßt ihr auf eine Reihe von Maschinenwesen, die euch feindlich gesinnt sind, allerdings könnt ihr ihnen nichts entgegensetzen und seid damit auf Verstecke angewiesen. Wie gut das letzten Endes funktioniert, erfahrt ihr in unserem Test.
Gruselfaktor? SOMA bietet keine lebhafte und abwechslungsreiche Welt, wodurch sich das Gefühl von Einsamkeit und Angst hervorragend aufbaut. Ihr seid euren Gegnern ausgeliefert und damit konstant auf der Hut. Zur Gruselatmosphäre kommt aber auch eine tiefgründige Story, die nicht nur Gänsehaut verursacht, sondern tief unter die Haut geht.
Layers of Fear 2
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Layers of Fear 2 - Test-Video zum Horrorspiel für PC, PS4 und Xbox One
- Entwickler: Bloober Team SA
- Publisher: Bloober Team SA/NA Publishing
- Release: Mai 2019
Worum geht es? Layers of Fear 2 erzählt eine vom Vorgänger unabhängige Geschichte, weshalb man ohne Probleme mit Teil 2 einsteigen kann. Ihr spielt einen Schauspieler auf einem zum Filmset umgebauten Kreuzfahrtschiff.
Er befindet sich allerdings in einer Schaffenskrise und sucht verzweifelt nach dem besten Weg einen Charakter zu porträtieren. Darin verliert die Hauptfigur sich völlig und driftet in Wahnvorstellungen und surrealem Horror ab. Die Story selbst bleibt aber eher vage.
Wie spielt es sich? Im Vergleich zum ersten Teil stehen die Spielmechaniken stärker im Fokus. Euch begegnen echte Gefahren in Form von Monstern, die euch jagen und deutlich mehr Rätsel. Insgesamt bleibt das Gameplay trotzdem sehr seicht, weil man meist nur mit einzelnen Objekten interagiert oder davonläuft und die Puzzle und Timing-Herausforderungen sich meist ohne viel nachzudenken lösen lassen. Wie genau sich das auf die Qualität des Spiels auswirkt, lest ihr in unserem Test.
Gruselfaktor? Der Star bleibt wie im ersten Teil die packende Horroratmosphäre, die durch die sich stets verändernde Umgebung erzeugt wird. Mal betretet ihr einen leeren Raum und werdet im nächsten Moment von einem Dummy überrascht, der dort eben definitiv noch nicht stand.
Mal wechseln die Bilder an der Wand oder ihr werdet gar in einen Schwarzweiß-Film katapultiert. Layers of Fear 2 spielt viel mit Filmästhetik und -referenzen.
Inscryption
1:00
Inscryption: Dieses grimmige Spiel erntet gerade Traum-Reviews bei Steam
- Entwickler: Daniel Mullins Games
- Publisher: Devolver Digital
- Release: Oktober 2021
Worum geht es? Inscryption ist ein Karten-Roguelike mit Escape-Room-Inspiration, was zunächst nicht nach klassischem Horror klingt. Aber dass es das Spiel in sich hat, weiß man, sobald man den Entwickler kennt. Der ist nämlich auch für das abgedrehte Pony Island bekannt, das seine Spieler bereits gehörig in die Irre geführt hat.
Wie spielt es sich? Ihr spielt eure Karten aus, um zu überleben und werdet dabei immer tiefer in eine skurrile Horrorwelt hinabgezogen, weil jede eine unheimliche Geschichte mitbringt. Inscryption mag oberflächlich wie ein klassisches Deckbuilding Game wirken, beweist aber schnell, dass nichts so ist, wie es scheint.
Gruselfaktor? Das schaurige Dark-Fantasy-Szenario sorgt schon für Gruselstimmung. Der wahre Horror rührt aber eher von der Unberechenbarkeit des Spiels her. Ihr wisst nie, was euch erwartet und hinter der Fassade steckt wesentlich mehr als nur ein Videospiel.
Doki Doki Literature Club
- Entwickler: Team Salvato
- Release: September 2017
Worum geht es? Doki Doki Literature Club hat auf den ersten Blick überhaupt nichts mit Horror zu tun. Es handelt sich um eine niedliche Dating-Simulation als Visual Novel. Wir sind das einzige männliche Mitglied des Literatur-Clubs an unserer Schule, weil unsere beste Freundin uns überredet hat beizutreten. Hier dürfen wir anschließend allen weiblichen Mitgliedern schöne Augen machen, um unsere Traumfrau zu finden und zu erobern.
Allerdings wird die Geschichte mit der Zeit überraschend düster, als ernste Themen wie Depressionen angesprochen werden. Das ist aber nur die Oberfläche des wahren Horrors hinter dem scheinbar harmlosen Adventure.
Wie spielt es sich? Visual Novels in im Prinzip spielbare Bücher. Ihr klickt euch also nur durch illustrierte Bildschirme mit Textboxen. Nur die Körper und Gesichtsausdrucke der Figuren sind gelegentlich ein wenig animiert. Oder ihr bastelt mal aus ein paar Wörtern ein Gedicht für den Literatur-Club zusammen.
Gruselfaktor? Was wirklich dahintersteckt, wollen wir aus Spoilergründen nicht verraten. Der Effekt funktioniert nur richtig, wenn man es selbst erlebt. Aber schnell wird klar, dass es um etwas ganz anderes als die erste große Liebe geht und das Spiel in Wahrheit sogar ein bisschen mit uns spielt.
The Medium
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The Medium fängt gut an und wird dann immer besser - Testvideo zum Next Gen-Horror auf PC und Xbox Series X | S
- Entwickler: Bloober Team
- Release: Januar 2021
Worum geht es? In The Medium spielt ihr natürlich ein Medium, das mit der Geisterwelt kommunizieren kann. Ihr reist in ein verfallenes Resort, um dort ein düsteres Geheimnis zu lüften und löst Rätsel, indem ihr gleichzeitig in der echten Welt und in der übernatürlichen Welt handelt - per Splitscreen.
Wie spielt es sich? Die sperrige Steuerung und zu weit auseinanderliegende Checkpoints können manchmal für Frust sorgen. Dafür zündet die Kombi aus interessanten Rätseln und nervenaufreibenden Schleichpassagen meistens. Außerdem erzählt The Medium unserem Test nach eine spannende Geschichte rund um vielschichtige Figuren.
Gruselfaktor? Der Horror von The Medium entsteht vor allem über die filmreife Inszenierung, angsteinflößende Gegner und eine gruselige Soundkulisse.
Dead Signal
- Entwickler: Reflect Studios
- Release: 20. Oktober 2023
Worum geht es? Sicherheitskameras gibt es mittlerweile fast an jeder Ecke. Diese sollen zwar Verbrechen vermeiden und aufklären, werden allerdings hier und da auch von zwielichtigen Organisationen zweckentfremdet - zumindest in Dead Signal.
Ihr arbeitet für eine Gruppierung, die im Darknet Geld mit allem macht, was kriminell ist. Dazu behaltet ihr Kameras in öffentlichen und privaten Gebäuden im Auge und meldet alles, was von Interesse ist, eurem Boss. Allerdings ist eure erste Nacht in diesem Business nicht gerade ruhig, denn einige Konkurrenten haben Auftragsmörder auf euch angesetzt.
Wie spielt es sich? Aus der Egoperspektive lauft ihr durch euer Wohngebäude, checkt eine Vielzahl von Überwachungskameras am PC in eurer Wohnung und liefert Pakete aus, die Kundinnen und Kunden im Darknet bestellt haben.
Da euch ein paar kaltblütige Killer auf dem Kieker haben, ihr euch aber nicht verteidigen könnt, müsst euch andere Strategien überlegen, um die Nacht zu überleben. Ihr versteckt euch, nutzt verschiedene Alarmsysteme und rennt davon. Alles während ihr versucht, euer Arbeitspensum zu schaffen, denn tut ihr das nicht, heißt es »Game Over« und nochmal von vorn.
Gruselfaktor? Dead Signal treibt euch vor allem zu Beginn den kalten Angstschweiß auf die Stirn. Ständig überraschen euch neue Bedrohungen und ihr fühlt euch völlig hilflos. In diesem Spiel geht es darum, die Angst vor dem Unbekannten zu überwinden und die Paranoia zum eigenen Vorteil zu nutzen.
Chilla's Art-Reihe
- Entwickler: Chilla’s Art
- Release: Seit Juni 2019
Worum geht es? Chilla’s Art ist ein japanisches Indie-Studio, das seit 2019 einzigartige, kurze Horrortitel entwickelt. In jedem Spiel wird eine eigene Geschichte behandelt, die manchmal übernatürliche Gestalt annehmen und manchmal sehr realen Horror thematisieren.
So verschlägt es euch beispielsweise in The Bathhouse als neue Mitarbeiterin in einen japanischen Onzen, in dem es ganz fürchterlich zu spuken scheint. In Parasocial hingegen übernehmt ihr die Rolle einer Vtube-Streamerin, die von einem Stalker belästigt wird.
Wie spielt es sich? Alle Spiele von Chilla’s Art spielt ihr aus der Egoperspektive. Euch stehen keine Waffen oder Ähnliches zur Verfügung und ihr lebt einfach das Leben der Protagonistinnen und Protagonisten nach.
Ihr geht Alltagsbeschäftigungen nach, redet mit Menschen und löst gelegentlich ein paar Rätsel, während die Stimmung immer unheimlicher wird. Trefft ihr auf Bösewichte, ist eure einzige Chance häufig: weglaufen und verstecken.
Gruselfaktor? Diese Spiele setzen größtenteils auf subtilen Horror. Allein der Look der Charaktere lässt einen erschaudern und während ihr ganz alltägliche Dinge tut, habt ihr ständig das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Seid aber gewarnt: Die verarbeiteten Themen sind ebenfalls keine leichte Kost und spiegeln häufig die Realität wider. Dazu zählen Stalking und Missbrauch.
No, I'm not a Human
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No, I'm not a Human: Monster oder Mensch, wer steht euch gegenüber? Mit diesem Konzept feiert das Horrorspiel gerade Erfolge
- Entwickler: Trioskaz
- Publisher: Critical Reflex
- Release: 15. September 2025
Worum geht es? In der Welt ist die Apokalypse ausgebrochen. Die Sonne ist so heiß geworden, dass man das Haus tagsüber nicht mehr verlassen kann, weshalb sich das gesellschaftliche Leben nur noch nachts abspielt. Aber das ist noch nicht genug: Unter die Leute haben sich sogenannte »Besucher« gemischt, die ihre wahre Identität zu verschleiern versuchen, um ungestört an Menschenfleisch zu kommen.
Ihr habt euch zuhause verbarrikadiert und schenkt hilfsbedürftigen Menschen Obdach. Doch ihr müsst aufpassen: Lasst ihr aus Versehen Besucher in euer Haus, kann eure Geschichte ganz schnell enden.
Wie spielt es sich? Ihr befindet euch die ganze Zeit in euren eigenen vier Wänden. Nachts klopft es regelmäßig an der Haustür und ihr führt kurze Gespräche mit den Gästen, nach denen ihr entscheidet, ob ihr sie einlasst oder nicht.
Am Tage könnt ihr mit ihnen quatschen und untersuchen, ob nicht doch einer der berüchtigten Besucher hinter ihnen steckt. Falls sich tatsächlich einer eingeschlichen hat, wird er nach und nach eure anderen Gäste umlegen. Um das zu verhindern, solltet ihr ihn schleunigst entlarven und eigenhändig loswerden.
Gruselfaktor? Bereits der erste Blick auf dieses Spiel dürfte sein Übriges tun. Der Artstyle ist mindestens genauso skurril wie die Charaktere, auf die ihr trefft. Musik und Story sind entsprechend schaurig und sorgen für Stimmung. Vor Jumpscares müsst ihr aber keine Angst haben.
Mouthwashing
- Entwickler: Wrong Organ
- Publisher: Critical Reflex
- Release: September 2024
Worum geht es? In Mouthwashing begleitet ihr die fünf Crew-Mitglieder eines Weltraumfrachters, der bei einer mehrjährigen Transportmission mit einem Asteroiden zusammenstößt. Ohne Aussicht auf Rettung und nur mit begrenzter Verpflegung fällt die Mannschaft nach und nach dem puren Wahnsinn anheim. Das Trinken der alkoholhaltigen Mundspülung, die der Frachter transportiert, hilft dabei nicht.
Wie spielt es sich? Im Vordergrund steht die vertrackte Story des Spiels. Ihr erlebt die Vorgeschichte des Unfalls sowie all seine Auswirkungen in nichtlinearer Reihenfolge. Dabei erkundet ihr die Gänge des Schiffs, und knobelt zwischendurch an simplen Rätseln oder bringt Schleichpassagen hinter euch. Durch Dialoge zwischen den sich immer mehr misstrauenden Crew-Mitgliedern eröffnet sich euch nach und nach der eigentliche Abgrund der Geschichte. Eine kleinen Inhaltswarnung geben wir euch auch noch mit: Im Spiel werden Themen wie Suizid und sexuelle Übergriffe behandelt.
Gruselfaktor? Mouthwashing geht durch seine verstörende Geschichte unter die Haut. Die gewollt altmodische PSX-Grafik unterstreicht dabei die Wirkung der albtraumhaften Sequenzen zusätzlich. Dabei wird außerdem mehr auf Atmosphäre als auf Jumpscares gesetzt, was natürlich nicht heißt, dass es keine gibt. Die kurze Spielzeit von knapp zwei Stunden macht es außerdem zum perfekten Kandidaten für einen einzelnen Gruselabend.
Routine
1:30
Routine: 13 Jahre nach Ankündigung soll das Sci-Fi-Horrorspiel noch dieses Jahr endlich erscheinen
- Entwickler: Lunar Software
- Publisher: Raw Fury
- Release: Dezember 2025
Worum geht es? Routine hat ganz schön lange auf sich warten lassen. Nach 13 Jahren Entwicklungszeit voller Höhen und Tiefen ist der Sci-Fi-Horror endlich auf dem Mond gelandet. Hier steht ein Touristenresort und ihr erwacht nach einer obligatorischen Isolationszeit als Software Ingenieur - gruselig! Ach ne, jetzt geht’s ja erst los. Die Mondbasis ist nämlich menschenleer, und ihr sollt jetzt herausfinden, warum. Ganz allein seid ihr dabei allerdings nicht, denn mysteriöse Roboter treiben ihr Unwesen, gegen die ihr euch nicht wirklich zur Wehr setzten könnt.
Wie spielt es sich? Ihr seid kein ausgebildeter Kämpfer, sondern Ingenieur und das macht sich auch im Gameplay bemerkbar. Als »Waffen« stehen euch lediglich Aufmerksamkeit, schnelle Beine und euer Talent zum Verstecken zur Verfügung. Euer Kosmonauten-Hilfswerkzeug hilft euch dabei, Türen zu öffnen und Terminals zu entschlüsseln. Auf diese Weise taucht ihr immer mehr in die Geschichte ein und versucht sie lebend wieder zu verlassen.
Gruselfaktor? Ihr dürftet euch auf der Mondbasis ziemlich einsam fühlen, was sich auch auf den Gruselfaktor auswirkt. Die Stimmung lässt sich als klaustrophobisch und minimalistisch zusammenfassen, vielleicht wie ihr es aus SOMA oder Alien: Isolation kennt. Dabei verzichtet Routine auf störende HUD-Elemente und lässt euch ganz in die Atmosphäre eintauchen. In unserem Test erfahrt ihr, ob sich die 13 Jahre Wartezeit gelohnt haben.
AILA
1:02
Wenn Videospiele zu real werden: Im neuen Horrorspiel A.I.L.A. will eine KI euch Angst einjagen
- Entwickler: Lunar Software
- Publisher: Raw Fury
- Release: Dezember 2025
Worum geht es? Für viele ist das Thema KI zu einem echten Horrorthema geworden. In AILA nimmt die fortschrittliche Technologie allerdings ganz neue Ausmaße an. Als Spieletester prüft ihr, was die »Künstliche Intelligenz für spielerische Anwendungen« so drauf hat und werdet von ihr in immer schlimmere Szenarien geworfen, die sich an den Ängsten des Protagonisten orientieren.
Wie spielt es sich? Euch werden mehrere Szenarien präsentiert, durch die ihr wie in einem klassischen Walking Simulator durchspaziert. Naja, »spazieren« trifft es nicht ganz, es ist vermutlich eher ein vorsichtiges Tippeln. So versucht ihr religiösen Kulten zu entkommen oder Zombies im Mittelalter auszuschalten. Dabei löst ihr aber auch verschiedenartige Rätsel und wechselt per Fernbedienung zwischen den Realitäten. Auch auf Waffen habt ihr Zugriff, damit fühlt ihr euch aber nicht unbedingt sicherer.
Gruselfaktor? Allein die Settings dürften euch die Gänsehaut auf die Arme treiben und euch gleichzeitig an das Who-is-Who der Horrorspiele-Landschaft erinnern. Gepaart mit einer unheimlichen KI, die alles beobachtet, was ihr so verzapft, stellt sich eine gebührende Paranoia ein. Die wechselnden Szenarien sorgen gleichzeitig dafür, dass ihr euch nicht zu sehr an die Schrecken gewöhnt und immer wieder auf neues gefasst sein müsst. Das hat Natalie auch am eigenen Leib erfahren.
Pathologic 3
- Entwickler: Ice-Pick Lodge
- Publisher: HypeTrain Digital
- Release: Januar 2026
Worum geht es? In Pathologic 3 müsst ihr abermals gegen eine pestähnliche Epidemie ankommen, dieses Mal habt ihr dafür aber nur zwölf Tage Zeit. Als der Arzt Daniil Dankovsky nehmt ihr eine tödliche Seuche unter die Lupe, die eine ganze Stadt in den Abgrund reißt.
Wie spielt es sich? Ihr diagnostiziert Erkrankte, ordnet Quarantänen an und versucht euch mit den Stadthaltern gut zu stellen, um den Ort zu retten. Dabei trefft ihr immer wieder auf moralische Dilemmas und euer Weg kann euch in viele Richtungen führen. Findet ihr euch einmal in einer Sackgasse wieder, dreht ihr die Zeit zurück und trefft hoffentlich bessere Entscheidungen.
Gruselfaktor? Pathologic 3 lebt von der düsteren Atmosphäre und dem immersiven Storytelling. Es ist kein Schocker, der euch vom Sitz aufspringen lässt, sondern lässt euch in seine hoffnungslose Welt eintauchen.
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