Übernatürlicher Horror
Ja, so ein bisschen ist diese Kategorie für Spiele, die übrig geblieben sind. Spiele, die trotz ihrer Merkmale von Survival- oder psychologischem Horror irgendwie nicht so ganz in diese Kategorien passen. Bei ihnen liegt der Fokus ganz klar auf dem Setting, in dem sich Dinge abspielen, die wir in der Realität (hoffentlich) nie erleben werden.
The Mortuary Assistant
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The Mortuary Assistant wird euch in unter einer Minute zum Schreien bringen
- Entwickler: Darkstone Digital
- Publisher: DreadXP
- Release: August 2022
Worum geht es? In The Mortuary Assistant beginnt ihr eine Ausbildung bei der RIver Fields Leichenhalle und lernt, wie ihr die Toten einbalsamiert. Eines Nachts müsst ihr euch jedoch um eine Reihe sehr spezieller Körper kümmern und stoßt dabei noch auf ein düsteres Geheimnis.
Wie spielt es sich? Ihr müsst nämlich nicht nur den Einbalsamierungsprozess begleiten, sondern gleichzeitig noch okkulte Rituale durchführen, um Dämonen zu verbannen. Jeder einzelne treibt dabei die Geschichte voran. So erfahrt ihr nach und nach mehr über die Geschichte der mysteriösen Rebecca Owens.
Gruselfaktor? In The Mortuary Assistant wisst ihr nie, wann und wo die Dämonen zuschlagen. Denn jeder Durchlauf ist einzigartig. Entsprechend gibt es hier keine einzige Sekunde, zu der ihr euch in Sicherheit wiegen könnt.
Call of Cthulhu
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Call of Cthulhu - Video zum Test: Wenig Horror, aber viele clevere Details
- Entwickler: Cyanide Studios
- Publisher: Focus Home Interactive
- Release: Oktober 2018
Worum geht es? In Call of Cthulhu spielen wir den Privatdetektiv Edward Pierce, den es in den 20er-Jahren in ein Fischerdorf verschlägt, um den rätselhaften Tod einer Malerin und ihrer Familie aufzuklären. Hier beginnt eine atmosphärische Spurensuche, in der wir immer tiefer in die unheimlichen Geschichten rund um Lovecrafts »Cosmic Horror« verstrickt werden.
Wie spielt es sich? Es gibt vereinzelte Sequenzen, in denen wir vor Monstern oder Gegnern fliehen oder schleichen müssen. Meistens ermitteln wir aber, in dem wir Tatorte untersuchen, Leute befragen, Geschehnisse rekonstruieren und unsere Fähigkeiten clever einsetzen. Ähnlich wie in einem Rollenspiel dürfen wir nämlich Punkte investieren.
Gruselfaktor? In einer guten Horror-Liste darf natürlich auch H.P. Lovecraft nicht fehlen. Call of Cthulhu nutzt die Lizenz des gleichnamigen Pen&Paper-Rollenspiels. Im Mittelpunkt steht der klassische Lovecraft-Wahnsinn rund um Schrecken, die den menschlichen Geist übersteigen und uralte kosmische Gottheiten. Unser Test lobt Atmosphäre und Handlung des Horrorspiels. Nur die simplen Spielmechaniken kommen weniger gut weg.
Project Zero: Maiden of Black Water
12:32
Project Zero - Das traurige Ende einer großartigen Serie
- Entwickler: Koei Tecmo
- Publisher: Koei Tecmo
- Release: Oktober 2021 (PC)
Worum geht es? Der mysteriöse Berg Hikami wird in Project Zero: Maiden of Black Water (beziehungsweise Fatal Frame in den USA) von allerlei unheimlichen Gestalten und damit einhergehenden Unfällen heimgesucht. Mit Yuri, Miu und Ren werden drei ungleiche Helden vom geschichtsträchtigen Ort magisch angezogen und in seine düsteren Geheimnisse verstrickt.
Wie spielt es sich? Ihr kämpft nicht mit Waffen gegen die bösen Geister oder lauft nur weg, sondern nutzt die sogenannte Camera Obscura, mit der ihr sie auf Bilder bannen könnt. Oder ihr zieht die Fotos zu Rate, um die Lösungen für kleine Rätsel aufzudecken. Außerdem erfahrt ihr über die Fähigkeit des Schattenlesens mehr über die hier am Berg unglücklich Verstorbenen.
Gruselfaktor? Project Zero: Priesterin des Schwarzen Wasser ist ein Remaster des ehemals exklusiv auf der Wii U erschienen fünften Teils der Horrorreihe aus Japan. Und wir können ihn leider nur eingeschränkt empfehlen - trotz inzwischen positiver Steam-Reviews müsst ihr euch auf hakelige PC-Technik mit wenig Komfort, sowie ein paar fragwürdige Designentscheidungen wie knappe Charakter-Outfits einlassen, um Freude mit dem Spiel zu haben.
Könnt ihr das verzeihen, entfaltet Project Zero aber auch heute noch einen einzigartigen Charme. Mit japanischer Folklore begegnet euch unverbrauchter Grusel, den ihr nur mit einer Kamera bewaffnet bezwingen könnt. Das sorgt konstant für eine unglaubliche Anspannung, weil ihr nie wisst, was euch als Nächstes vor die Linse krabbelt, schwebt oder kriecht.
DARQ
1:02
DARQ - Trailer zeigt neue Grafik für das Horrorspiel
- Entwickler: Unfold Games
- Release: August 2019
Worum geht es? Der kleine Junge Lloyd wird sich in DARQ plötzlich bewusst, dass er sich in einem Traum befindet. Leider handelt es sich um einen Albtraum und Lloyd kann nicht einfach aufwachen. In seinem Unterbewusstsein leben zudem schreckliche Kreaturen, die ihn jagen. Lloyd hat keine Chance, sich zu wehren, weshalb er Konfrontationen aus dem Weg gehen und einen Ausweg finden muss.
Wie spielt es sich? Lloyd schleicht dabei nur mit einer Taschenlampe bewaffnet durch die Finsternis. In der Traumwelt muss er auch Rätsel lösen. Die sind allerdings nicht der Physik der realen Welt unterworfen, sodass man geschickt die Welt um sich herum manipulieren kann. Es ist etwa möglich, Räume so zu drehen, dass man an den Wänden oder der Decke laufen kann. Für aufmerksame Spieler gibt es auch optionale Geheimnisse zu entdecken.
Gruselfaktor? Die Albtraumwelt setzt nicht nur auf eine unheimlich düstere Optik, sondern konfrontiert euch auch immer wieder mit schaurigen Lichteffekten oder Monstern, die im Schatten auf euch lauern.
Moons of Madness
12:36
Moons of Madness - 12 Minuten Gameplay zum SciFi-Horror für PS4 und Xbox One
- Entwickler: Rock Pocket Games
- Publisher: Funcom
- Release: Oktober 2019
Worum geht es? Das Psycho-Horrorspiel Moons of Madness lässt sich von Lovecraft inspirieren und spielt (auch wenn der Name den Anschein erweckt) nicht auf dem Mond, sondern dem Mars. Dort leidet der Astronaut Shane Newehart unter psychischen Problemen. Er wird auf einem wissenschaftlichen Außenposten mit übernatürlichen Phänomenen konfrontiert, die ihm langsam den Verstand rauben.
Wie spielt es sich? Spielerisch erkunden wir dabei die Station und den roten Planeten, während wir der Geschichte folgen. Unsere angeschlagene mentale Gesundheit lässt uns auch Halluzinationen sehen und wird spielerisch über die sogenannte »Zone-Out-Mechanik« eingebracht. Uns werden darüber Flashbacks aus der Vergangenheit gezeigt oder aber eine Vision einer möglichen Zukunft. Um zu fliehen, müssen wir herausfinden, was echt ist und was nicht und die Maschinen der Station geschickt manipulieren.
Gruselfaktor? Der Lovecraft-Einfluss soll für ein permanentes Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung sorgen, weil wir den Schrecken des Weltalls nichts entgegensetzen können.
The Sinking City
12:30
The Sinking City - Video: Dieses Spiel hält uns nicht für Idioten - auf eigenes Risiko
- Entwickler: Frogwares Games Development
- Publisher: Bigben Interactive
- Release: Juni 2019
Worum geht es? The Sinking City ist ein von H.P. Lovecraft inspiriertes Open-World-Adventure, in dem wir als Privatdetektiv Charles W. Reed in die fiktive Stadt Oakmont, Massachusetts, in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts geraten.
Wie spielt es sich? Die Stadt können wir in der 3rd-Person-Ansicht frei erkunden, allerdings herrschen hier Wahnsinn und Verfall - außerdem sind viele Bereiche überflutet, wir brauchen also oft ein kleines Motorboot. Eine übernatürliche Macht spielt mit dem Verstand der Einheimischen und es liegt an uns, das Geheimnis der Stadt zu lüften, bevor wir selbst dem Wahnsinn verfallen.
Allerdings müssen wir uns dabei auch Monstern zur Wehr setzen und können dazu Waffen wie Pistolen oder Schrotflinten einsetzen. Wie in den Sherlock-Holmes-Spielen des Entwicklers treten wir darüber hinaus als Detektive auf, befragen Zeugen, untersuchen Tatorte und verfolgen Spuren, um hinter die Ursache des Wahnsinns zu kommen.
Das erzeugt gemeinsam mit der Story Spannung und lenkt von den sehr fummeligen Schusspassagen, der gleichförmigen Welt oder starren Animationen ab, die wir in unserem Test bemängelt haben.
Gruselfaktor? The Sinking City integriert den schaurigen Lovecraft-Horror wunderbar in seine wendungsreiche Geschichte und platziert auch immer wieder Horrorelemente wie eklig mutierte kleine Ratten in der Welt, die uns beim Spielen den einen oder anderen Schrecken einjagen.
Little Nightmares-Reihe
9:03
Little Nightmares 3 - Test-Video zum Grusel-Spiel, das ihr auch im Koop erleben könnt
- Entwickler: Tarsier Studios
- Publisher: Bandai Namco
- Release: Seit April 2017
Worum geht es? In Little Nightmares stellt sich die kleine Protagonistin Six ihren schlimmsten Kindheitsängsten und versucht, sich möglichst ungesehen aus ihrem persönlichen Gefängnis zu befreien. Ohne Erinnerung, wie sie an diesen Ort gelangt ist, versucht sie, sich mit Köpfchen an den angsteinflößenden Kreaturen vorbeizuschleichen.
In der Fortsetzung folgen wir einer neuen Figur namens Momo, die sich jetzt zur Wehr setzt. Auch hier bewegt ihr euch durch die schaurige Welt der Albträume. Little Nightmares 3 bietet erstmals einen Koop-Modus. Ihr steuert zu zweit die beiden Protagonisten Low und Alone, die mit Bogen und Schraubenschlüssel bewaffnet einen Ausweg aus dem Nirgendwo suchen. In unserem Test erfahrt ihr, ob dieser Teil etwas für euch ist.
Wie spielt es sich? In allen Teilen der Reihe erwartet euch ein Sidescroller, bei dem ihr Kinder durch eine aus dem Verhältnis geratene Welt steuert.
Ihr erscheint viel kleiner als eure Umgebung und nutzt so Schubladen und Bücher als Treppen und versteckt euch hinter Alltagsgegenständen vor den bizarren Bewohnern des Hauses. Little Nightmares ist eine Mischung aus Rätselspiel und Plattformer, bei dem gelegentlich auch ein Gefühl für Timing gefragt ist.
Gruselfaktor? Ähnlich wie auch Darq setzt Little Nightmares auf einen düsteren Look, verzerrtes Monster-Design und schaurige Licht- und Schatteneffekte. Ihr fühlt euch im wahrsten Sinne des Wortes klein und verletzlich und lasst euch von Level- und Sounddesign vorantreiben.
Bye Sweet Carole
1:40
Der Platformer Bye Sweet Carole sieht aus wie Oldschool-Disney, ist aber ein Horrorspiel
- Entwickler: Little Sewing Machine
- Publisher: Maximum Entertainment
- Release: 9. Oktober 2025
Worum geht es? Bye Sweet Carole ist ein komplett handgezeichneter Platformer, in dem ihr als Protagonistin Lana im England des frühen 20. Jahrhunderts nach eurer Freundin Carole sucht. Eure Suche führt euch ins Internat »Bunny Hall«, in dem junge Mädchen zu Damen gemacht werden sollen.
Statt einer Schule für gutes Benehmen findet ihr aber einen Übergang in das mysteriöse Königreich Coralla. Was nach Märchen klingt, entpuppt sich aber rasch als Grusel-Trip voller Teerhasen und finsterer Geheimnisse.
Wie spielt es sich? Ihr entblättert die 2D-Welt und ihre Geschichte mittels Jump'n'Run-Passagen und Rätseleinlagen und sprecht auf eurer Reise mit kuriosen Charakteren. Um den überall lauernden Gefahren zu entkommen, verwandelt ihr euch sogar selbst in einen kleinen Hasen.
Gruselfaktor? Herzstück ist bei diesem Spiel ganz klar der Look. Bye Sweet Carole erinnert nicht durch Zufall an altbekannte Disney-Filme. Genau das macht den Mix mit Gruselelementen besonders spannend. Dieser Titel dürfte sich vor allem für Horror-Einsteiger eignen.
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