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Call of Duty Vanguard gespielt: Unser Fazit zur ersten Alpha

Die erste Testphase von CoD Vanguard ist vorbei. Wir verraten euch, was wir von Movement, Waffen-Handling und dem neuen Modus Champion Hill halten – und welche Fragen offen bleiben.

von Stephanie Schlottag,
30.08.2021 16:58 Uhr

Endlich konnten wir Call of Duty Vanguard selbst ausprobieren - zumindest ein bisschen. Denn die erste Alpha lief exklusiv für Sony-Konsolen und enthielt nur einen einzigen Modus. Wir wollen euch unser Fazit natürlich trotzdem nicht vorenthalten: Hier erfahrt ihr, was wir von Waffengefühl, der zerstörbaren Umgebung und mehr halten.

Was haben wir gespielt? In der Open Alpha zu Call of Duty: Vanguard war nur der neue Modus Champion Hill verfügbar, sowohl im Duo als auch im Trio. Wir haben ihn auf PS4 und PS5 gespielt. Wann auch PC-Spieler loslegen dürfen und wann die offene Beta geplant ist, erfahrt ihr hier:

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Waffen: Wie fühlen sich die Knarren in Vanguard an?

Darum geht's: Passend zum Setting im Zweiten Weltkrieg erscheinen natürlich jede Menge neuer Waffen. Die Knarren lassen sich wieder beim Gunsmith anpassen, wo ihr neue Läufe, Magazine und sogar Munitionstypen auswählt. Bisher sind 12 Waffen bekannt, die auch in der Alpha verfügbar waren.

Ebenfalls wieder mit dabei ist das Auflegen - also das Abstützen eurer Waffe an Wänden oder Vorsprüngen, um möglichst wenig Deckung zum Schießen aufzugeben. Dieses System wurde sogar erweitert, ihr könnt jetzt auch blind aus Deckungen feuern und euch bewegen, während ihr eure Waffe aufgelegt habt.

Unsere Erfahrung in der Alpha: In Sachen Waffenhandling ist Vanguard sehr nah an Modern Warfare. Wenig verwunderlich, laufen beide Spiele ja auch mit derselben Engine. Das Zielen geht flüssig, die meisten Waffen fühlen sich angenehm wuchtig an. Bleibt abzuwarten, wie viel wir beim Gunsmith tatsächlich anpassen können. Was die Time-to-Kill angeht - die kam uns ähnlich kurz vor wie aktuell in Warzone.

Das neue Auflegen könnte in größeren Spielmodi sehr spannend werden, wenn wir unseren Kameraden aus relativer Sicherheit Feuerschutz geben. Allerdings darf das natürlich nicht dazu führen, dass Camper leichtes Spiel haben! Gefühlt war die Sniper ausgesprochen leicht zu beherrschen, aber das mag aufgrund der geringen Waffenauswahl täuschen. Außerdem konnten wir bisher natürlich nur die Controller-Steuerung ausprobieren.

Außerdem mussten wir feststellen: Trotz Zweiter-Weltkriegs-Setting bekommen wir schon in der Alpha auffällig viele Maschinengewehre und -Pistolen in die Hand gedrückt. Die sind zwar allesamt zeitgenössisch, dominieren aber aufgrund ihrer Beliebtheit schon jetzt das Schlachtfeld, während Karabiner und Repetierer in den Hintergrund rücken. In Kombination mit den vielen Zielhilfen und Aufsätzen kommen wir nicht drumherum zu bemängeln, dass die Atmosphäre darunter spürbar leidet.

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Movement: Wie fühlt sich Sprinten, Springen und Sliden an?

Darum geht's: In CoD Vanguard kehren Bewegungen zurück, die uns aus Modern Warfare bestens vertraut sind, zum Beispiel der taktische Sprint oder das sogenannte »Slide Cancelling«. Letzteres bedeutet, dass ihr einen taktischen Sprint einlegt, über den Boden rutscht, auf die Kriechen-Taste drückt und dadurch direkt weitersprinten könnt. Somit ist es theoretisch möglich, unbegrenzt lange zu sprinten. In Teilen der Community ist dieses Feature extrem unbeliebt, andere freuen sich über die Möglichkeit.

Unsere Erfahrung in der Alpha: Das Movement in Vanguard vermittelt wieder deutlich mehr Gewicht als noch in Cold War, daran ändert auch das schnelle Sliden nichts. Mit nervigem »Bunny Hopping« dürfte Schluss sein, in der Alpha hopsten unsere Operators maximal kniehoch. Insgesamt fühlt sich das alles sehr nach dem geerdeten Modern Warfare an - einerseits angenehm geschmeidig, andererseits gibt's aber ebenso keine großen Innovationen. Ein Problem, das Call of Duty schon lange verfolgt. Redakteur Peter hätte da einen radikalen Vorschlag:

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Der neue Modus: Wie gut ist Champion Hill?

Darum geht's: Champion Hill ist ein komplett neuer Spielmodus und ersetzt in Vanguard die Gunfights. Acht Teams treten in Runden gegeneinander an, jede Truppe hat eine begrenzte Anzahl an Leben. Sieger ist, wer am Ende übrig bleibt. Für jedes Match wechselt ihr in eine von vier Arenen, zwischendurch gibt's Kaufrunden, in denen ihr Waffen, Granaten, Killstreaks und Perks erwerbt. Geld bekommt ihr natürlich für Kills oder als Loot - soweit, so gewohnt.

Unsere Erfahrung in der Alpha: Euch ist normales Battle Royale wie in Warzone zu langsam? Ihr wollt euch am liebsten auf kurze und mittlere Distanz messen? Sehr gut, dann könnte euch der neue Modus Spaß machen. Als Ersatz für die Gunfight-Turniere kann Champion Hill schon durchgehen. Allerdings reicht der neue Modus sicher nicht zur Serienrevolution, nach ein paar Matches dürften sich die meisten mehr Abwechslung wünschen.

Etwas merkwürdig fanden wir die Wahl des einzig spielbaren Modus für die Alpha. Champion Hill wirkt stark auf E-Sport gemünzt - einer Spielrichtung, die erfahrungsgemäß keinen Großteil der CoD-Community anspricht. Ein klassisches Multiplayer-Erlebnis, wie zum Beispiel 6-vs-6, wäre hier allemal die bessere Wahl gewesen. Aufgrund des rasanten Tempos von Champion Hill und der begrenzten Mapgröße blieb wenig Zeit, um ein richtiges Gefühl für die Waffen oder das Movement zu bekommen. Zu schnell waren die Matches rum oder ein Bildschirmleben verloren.

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Die Zerstörung: Wie viel können wir kaputtmachen?

Darum geht's: In Vanguard lassen sich erstmals einige Teile der Umgebung zerstören, was neue taktische Möglichkeiten eröffnen soll, indem wir Deckungen wegsprengen und uns Schießscharten verschaffen. Dass es keine Battlefield-Ausmaße annehmen wird, haben die Entwickler allerdings von vornherein klargestellt.

Unsere Erfahrung in der Alpha: Was man schon in Trailern gesehen hat, stimmt. Holzbarrikaden lassen sich zerschießen, ebenso mit Holzplanken vernagelte Fenster und hölzerne Buden. Fällt euch etwas auf? Genau, alles Holz. Wir haben in unserer Anspiel-Session kein anderes Material gesehen, das sich zerstören lässt (abgesehen von Glas, aber das gab's ja schon länger).

Bisher verbuchen wir die Neuerung unter »ganz nett«, aber nicht als CoD-Revolution. Allerdings dürfte sich die wirkliche Tragweite erst in längeren Multiplayer-Matches eröffnen. Spannend wird ebenso, ob dieselbe Art von Zerstörung auch nach Warzone kommt. Denn die dürfte sich merklich auf das Spielgefühl des Battle Royale auswirken.

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Diese Fragen bleiben offen

Einige wichtige Features können wir auch nach der Alpha nicht beurteilen, weil sie nicht (oder nur sehr eingeschränkt) verfügbar waren. Antworten auf diese Fragen muss spätestens die Open Beta liefern:

  • Die Waffen: Wie groß ist deren Vielfalt? Wie gravierend fallen die Unterschiede aus? Und vor allem: Wird das Balancing funktionieren?
  • Die Waffenaufsätze: Wie wirkt sich die angekündigte Masse an neuen Attachments aus? Wird Vanguard dadurch abwechslungsreicher oder gibt's am Ende sowieso nur eine Handvoll Aufsätze, die halt am besten sind?
  • Die TTK: Viele Spieler sind mit der extrem kurzen Time to Kill in Call of Duty unzufrieden. Bisher scheint Vanguard daran nichts zu ändern - wird hier noch geschraubt?
  • Die Maps: Dass schon zu Release viele Maps verfügbar sind, ist bekannt - aber wie viel Abwechslung bieten sie?
  • Neuerungen neben Champion Hill: Hat Vanguard noch mehr im Gepäck als etwas zerstörbare Umgebung und einen neuen Turnier-Modus?
  • Warzone: Wie viele Veränderungen übertragen sich auf das Battle Royale und was macht das mit dem Balancing? Können wir auf der neuen Map auch Deckungen wegsprengen? Und wie lassen sich die Cold-War-Waffen sinnvoll mit den Neuerungen zusammenführen?
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Und natürlich können wir auch nach der Alpha noch keine fundierte Eischätzung zum Zombie-Modus und der Solo-Kampagne liefern. Dazu halten wir euch natürlich auf dem Laufenden - am besten schaut ihr regelmäßig in unser großes Vanguard-FAQ rein!

Jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr an der Alpha teilgenommen? Wie findet ihr den Modus Champion Hill? Und wie gefällt euch Vanguard allgemein?

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