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Adventskalender 2019

Seite 2: CoD Modern Warfare: Unser Test mit Wertung

Der Star im Multiplayer

Was uns ab der ersten Sekunde im Multiplayer von CoD Modern Warfare positiv aufgefallen ist, sind die Waffen. Noch nie in einem Call of Duty hat sich das Schießen derart wuchtig und rund angefühlt. Das liegt zum einen daran, dass das Sound-Design zur absoluten Spitzenklasse gehört und sich nicht mal mehr hinter einem Battlefield - dem Meister der Waffengeräusche im Shooter-Genre - verstecken muss.

Kugeln zischen und pfeifen an unserem Kopf vorbei, der Rückstoß ist förmlich spürbar und Hülsen prasseln klingelnd auf den Boden. Zum anderen merkt man sofort, wie viel Arbeit in die Animationen der Waffen geflossen ist. Egal ob wir unsere FN SCAR nachladen oder einen Treffer mit dem PILA-Raketenwerfer landen - alles hier fühlt sich flüssig an und vermittelt den Eindruck von realem Gewicht.

Diese Liebe zum Detail setzt sich auch bei den Bewegungen fort. Starten wir nach ein paar Runden in Modern Warfare einen der Vorgänger wie Call of Duty: WW2, scheinen wir beinahe schwerelos über die Map zu gleiten.

Ein Paradies für Waffen-Bastler

Aber was die Waffen zum endgültigen Start der Show macht, ist der Gunsmith. In diesem Menü basteln wir an unseren Knarren herum, bis zu 70 Attachments stehen uns dafür pro Waffe zur Verfügung. Vom Schalldämpfer, über Griffe und Granatwerfer bis zu Visieren, bringt jeder Aufsatz nicht nur Vor- sondern auch handfeste Nachteile mit sich.

Beschuss von allen Seiten: In CoD Modern Warfare stellt jedes Fenster und jeder Balkon eine potenzielle Bedrohung dar. Beschuss von allen Seiten: In CoD Modern Warfare stellt jedes Fenster und jeder Balkon eine potenzielle Bedrohung dar.

Rüsten wir vom regulären 30-Schuss-Magazin auf eine Trommel mit 100 Schuss auf, leidet zum Beispiel unsere Geschwindigkeit beim Zielen und Bewegen. Aus dem Attachment-Wahn macht Modern Warfare so eine Balance-Tugend: Wir sollten uns genau überlegen, was wir an unserer Waffe anbringen wollen, bevor wir sie in den Kampf mitnehmen!

Denn wer einfach wild drauflos schraubt, hat am Ende womöglich für seine Zwecke ein schlechteres Gesamtpaket als zuvor. So bringt der Gunsmith ein taktisches Element in den konstanten Fluss aus Unlocks, mit dem uns Modern Warfare bei Laune halten will.

Gameplay für Puristen

Aber tolle Waffen sind auch in einem Shooter nicht die ganze Miete! Beim Kern-Gameplay geht Modern Warfare zurück zu den Wurzeln und wirft viele der CoD-Konventionen der letzten Jahre über Bord. Statt das Loadout nach dem eher komplizierten Pick-10-System zusammenzustellen, wählen wir einfach stets unsere Waffen samt fünf Attachments, drei Perks, zwei Gadgets und ein Field Upgrade - fertig! Die Specialist-Klassen aus Black Ops 4 mit ihren Helden-Fähigkeiten sind ebenfalls passé, es gibt keine Exo-Suits, kein Wallrunning, keine Körperpanzerung und kein Sci-Fi-Gedöns.

Die coolen Intros sorgen für zusätzliche Atmosphäre. Hier werden wie per Heli eingeflogen. Die coolen Intros sorgen für zusätzliche Atmosphäre. Hier werden wie per Heli eingeflogen.

Stattdessen reduziert sich Modern Warfare auf das Wesentliche und lässt vorrangig den Skill mit der Waffe entscheiden. Gepaart mit der kurzen Time to Kill (bereits wenige Treffer sind tödlich), spielt sich Call of Duty im Jahr 2019 puristischer als seine Vorgänger - aber auch erbarmungsloser.

Sind wir dem Gegner im Kampf unterlegen, rettet uns keine Spezialfähigkeit und keine Killstreak den Hintern. Das kann einerseits auf Neulinge durchaus abschreckend wirken, fühlt sich aber andererseits unglaublich gut an, wenn man sich Erfolge durch eigene Leistung erkämpft.

Ein Hauch von Taktik

Zugleich fühlt sich CoD Modern Warfare ein wenig langsamer und weniger chaotisch an, als seine Vorgänger. So ist Feindfeuer zwar im Kompass, aber nicht standardmäßig auf der Minimap sichtbar, wir können also nicht die Position, sondern lediglich die Richtung von Gegnern orten. Vorsichtiges Vorantasten ist deshalb oft erfolgversprechender als plumpes Vorstürmen.

Teamwork ist nach wie vor kein Fokus von CoD, dennoch kann man seine Kollegen mit Aufklärung oder Munitionstaschen unterstützen. Teamwork ist nach wie vor kein Fokus von CoD, dennoch kann man seine Kollegen mit Aufklärung oder Munitionstaschen unterstützen.

Neu ist außerdem, dass man Waffen an Hindernissen auflegen und damit Rückstoß kompensieren kann. Das fördert vor allem defensiven Waffenklassen wir MGs, die beispielsweise in CoD WW2 kaum echten Nutzen brachten. Sogar Stealth ist eine Option geworden: Statt Türen einzurennen, öffnen wir sie heimlich nur einen Spalt weit und erledigen nichtsahnende Gegner dahinter!

Field Upgrades wie die Munitionskiste oder die ferngesteuerte Drohne zum Orten von Feinden, bringen zudem einen kleinen Hauch Teamplay ins Spiel und liefern einen kleinen Gegenpol zum schnellen Run&Gun-Gameplay, das trotz allem noch immer den Kern des Spiels ausmacht.

Die Maps

Auch bei den Multiplayer-Karten verlassen die Entwickler eingelaufene Pfade und werfen das Drei-Lane-Design mit drei klaren Laufwegen über Bord. Stattdessen sind die Maps asymmetrisch aufgebaut und vollgestopft mit atmosphärischen Details, unzähligen Winkeln und Sichtlinien.

Damit stellt Modern Warfare bewusst den kompetitiven Charakter der Karten in den Hintergrund und setzt dagegen voll auf Atmosphäre. Auf urbanen Schlachtfeldern wie Grazna Raid kämpfen wir uns durch halb eingestürzte Häuserruinen, die zum Teil provisorisch mit Holzstegen verbunden sind, über verlassene Kinderspielplätze und offene Straßen. Dabei finden die Kämpfe meist auf verschiedenen Höhenebenen statt, die durch Leitern oder Treppen miteinander verbunden sind.

Dieses verschachtelte Design eröffnet unglaublich viele Sichtlinien und Laufwege für Flankenmanöver und bietet Distanzen für alle Waffenklassen - ob Sniper oder SMG-Schütze, hier findet jeder seinen Bereich und seine Berechtigung.

MGs profitieren besonders von der neuen Mount-Funktion und können wichtige Korridore effektiv verteidigen. MGs profitieren besonders von der neuen Mount-Funktion und können wichtige Korridore effektiv verteidigen.

Auf der anderen Seite sind die Maps aber dadurch auch ungleich schwieriger zu erlernen, als noch in den Vorgängern. Bis wir uns in dem engen Gassengewirr der nahöstlichen Stadtkarte Rammaza auskannten, gingen viele frustrierende Runden ins Land, in denen wir aus unerwarteten Richtungen erschossen wurden.

Diese steile Lernkurve hat aber zwei Seiten: Haben wir mal den Dreh raus, eröffnen sich endlose Möglichkeiten, dem Feind in die Flanke zu fallen oder ein Missionsziel vom Hausdach gegenüber zu verteidigen. Auch hier werden Neueinsteiger zunächst überfordert sein, auf lange Sicht entfalten sich aber mehr taktische Möglichkeiten und eine greifbarere Schlachtenatmosphäre, als in den Call of Dutys der vergangenen Jahre.

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