E-Sport in der Politik - Dänischer Premierminister spielt mit Counter-Strike-Profis

Dänemark will den Stand von E-Sports stärken. Um ein Zeichen zu setzen, besuchte der dänische Premierminister Rasmussen Team Astralis und spielte auch eine Runde mit ihnen.

von Mathias Dietrich,
02.05.2019 10:34 Uhr

Der dänische Premierminister Lars Lokke Rasmussen (links im Bild) äußert sich sehr positiv über E-Sport (Quelle: Twitter-Account von Astralis).Der dänische Premierminister Lars Lokke Rasmussen (links im Bild) äußert sich sehr positiv über E-Sport (Quelle: Twitter-Account von Astralis).

Der Kurs von Dänemark steht auf nationalen E-Sport. Um das zu untermauern spielte der dänische Premierminister Lars Lokke Rasmussen Counter-Strike: Global Offensive mit den Profis von Team Astralis. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich Rasmussen als E-Sport-Verfechter.

Für das zwanzig-minütige Match besuchte er das Team in deren Hauptquartier. Außerdem unterhielt er sich für einige Stunden mit den Mitgliedern, die in seinem Erscheinen eine große Errungenschaft sehen. Der Premierminister selbst erklärte im Rahmen der Visite: »E-Sports ist Sport. Es ist Sport.«

Wer sind Astralis?

Astralis ist ein E-Sport-Team, das im Besitz seiner eigenen Spieler ist. Im Januar 2016 nahmen sie auf der DreamHack in Leipzig an ihrer ersten Veranstaltung teil. Im Semi-Finale schieden sie mit 0-2 gegen Luminosity Gaming aus, die letztendlich den zweiten Platz belegten. In diesem Jahr konnten sie sich bereits im IEM Katowice Major 2019 durchsetzen und den ersten Platz belegen.

In einem Video erklärte Rasmussen, dass gerade die jüngere Generation sehr an Videospielen interessiert ist, viele Eltern aber nicht wissen, worum es dabei eigentlich geht. Im dänischen E-Sport-Team Astralis sieht er eine Repräsentation dessen, was E-Sport ausmacht: Eine soziale Aktivität, für die gute Schlaf- sowie Essgewohnheiten und physische Aktivität wichtig ist.

Bilder des Besuches hat Steen L. Laursen von RFRSH Entertainment - die sich um den Gewerbebetrieb von Astralis kümmern - auf Linkedin veröffentlicht.

Stereotypen sollen verschwinden

Rasmussens Match mit Astralis ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern Teil einer neuen E-Sport-bezogenen Kulturpolitik Dänemarks, die das Land per Pressemeldung ankündigte (via Motherboard). So will man einen guten Rahmen für die vergleichsweise junge Sportrichtung erschaffen und auch die dazugehörige Industrie zu weiterem Wachstum anspornen.

Ein wichtiger Schritt sei dafür neben einer Abschaffung der Stereotypen auch, die Aktivitäten professioneller Spieler publik zu machen. Um das zu erreichen will die dänische Regierung ein »E-Sports Panel« erschaffen. Die sollen gegen Cheater und »illegale Aktivitäten« vorgehen, um die Integrität des elektronischen Sports zu fördern.

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