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Seite 2: Politischer Streit um CS:GO-Turnier - Taiwanesisches Team von WM-Quali ausgeschlossen

Offizielles Statement der Veranstalter

Strategisch ungünstig: Die Veranstalter wollen nicht in eine politische Diskussion gezogen werden, entscheiden dann aber die regionale Zugehörigkeit von Teams auf Basis politischer Institutionen. Strategisch ungünstig: Die Veranstalter wollen nicht in eine politische Diskussion gezogen werden, entscheiden dann aber die regionale Zugehörigkeit von Teams auf Basis politischer Institutionen.

Michal "mbCARMAC" Blicharz, Vizepräsident Pro Gaming bei der ESL, meldete sich via Reddit zum Fall. Er verweist auf das offizielle Regelwerk, das deutlich erklärt, dass Spieler nicht gelisteter Staaten die Veranstalter kontaktieren sollten, um sich für die richtige Qualifikationsrunde anmelden zu können. Spieler mit einem taiwanesischen Ausweis gehören formell zur Region China, Team SadStory hätte sich also für die dortige Qualifikationsrunde anmelden müssen.

Weiter sei die Einteilung kein politisches Zeichen, vielmehr geht es bei der regionalen Einteilung um den Ping und Server-Standorte. Die Server für die Region China stehen in Hong Kong und Taiwan selbst, entsprechend ist die Einteilung der Match-Qualität geschuldet. Diese Punkte sind durchaus richtig, mbCARMAC kam bei der Reddit-Community von CS:GO mit diesem Statement aber trotzdem nicht gut weg. Downvotes im dreistelligen Bereich folgten.

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Wer mehr über die sehr bunte Welt von Counter-Strike lesen möchte, dem empfehlen wir unsere Artikel-Reihe "die zehn größten Skandale der CS:GO-Geschichte" mit Themen wie Cheats, Doping der Profis und illegaler Glücksspiel-Machenschaften.

Der Vorwurf des betroffenen Teams

Auf das Statement reagierte auch SadStory-Spieler Sheng-Lun "crazyface" Zhang via Facebook (eine in der Volksrepublik China gesperrte Social-Media-Plattform). SadStory habe bereits seit zwei Jahren erfolgreich und ohne Probleme an Qualifikationsrunden in den Regionen Ost- und Südostasien teilgenommen.

Ausgerechnet zur Qualifikation für die Meisterschaft im Frühjahr 2019 habe man das Team erst antreten und ein Spiel abschließen lassen, nur um dann mit der Disqualifikation zu kommen. Wenn die Veranstalter taiwanesische Spieler nur über die Region China spielen lassen wollen, hätten sie das Problem sehr viel früher erkennen und das Team darauf hinweisen sollen.

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Weitere Kritik gibt es für die Begründung, dass Ping und Serververbindung hier der entscheidende Faktor wären: Teams aus der Mongolei müssen sich über die Region Ostasien qualifizieren und gehören nicht zur Region China, auch wenn die Server deutlich näher wären. Das galt bis 2016 auch für Teams aus Hong Kong, die nun wirklich zur Region China zählen sollten. Entsprechend wird den Veranstaltern auf Reddit zu große Beliebigkeit bei der Auslegung und Durchsetzung des Regelwerks vorgeworfen.

Politisches Nachspiel?

Am Ende bleibt der Frust der taiwanesischen Spieler und Fans, die sich durch eine (ungewollte) politische Geste seitens der Veranstalter bei dem sehr sensiblen Thema der regionalen Zugehörigkeit vor den Kopf gestoßen fühlen. Team und Turnierveranstalter sind hier beiderseits über eine Formalie bei der Anmeldung gestolpert. Damit hat nur noch ein taiwanesischer Spieler die Chance, sich für die Meisterschaft in Katowice zu qualifizieren. Tzu-Chi "Marek" Huang spielt in der chinesischen Quali für das bis auf ihn rein (Festland-)chinesische Team Ehome.

Für ESEAs deutsche Muttergesellschaft Turtle Entertainment GmbH hat die rein unpolitische Handhabung übrigens noch ein politisches Nachspiel: Wie Taiwannews.com.tw berichtet, sei die taiwanesische Regierung durch den Vorfall "äußerst besorgt". Das deutsche Büro des taiwanesischen Außenministeriums werde sich daher mit den Veranstaltern in Verbindung setzen. Auch der Hauptsponsor Intel sei sich der heiklen Situation bewusst und sammle aktuell "weitere Informationen".

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Forendiskussion zu CS:GO - Taiwanesisches Team muss durch chinesische Regionalquali

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