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Inhaltsverzeichnis
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Der Niedergang von C&C - Teil 2: Am Höhepunkt angekommen

Der Aufstieg geht weiter: In Teil 2 unseres Reports erklimmt Command & Conquer auch nach der EA-Übernahme den Strategie-Olymp - bis es dann wieder steil bergab geht.

von Michael Graf,
15.07.2014 18:30 Uhr

Nach den Wurzeln der C&C-Serie und dem ersten großen Erfolg mit Command & Conquer blicken wir im zweiten Teil unseres Reports auf den Höhenflug der Entwickler und ihre Übernahme durch Electronic Arts zurück.

Mit dem Erfolg von Command & Conquer schwebt Westwood im siebten Himmel. Und ruht sich nicht auf dem Erfolg aus, sofort beginnt die Arbeit an zwei Erweiterungen: dem bockschweren Missionspaket »Der Ausnahmezustand« und dem Story-Addon Alarmstufe Rot.

Letzteres soll eine alternative Form des Zweiten Weltkriegs in einem abgedrehten Science-Fiction-Szenario behandeln, in dem die westlichen Alliierten gegen die Sowjets antreten, nachdem der zeitreisende Albert Einstein den Diktator Adolf Hitler und damit Deutschland als Bedrohung ausgeschaltet hat. Der Auftritt des jungen Hitler wird in der hiesigen Version übrigens aus dem Intro geschnitten - abermals in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Jugendschützern.

Mit seinem alternativen Weltkrieg könnte Alarmstufe Rot sogar die Vorgeschichte von C&C erzählen. Was »könnte« bedeutet? Louis Castle klärt auf: »Wir wollten es nicht explizit ›Prequel‹ nennen, das Prequel aber auch nicht explizit ausschließen. Diese Möglichkeit wollten wir uns für die Zukunft offen halten.« Selbst ein Zwischenfilm-Auftritt von Joe »Kane« Kucan als Lakai Stalins ist laut Castle nur ein Gag, für den man erst später eine Erklärung suchen will. Eine andere Frage klärt sich dagegen schnell: Das Team arbeitet so gerne an Alarmstufe Rot, dass Westwood beschließt, das Spiel zum allein lauffähigen C&C-Ableger zu befördern.

Der Niedergang von C&C - Eine Tragödie in drei Akten
Unsere dreiteilige Reportserie zeichnet die Entstehungsgeschichte von Command & Conquer nach, die Geschichte der einzelnen Serienteile von Alarmstufe Rot bis C&C: Generäle - und den Niedergang nach der Einstellung des neuen Command & Conquer anno 2013. Zur Ankündigung des C&C-Remasters haben wir die Artikel neu veröffentlicht.
Teil 1:Der Niedergang von C&C - Der Aufstieg des RTS-Messias
Teil 2:Der Niedergang von C&C - Am Höhepunkt angekommen
Teil 3:Der Niedergang von C&C - Der tiefe Fall

Command & Conquer - Hall-of-Fame-Video zur Strategiespiel-Serie 29:51 Command & Conquer - Hall-of-Fame-Video zur Strategiespiel-Serie

»Das Szenario war zu abgedreht für das ernste Tiberium-Universum«, begründet Castle. »Außerdem sollten die Waffen spektakuläre Effekte auffahren. Auch das passte nicht unbedingt zur Tiberium-Reihe.« Deshalb gibt's in Alarmstufe Rot Superwaffen wie die Chronosphäre der Alliierten, die Einheiten teleportiert. Oder den Eisernen Vorhang der Sowjets, der Panzer kurzfristig in undurchdringliche Energieschilde hüllt.

Alarmstufe Rot erscheint schließlich 1996, vielen Fans gilt es bis heute als Höhepunkt der Serie. Es bietet nämlich nicht nur Superwaffen, sondern auch noch vielfältigere Einsätze, besser ausbalancierte Parteien so- wie erstmals steuerbare Kriegsschiffe und Flugzeuge. Zudem läuft der alternative Weltkrieg in einer Auflösung von 640 mal 480 Pixeln, man sieht also viermal so viel wie bei den 320 mal 200 Bildpunkten des Vorgängers. Abgesehen davon bleibt spielerisch vieles beim Alten, statt Tiberium sammeln die Ernter einfach Gold … das an der Erdoberfläche rumliegt. Das muss man nicht logisch finden, aber es funktioniert.

C&C: Alarmstufe Rot
Veröffentlicht: 31. Oktober 1999
Entwickler: Westwood Studios
Publisher: Virgin Interactive
Besonderheiten: Das eventuellste Prequel aller Zeiten. Mit Schiffen und Jets!
Berühmtes Zitat: »Scheiße, der Stalin!« – Soldat am Ende des alliierten Feldzugs
Addons: Gegenangriff (1997), Vergeltungsschlag(1997, mit versteckten Riesenameisen-Missionen)

Das erste Machwerk

Nach Alarmstufe Rot werkelt Westwood an der C&C-Fortsetzung Tiberian Sun, an einem Shooter-Ableger mit dem Arbeitstitel C&C Commando - und an einem Machwerk, das als erster Tiefpunkt in die C&C-Geschichte eingeht: Sole Survivor schickt seine Spieler 1997 in reine Online-Schlachten, was ja eigentlich eine gute Idee wäre, wenn nicht jeder Teilnehmer nur eine einzige Einheit steuern würde.

Im Online-Ableger Sole Survivor steuert jeder Spieler nur eine einzige Einheit – gähn!Im Online-Ableger Sole Survivor steuert jeder Spieler nur eine einzige Einheit – gähn!

Das ist einerseits langweiliger als Tennisspielen ohne Ball, weil die Einheiten absurd langsam über die Karte kriechen, andererseits miserabel ausbalanciert: Dicke Mammutpanzer zerbröseln alles, kleine Soldaten sehen kein Licht. Westwood beweist so zwar Gespür für die wachsende Beliebtheit von Multiplayer-Spielen, setzt aber alles mit einer Idee in den Sand, die keinerlei Spaß macht. Louis Castle kann ihr dennoch Positives abgewinnen: »Man könnte sagen, dass wir versucht haben, das erste Dota zu bauen. Aber wir hatten nicht alle Puzzleteile dafür und blieben auf halbem Wege stecken.«

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