Deus Ex - Erfinder Warren Spector würde »sofort einen neuen Teil machen«

Der Schöpfer der dystopischen Action-Rollenspielreihe würde wohl sofort zu Deus Ex zurückkehren, sollte Square Enix nach ihm rufen.

von Christian Just,
13.11.2018 14:46 Uhr

Deus Ex: Mankind Divided markierte das vorläufige Ende der Cyberpunk-Reihe.Deus Ex: Mankind Divided markierte das vorläufige Ende der Cyberpunk-Reihe.

Die Faszination Cyberpunk ist zu stark: Erfinder Warren Spector vermisst sein Deus Ex, wie er in einem Interview mit VG247 verriet. Der Schöpfer des ursprünglichen Spiels und federführende Entwickler hinter wegweisenden Titeln wie Wing Commander und System Shock ist eine Legende der Spieleindustrie. Allerdings hatte er nach dem zweiten Deus-Ex-Teil nichts mehr mit den Nachfolgern Human Revolution und Mankind Divided am Hut.

Seinen Aussagen im Interview zufolge würde er aber gerne ein neues Deus Ex machen:

"Ich würde sofort ein neues Spiel machen. Ich liebe diese Welt. Ich liebe das Gameplay, aber erwartet nicht zu viel."

Mit dem letzten Satz verweist Spector darauf, dass es unter Umständen noch eine Weile dauern kann. Beziehungsweise, dass es womöglich seitens Rechteinhaber Square Enix noch gar keine Pläne gibt, den kreativen Kopf und Starentwickler für Deus Ex ins Entwicklerteam bei Eidos Montreal zu holen.

Square Enix war in den Besitz des Franchises gelangt, als es den Publisher von Deus Ex, Eidos Interactive, während der Entwicklung von Deus Ex: Human Revolution aufkaufte. Und obgleich Human Revolution laut Spector dem Stil und den Eigenheiten der Serie Respekt gezollt habe, hätten einige Designentscheidungen dazu geführt, dass er beim Spielen »vor Frust geschrien« hätte.

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Offene Rechnung

Konkret benennt Spector die fehlende Möglichkeit, falls man während einer Mission mal von einer KI entdeckt wurde, zurück zum Schleichmodus wechseln zu können. Vielmehr bedeutete es, dass der Rest der Mission nun als Shooter gespielt werden musste.

Zudem habe Deus Ex: Human Revolution dem Spieler an jeder erdenklichen Stelle suggeriert, dass er mehrere Entscheidungsmöglichkeit hat, dann aber bei den Bosskämpfen nur eine einzige, stumpfe Vorgehensweise akzeptiert.

Man kann also behaupten, dass Warren Spector mit Square Enix noch eine kleine Rechnung offen hat. Vielleicht entscheidet sich der Publisher ja dafür, Spector für ein neues Deus Ex zu engagieren, um den bei Mankind Divided schwächelnden Umsätzen mit einem Staraufgebot zu begegnen.

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