Diablo 4 zeigt: Nicht nur die Dungeons sind herrlich düster, auch die Open World

Die Welt von Diablo 4 soll wieder richtig düster werden. Wie das klappt, zeigen verschiedene Gameplay-Videos aus dem Action-Rollenspiel.

von Sören Wetterau,
30.03.2022 12:32 Uhr

Seit der Ankündigung von Diablo 4 mitsamt ersten Gameplay-Szenen ist bekannt: Der jüngste Spross der Action-Rollenspiel-Reihe soll wieder düsterer werden. Die zuweilen lautstarke Kritik am etwas zu bunten Grafikstil von Diablo 3 nahm sich Entwickler Blizzard offenbar sehr zu Herzen.

Und auch im neuesten vierteljährlichen Entwicklerupdate steht diese Rückkehr zur Finsternis im Mittelpunkt. Der Quartalsbericht zu Diablo 4 dreht sich dieses Mal komplett um das Artdesign, genauer gesagt um die visuelle Gestaltung der einzelnen Gebiete und Dungeons. Wir haben gleich mehrere neue Videos für euch!

Ausführliche Infos zum Endgame und zum Crafting gab es hingegen im letzten Quartalsupdate 2021:

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Sechs Gameplay-Videos aus Diablo 4

Eine düstere und beklemmende Atmosphäre, die glaubwürdig ist: Das ist das Ziel der Entwickler von Diablo 4, wie sie es selbst im aktuellen Quartalsupdate schreiben. Um das zu erreichen, verfolgt das Team zwei wichtige Säulen:

  • Alte Meister: Gestaltung im Stile der Techniken klassischer Maler wie Rembrandt, bei der es um die gezielte Verwendung von Details und einer präzisen Anwendung der entsprechenden Farbpalette geht
  • Zurück in die Finsternis: Sanktuario soll sich wieder wie eine gefährliche und düstere Mittelalter-Welt anfühlen, weshalb der Weg zurück zu einer finsteren Gestaltung ein wichtiger roter Faden sei

Wie sieht das konkret aus? Wie wichtig vor allem der düstere Stil ist, zeigen die Entwickler in gleich sechs neuen Gameplay-Videos, die jeweils ganz verschiedene Gebiete zeigen. Drei der Videos gewähren einen Einblick in die Dungeons von Diablo 4, während die anderen drei die Oberwelt zeigen.

Vergessene Orte:

Diablo 4: Gameplay-Video nimmt euch in einen der düstersten Dungeons Sanktuarios mit 1:08 Diablo 4: Gameplay-Video nimmt euch in einen der düstersten Dungeons Sanktuarios mit

Gleich der erste Dungeon, den Blizzard vorstellt, zeigt eindrucksvoll, dass die Entwickler ihr Wort halten wollen. Bei den Vergessenen Orten handelt es sich um einen der finstersten Orte von Sanktuario. Die uralte Tempelanlage bietet nur wenige Lichtquellen, dafür aber umso mehr verderbte Umgebung, die bereits viele Besucher vor euch das Leben kostete.

Die Gestaltung soll zudem dafür sorgen, dass ihr stets das Gefühl bekommt, nur einen kleinen Teil dieser unterirdischen Umgebung zu erkunden.

Scheußliche Höhlen

Diablo 4: Gameplay-Video zeigt einen klassischen Höhlen-Dungeon, wie man ihn kennt 1:00 Diablo 4: Gameplay-Video zeigt einen klassischen Höhlen-Dungeon, wie man ihn kennt

Während ihr in den Vergessenen Orten sehr tief in Sanktuario vordringt, liefern die Scheußlichen Höhlen genau das, was der Name aussagt. Stellt euch also auf eine ganz klassische Höhle ein, wie ihr sie bereits aus anderen Diablo-Spielen kennt.

Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine Höhle, die eigentlich ein Druidenfriedhof ist, welcher mittlerweile von Dämonen heimgesucht wird. Im Laufe des Spiels werdet ihr auf weitere solcher Höhlen treffen, denn sie dient als eine Art Vorlage.

Wie der Associate Art Director Brian Fletcher ausführt, nutze das Team unterschiedliche thematische Schichten, die jeweils ein- oder ausgeschaltet werden können. Das sorge dafür, dass man bestimmte Grafiken wiederverwenden kann und dennoch Abwechslung ermöglicht, indem man etwa den Druidenfriedhof zu einer unbewohnten Höhle verwandelt, die wiederum eine eigene Geschichte erzählt.

Überflutete Tiefen

Diablo 4: Im Dungeon Flooded Depths erwartet euch all das, was der Name bereits verrät 1:09 Diablo 4: Im Dungeon Flooded Depths erwartet euch all das, was der Name bereits verrät

In den Überfluteten Tiefen zeigt Blizzard hingegen eine Neuerung, die ihr derzeit auch bei Lost Ark zu Gesicht bekommt: Nahtlose und mehr oder weniger realistische Übergänge zwischen einzelnen Dungeon-Ebenen.

Auf der obersten Ebene des Dungeons bewegt ihr euch noch über einzelne Holzstrukturen, die aber definitiv schon bessere Tage gesehen haben. Auf dem Weg nach unten wandert ihr Leitern hinab oder klettert ein Seil entlang, um euch schlussendlich ganz unten nasse Füße zu holen.

Küste von Scosglen

Diablo 4: Gameplay-Video stellt die Küstenregion Scosglen vor 1:11 Diablo 4: Gameplay-Video stellt die Küstenregion Scosglen vor

An der Oberwelt wird es zuweilen nicht ganz so düster wie in den Dungeons, aber die recht kahle und beklemmende Atmosphäre soll beibehalten werden. An der Küste Scosglens erwartet euch demnach kein buntes Anglertreiben, sondern ein ungezähmter und karger Küstenstreifen. Die wenigen Gebäude, die es zu sehen gibt, sind von der Zeit gezeichnet und nur noch wenige Fischer trauen sich in diese Gegend.

Kloster von Orbei

Diablo 4: Gameplay-Video der Orbei Monastery erinnert an Kloster-Gegenden der Vorgänger 1:39 Diablo 4: Gameplay-Video der Orbei Monastery erinnert an Kloster-Gegenden der Vorgänger

Höhlen dürfen in Diablo 4 ebenso nicht fehlen wie ein Kloster. In Diablo 4 stoßt ihr in der Wüste auf das Kloster von Orbei - oder zumindest auf dessen Überreste. Das Gemäuer inmitten einer Salzebene hat ebenfalls seine glorreichen Tage längst hinter sich, bietet aber immer noch jede Menge Geheimnisse und natürlich auch Feinde.

Kyovashad

Diablo 4: Kyovashad präsentiert sich im Gameplay-Video als düsteres Mittelalter-Dorf 1:09 Diablo 4: Kyovashad präsentiert sich im Gameplay-Video als düsteres Mittelalter-Dorf

Diablo 4 wird aber nicht nur aus verfallenen und zurückgelassenen Orten bestehen. Stattdessen soll es auch vereinzelt Gebiete geben, in denen immer noch zahlreiche Menschen wohnen. Einer davon ist Kyovashad, eine mittelalterliche Siedlung. Eigentlich ist es ein militärischer Stützpunkt, der aber mittlerweile als ein Zufluchtsort für Schutzsuchende dient.

Aus diesem Grund wirkt Kyovashad auch ziemlich gut verteidigt: Es sind riesige Schutzmauern und Verteidigungsanlagen zu sehen, während die Bevölkerung selbst in recht simplen Holzhütten haust. Das Video richtet den Fokus auf den südlichen Teil Kyovashads, in dem vor allem schlichte Unterkünfte dominieren und viele Bewohner eng zusammenrücken müssen.

Weiter keine Infos zum Release

Wer darauf hoffte, dass Blizzard eventuell so langsam sich in Bezug auf den Release von Diablo 4 äußert, der wird enttäuscht. Noch immer gibt es dazu keine genauen Angaben. Bisher wissen wir nur, dass es wohl erst frühestens 2023 mit einer Veröffentlichung zu rechnen ist.

Was macht eigentlich den besonderen Reiz von Diablo aus? Warum können wir einfach nicht aufhören und rennen wieder und wieder durch die finsteren Dungeons? Dahinter steckt eine raffinierte Formel:

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Wie gefällt euch der düstere Look von Diablo 4? Sagt euch die Rückkehr zum eher bedrückenden optischen Stil zu oder vermisst ihr bereits die etwas größere Farbvielfalt von Diablo 3? Schreibt uns eure Gedanken dazu gerne in die Kommentare!

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