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Die 13 besten Star-Wars-Spiele: Wenn die Macht mitmacht

Es gibt fast so viele Star-Wars-Spiele wie Sterne am Himmel. Okay, ein wenig übertrieben, aber wir helfen euch, die Spreu vom Weizen zu trennen.

von Dimitry Halley,
14.11.2019 13:23 Uhr

Wir ordnen die 13 besten Star-Wars-Spiele in ein Ranking ein. Wir ordnen die 13 besten Star-Wars-Spiele in ein Ranking ein.

Der Krieg der Sterne tobt schon seit Jahrzehnten, auch in Videospielen. Seit 1983 fasziniert Spieler die Möglichkeit, selbst als Luke Skywalker, Leia Organa oder Han Solo gegen das Imperium zu kämpfen. Seither gab es Dutzende von Star-Wars-Titeln. Einige davon sind ziemliches Bantha Poodoo, andere hingegen herausregend gut - und das nicht nur als Star-Wars-Spiel.

Grund genug also, die 13 besten Star-Wars-Spiele in ein Ranking zu packen, um jedem interessierten Krieg-der-Sterne-Fan genügend Material an die Hand zu geben, die eigenen Jedi-Fantasien auszuleben. Das Ranking wurde auf Basis einer internen Redaktionsumfrage erstellt - natürlich handelt es sich dabei nur um unsere persönlichen Meinungen.

Falls ihr also Star Wars: The Gungan Frontier für das beste Star-Wars-Spiel aller Zeiten haltet, weil Jar Jar Binks unschlagbar cool ist, dann wollen wir gar nicht mit euch streiten. Die Galaxis ist groß genug für unterschiedliche Ansichten. Aber schreibt uns eure Rankings gerne in die Kommentare!

13. Star Wars: Rogue Squadron 3D

Oft stehen in Star-Wars-Spielen Jedi, Sith oder Blaster-Pistoleros im Vordergrund, doch Rogue Squadron 3D suchte sich 1998 eine ganz andere Nische: die Raumschlachten. Im Cockpit des berühmten Renegaten-Geschwaders kämpft ihr auf Seiten der Rebellen gegen imperiale TIE Fighter. Und diese Dogfights machen auch heute noch Spaß.

Für wen geeignet?

Anders als in den anderen Raumschiff-Spielen TIE Fighter und X-Wing schrauben die Entwickler den Simulationsanspruch gänzlich zurück. So präsentiert sich Rogue Squadron 3D sehr viel einsteigerfreundlicher, ihr klemmt euch einfach hinters Cockpit und legt los. Über den Dünen Tatooines erlernt ihr das Pilotenhandwerk noch ziemlich leicht, doch der Schwierigkeitsgrad zieht bald an.

Warum lohnt es sich?

Neben den Dogfights sind die Schauplätze der Star der Show: Auf dem Gefängnisplaneten Kessel beschützt ihr Gefangenenzüge, auf Han Solos Heimatplaneten Corellia müssen Zivilisten evakuiert werden. Sehr viele Planeten aus dem Star-Wars-Universum kannte man 1998 bestenfalls aus den Büchern und Comics - Rogue Squadron 3D machte sie spielbar. Und als Bonusraumschiff gab es sogar einen spielbaren Naboo-Starfighter aus dem bald erscheinenden Episode 1. Hach, waren wir damals alle noch jung.

12. Star Wars: Battlefront 2 (2017)

Bei der Erwähnung des 2017er Star Wars: Battlefront 2 wird wahrscheinlich manch einem Leser ein kleines Wutbäuerchen widerfahren. Kein Wunder, denn das ganze Lootbox-Fiasko schadete dem Ruf des Spiels zum Release massiv. Doch DICE hat die 2 Jahre seitdem genutzt, um Battlefront 2 zu einem viel, viel besseren Spiel zu machen.

Star Wars: Battlefront 2 - So gut wie JETZT war Battlefront 2 noch nie 10:29 Star Wars: Battlefront 2 - So gut wie JETZT war Battlefront 2 noch nie

Für wen geeignet?

Mit zig kostenlosen Erweiterungen könnt ihr Ende 2019 tatsächlich so ziemlich alle Star-Wars-Schlachtfantasien in diese Multiplayer-Shooter umsetzen. Für PvP-averse Spieler gibt's neben der Singleplayer-Kampagne mittlerweile zudem einen Koop-Modus, ausgebaute Arcade-Szenarien sowie einen Offline-Schlachtenmodus. Auch Fan-Lieblinge wie Anakin, Obi-Wan und Count Dooku gehören mittlerweile zum Helden- und Schurken-Ensemble.

Warum lohnt es sich?

Kurzum: Battlefront 2 hat seinen Lootbox-Ballast in Gänze hinter sich gelassen. Zwar erreicht das Spiel noch immer nicht die Meisterklasse des 2005er Battlefront 2, doch imposantere Star-Wars-Gefechte erlebt ihr aktuell nirgendwo sonst. Die Community ist aktiv, die Updates kommen im Monatstakt und der Preis des Spiels ist seit Release ebenfalls rapide gefallen.

11. Star Wars: Jedi Knight

Star Wars: Jedi Knight war zum Release 1997 ein feuchter Fan-Traum. In 3D-Umgebungen als Söldner-Held Kyle Katarn zu einem Jedi werden? Zwischen dunkler und heller Seite wählen? Sturmtruppen und dunkle Jedi bekämpfen? Was Jedi Knight den Spielern anbot, war der ultimative Action-Mix. Mit abwechslungsreichen Schauplätzen und einer spannenden Geschichte erweiterte es den Krieg der Sterne um tolle neue Facetten. Und im Addon Mysteries of the Sith spielt ihr sogar Luke Skywalkers spätere Frau Mara Jade!

Star Wars: Jedi Knight - Video: Shooter-Klassiker in 1080p & mit mehr Details spielen 4:48 Star Wars: Jedi Knight - Video: Shooter-Klassiker in 1080p & mit mehr Details spielen

Für wen geeignet?

Wir mögen es nicht zugeben, aber 1997 ist schon ein ganzes Weilchen her. Und das merkt man dem ersten Jedi Knight an. Es ist ein Action-Spiel der alten Schule, ihr müsst komplexe Level durchqueren, mitdenken und die Kämpfe fordern ziemlich heraus. Aber umso befriedigender fühlt es sich eben an, die Macht zu erlernen.

Warum lohnt es sich?

Die Schauplätze, die Geschichte und die Atmosphäre von Jedi Knight können auch 2019 noch voll und ganz überzeugen. Kyle Katarns Reise bleibt bis heute eine der besten Star-Wars-Kampagnen. Aber spielt unbedingt das Addon, denn Mysteries of the Sith rundet das Abenteuer wunderbar ab und bessert einige der spielmechanischen Schnitzer des Hauptspiels aus.

10. Lego Star Wars: Die komplette Saga

Wegen der kindgerechten Aufmachung gucken viele Spieler an den Lego-Star-Wars-Titeln vorbei, doch da verpassen sie was: Lego Star Wars gehört nämlich zu den besten direkten Umsetzungen der Filmhandlungen. The Complete Saga vereint die klassische Trilogie mit den drei Prequel-Filmen und baut daraus eine gigantische Star-Wars-Kampagne, in der ihr Dutzende Charaktere durch LEGO-Nachbildungen von Tatooine, Kamino, Naboo und Co. führt - wahlweise übrigens auch im Koop.

Für wen geeignet?

Lego Star Wars ist ein Abenteuer für Groß und Klein. Kinder haben mit den bunten Koop-Leveln genauso viel Freude wie Erwachsene, allerdings darf man gerade deshalb nicht allzu hohen Anspruch erwarten. Die Lego-Level sind in erster Linie Star-Wars-Kurzweil, ein buntes Fan-Treffen aller Star-Wars-Figuren aus den sechs Filmen. Und der Humor ist toll!

Warum lohnt es sich?

Mit Lego Star Wars 3: The Clone Wars und dem vierten Teil Das Erwachen der Macht gibt es zwar zwei Nachfolger, doch in puncto Fan-Service schlägt nichts das kunterbunte Freischalt-Chaos der ersten Saga. Spielerisch mag das recht seicht sein, doch ein großer Spaß bleibt's allemal. Mit der nächsten Fortsetzung Lego Star Wars: The Skywalker Saga könnte die Complete Edition jedoch waschechte Konkurrenz bekommen, denn dort spielt ihr alle 9 Star-Wars-Filme! Yaye.

9. Star Wars: Republic Commando

Was könnten wir über Star Wars: Republic Commando! Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Ihr verkörpert den Anführer eines Elite-Kommandos von Klonen während der Klonkriege, also ein gedanklicher Mix aus Star Wars und Ghost Recon.

Für wen geeignet?

Spielmechanisch darf man hier zwar keinen Taktik-Shooter erwarten, denn abseits von ein paar Squad-Befehlen an die eigenen Leute bleiben die Schießereien geradlinig, aber abseits davon ist alles an diesem Spiel grandios! Deshalb empfehlen wir das Spiel jedem Shooter-Fan, der Freude an den Prequels hat.

Warum lohnt es sich?

Die Geschichte des Delta Squad formuliert viele Ideen der Star-Wars-Prequels um. Die Superkampfdroiden sind hier wirklich eine Bedrohung und wenn plötzlich ein Spinnenpanzerdroide um die Ecke kommt, müsst ihr euch ziemlich was einfallen lassen. Die Kämpfe sind unheimlich intensiv und fordern durchaus, dass die Klone ihr gesamtes Arsenal an Elite-Waffen nutzen. Auch die drei großen Kampagnen sind wunderbar abwechslungsreich. Zu Beginn kämpfen wir auf Geonosis durch Schützengräben, infiltrieren ein Droidenkontrollschiff von innen. Danach geht's auf ein vermeintlich verlassenes Geisterschiff der Klonarmee.

Und am Ende kämpft ihr für die Unabhängigkeit des Wookie-Planeten Kashyyyk. Leider gab's nie einen Nachfolger, aber immerhin ein paar Bücher, die bis in die Ära des Imperiums hineinreichen. In puncto Atmosphäre, Kampfgefühl, Star-Wars-Intensität und, und, und sollte das Spiel als Vorbild dienen. Kein Wunder, dass die Klon-Kommandos jüngst auch ihren Weg in Battlefront 2 gefunden haben.

8. Star Wars: TIE Fighter

In den 90ern waren Weltraumsimulationen der heiße Genre-Traum - und TIE Fighter verheiratete, was zusammengehört: Raumschiffe, Dogfights und Star Wars. Zwar gab es mit X-Wing 1993 bereits einen Vorgänger, doch TIE Fighter verkaufte eine noch coolere Vision: Als TIE-Fighter-Pilot für das Imperium fliegen! Im Lauf der Story trefft ihr dabei sogar das legendäre Militärgenie Admiral Thrawn, den man damals nur aus den Büchern kannte.

Für wen geeignet?

Anders als Rogue Squadron 3D nimmt TIE Fighter den Simulationsaspekt sehr ernst. Heißt für Anfänger: Stellt euch auf eine steile Lernkurve ein. Auch wenn die ersten Missionen euch nicht direkt mit drei Sternenzerstörern überfallen, besteht die erste Hürde sicherlich darin, überhaupt einen funktionierenden Joystick anzuschließen. Denn ohne vernünftige Peripherie tut sich ein Piloten-Ass schwer.

Warum lohnt es sich?

TIE Fighter hatte alles: Spannende Dogfights, abwechslungsreiche Missionen, eine motivierende Geschichte und eine tolle Star-Wars-Atmosphäre.

7. Star Wars: Battlefront 2 (2005)

Als 2015 und 2017 die neuen Battlefronts erschienen, mussten sie sich an eine Messlatte stellen, die dieses Spiel vor 15 Jahren aufgestellt hat: Das alte Battlefront 2 war der wahrgewordene Multiplayer-Traum für Fans von Star Wars und Shootern.

Für wen geeignet?

Sofern ihr auch nur ein bisschen was mit Shootern anfangen könnt, ist Battlefront 2 einen Blick wert. Gegen Bots spielen sich die Massenschlachten einsteigerfreundlich, aber nicht belanglos. Natürlich darf man 2019 keine gigantische Online-Community mehr erwarten - hier hilft das neue Battlefront 2 -, aber Kampagne, Galaktische Eroberung und Einzelszenarien bieten immer noch tolle Unterhaltung. Außerdem gibt es dank Mods viele Aspekte, die neuen Spielen fehlen, beispielsweise die Ära der Knights of the Old Republic.

Warum lohnt es sich?

Unzählige Schlachtfelder der sechs Filme wurden darin abgebildet: Neben Tatooine, dem Todesstern, Yavin und Coruscant gab es Kamino, Utapau, Mustafar und, und, und. Es gab zig Klassen, darunter Droidekas, Scharfschützen, Shadow-Trooper und mehr. Das Spiel bot außerdem Weltraumschlachten, in denen man in den feindlichen Träger reinfliegen und aus dem eigenen Schiff aussteigen konnte, um als Saboteur die Systeme von innen zu zerlegen. Weltklasse!

Gegenüber dem ebenfalls grandiosen Vorgänger Battlefront 1 gab es außerdem ein breites Ensemble spielbarer Helden und Schurken. Und dazu noch eine nette Singleplayer-Kampagne sowie die galaktische Eroberung, in der man strategisch die Galaxis unterjochen oder befreien musste. Kurzum: Die Schießereien von Battlefront 2 waren klasse, der Umfang aber mindestens genauso beeindruckend.

6. Star Wars: The Force Unleashed

Ja, spielmechanisch mag The Force Unleashed von 2008 seine Schwächen haben, doch redaktionsintern verbinden wir trotzdem unheimlich viele einzigartige Erinnerungen mit diesem Spiel. Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Was wäre, wenn Darth Vader einen Schüler hätte, dessen Machtlevel aufs absolute Maximum gedreht würde.

Ein Spielstart, den man nicht vergisst - Darth Vaders bester Gaming-Auftritt 6:28 Ein Spielstart, den man nicht vergisst - Darth Vaders bester Gaming-Auftritt

Warum lohnt es sich?

Das Ergebnis ist ein Action-Adventure, in dem ihr Sternenzerstörer aus dem Orbit zieht, AT-STs wie Cola-Dosen zerdrückt und Sturmtruppen durch den Himmel segeln lasst. Technisch war das Spiel damals dank ziemlich aufwendiger Physik-Berechnungen ein Brett.

Doch auch die Story konnte sich sehen lassen: Ihr bereist zahlreiche Schauplätze während der düsteren Herrschaft des Imperiums, trefft überlebende Jedi, Freunde, Freunde und verstrickt euch in den Kampf zwischen Rebellen und Imperialen. Galen Marek mag sich wegen seines übertriebenen Power-Levels zwar nicht wirklich gut in den übrigen Star-Wars-Kanon einfügen, aber als eigenständiges Was-wäre-wenn-Experiment bietet The Force Unleashed unheimlich viele spannende Ideen.

Und eine der besten Prolog-Missionen aller Zeiten! Wer immer sich fürs Tutorial ausgedacht hat, den Spieler als Darth Vader mit Besatzungsarmee im Rücken durch Wookie-Widerständler laufen zu lassen, verdient den gleichen Orden, den Luke, Han und Co. am Ende von Episode 4 bekommen.

5. Star Wars: Knights of the Old Republic 2

Knights of the Old Republic 2 hat leider ein etwas tragisches Schicksal erlitten: Das Spiel musste nach dem gigantischen Erfolg des ersten Kotor viel zu schnell fertig werden - weshalb diverse geplante Inhalte des Spiels es nicht ins fertige Produkt schafften. Schade, denn in Obsidians Star-Wars-Rollenspiel stecken ebenso viele spannende Ideen wie im Erstling.

Warum lohnt es sich?

Euer selbst erstellter Charakter gerät zwischen Jedi und Sith in einen Konflikt, der mehr als die meisten Star-Wars-Geschichten die Grenze zwischen Gut und Böse hinterfragt. Mit Kreia steht euch eine Lehrmeisterin zur Seite, die zu den komplexesten Persönlichkeiten des gesamten Star-Wars-Kanons gehört. Generell lebt auch Kotor 2 von den Figuren, doch natürlich bieten auch die Kämpfe, Upgrademöglichkeiten und Spielstile genügend Fleisch für Rollenspiel-Fans. Knights of the Old Republic 2 serviert euch keine leichten Antworten für irgendwas - und genau deshalb ist es so gut. Hätte man Obsidian ein Jahr mehr Zeit gegeben, wäre es sicher noch weiter oben in unserem Ranking.

Für wen geeignet?

Kotor 2 eignet sich für Einsteiger und Rollenspiel-Veteranen gleichermaßen, sofern sie vor allem eine gute Geschichte erleben wollen. Keine Frage, auch das Gameplay des Spiels macht viel Spaß, doch die Dialoge, Entscheidungen, die philosophischen Grundlagen von Jedi und Sith - hier liegen die großen Stärken von Obsidians Star-Wars-Spiel.

4. Star Wars: Empire at War

Empire at War ist das beste Echtzeit-Strategiespiel im Star Wars Universum. Sorry, Force Commander und Galactic Battlegrounds. Der Inhalt ist schnell erklärt: Ihr schlagt euch auf Seiten der Rebellen oder Imperialen und führt eure Armeen wahlweise auf dem Boden oder im Weltraum zum Sieg.

Für wen geeignet?

Um in Empire at War zu triumphieren, müsst ihr kein geübter Stratege sein. Die Kampagne spielt sich locker runter, fordert aber genügend Köpfchen, um Profis nicht zu langweilen.

Warum lohnt es sich?

Neben der umfangreichen Story-Kampagne, einem galaktischen Eroberungsmodus und regulären Single- und Multiplayer-Skirmishes, gab's auch ein Addon, das eine zusätzliche Schmugglerfraktion ins Spiel brachte. Empire at War macht als Strategiespiel viel richtig: Ihr lenkt die wichtigsten Einheiten des Star-Wars-Kanons, befehligt Jedi, Sith und sogar Kyle Katarn!

Wer sich heute noch für das Spiel interessiert: Es gibt Myriaden cooler Mods, die unter anderem die Klonkriege nachreichen oder den imperialen Fuhrpark um Dutzende neue Einheiten erweitern, darunter die Supersternenzerstörer.

3. Star Wars: Jedi Knight 2 - Jedi Outcast

Jedi Knight 2 ist in ein Brett von einer Star-Wars-Fantasie. Als gescheiterter Ex-Jedi Kyle Katarn verdingt ihr euch in den ersten paar Missionen als Söldner, ballert euch mit Blaster, Bowcaster und Co. durch Horden von Imperialen. Diese Passagen bieten für sich genommen bereits hervorragendes Shooter-Gameplay, doch das »Jedi« im Titel ist natürlich mehr als eine Marketing-Floskel.

Früher oder später muss Kyle Katarn wieder zum Jedi werden. Um das zu schaffen, trainiert er unter Luke Skywalker, der nach Episode 6 eine Jedi-Akademie aufgemacht hat. Und anders als in den neuen Filmen ist die hier tatsächlich erfolgreich. Hach. Als Jedi kämpft man sich durch abwechslungsreiche Schauplätze, beispielsweise die dreckigen Gassen des Gangsterplaneten Nar Shadaa oder die luftigen Plazas von Bespin. Außerdem infiltriert Kyle diverse imperiale Einrichtungen.

Für wen geeignet?

Jedi Outcast hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, spielt sich aber noch immer hervorragend. Mittlerweile gibt's das Spiel übrigens auch zum Budget-Preis für die Konsolen.

Warum lohnt es sich?

Neben dem tollen Leveldesig, der grandios düsteren Star-Wars-Atmosphäre und der spannenden Geschichte ist es aber vor allem die Handhabung des Lichtschwerts, die Jedi Knight 2 unsterblich macht. Ob ihr gegen Sturmtruppen kämpft oder gegen dunkle Jedi: Jedes Duell ist eine Wucht. In Kombination mit diversen Machtfähigkeiten hat es nie so viel Spaß gemacht, ein Jedi zu sein - gerade auf dem PC bedient sich die Klinge unheimlich intuitiv und sehr viel direkter als in The Force Unleashed. Oh, und auch der Multiplayer war fantastisch!

2. Star Wars: Jedi Knight - Jedi Academy

Vieles von dem, was wir zu Jedi Outcast gesagt haben, gilt auch für dessen Nachfolger von 2003. Mit dem kleinen, aber sehr feinen Unterschied, dass es hier nicht nur normale Lichtschwerter gibt, sondern auch Doppelklingen wie die von Darth Maul sowie die Möglichkeit, statt einem Schwert einfach zwei zu führen. Als wahlweise männlicher oder weiblicher Jedi-Jüngling Jaden Korr wechselt das Spiel gegenüber den Vorgängern die Perspektive. Raubein Kyle Katarn ist jetzt der Lehrer, wir studieren an der Jedi-Akademie und jagen überall in der Galaxis einen bösen Kult.

Für wen geeignet?

Jedi Academy spielt sich auch heute noch wunderbar fluffig, geht leicht von der Hand und ist hervorragend inszeniert.

Warum lohnt es sich?

Jedi Academy fährt die eher düstere Das-Imperium-Schlägt-Zurück-Stimmung des Vorgängers zurück, stattdessen wird es ein bisschen abenteuerlicher. Jaden kämpft in einem Labyrinth des Todes gegen einen Rancor, kämpft sich auf Corellia über einen fliegenden Zug, besucht die Rebellenruinen von Hoth und und und. Außerdem gibt uns Jedi Academy die Wahl, ob wir der hellen oder der dunklen Seite folgen möchten. Mit seinem verbesserten Kampfsystem bleibt Jedi Academy bis heute die Referenz, wenn es um Jedi-Spiele geht. Und es macht noch immer einen Heidenspaß.

1. Star Wars: Knights of the Old Republic

Platz 1 gebührt Star Wars: Knights of the Old Republic von 2003, einem der wahrscheinlich besten Rollenspiele überhaupt sowie einem der größten Meisterstücke von Bioware. Die Idee hinter Kotor war damals brillant: Ein Star-Wars-RPG, das Jahrtausende vor den Filmen spielt - und den Entwicklern damit maximale Freiheit einräumt, sich kreativ auszutoben.

Die zehn besten Rollenspiele - Star Wars: Knights of the Old Republic - »Oh mein Gott, ich bin [PIEP]!« PLUS 7:17 Die zehn besten Rollenspiele - Star Wars: Knights of the Old Republic - »Oh mein Gott, ich bin [PIEP]!«

Warum lohnt es sich?

So treten die Sith hier als Feinde sehr viel offener zutage als zu Zeiten von Darth Vader, die Mandalorianer spielen als Kriegervolk eine wichtige Rolle - und ihr schmiedet euer eigenes Schicksal in dieser bekannten, aber auch fremden Galaxis. Wie die meisten Bioware-Meisterwerke lebt KotoR von der Geschichte, von spannende Charakteren wie dem Mörderdroiden HK-47, dem grauen Jedi Jolee Bindo, Bastila Shan oder dem dubiosen Darth Revan, der - ohne zu viel zu spoilern - zu den spannendsten Sith überhaupt gehört.

Eine ganz große Stärke von Knights of the Old Republic bilden außerdem Entscheidungen: Was ihr in der Welt tut, kann drastische Konsequenzen für euch, eure Gefährten und das Schicksal der Galaxis haben. Vorbildliches RPG-Storytelling, von dem sich heute noch diverse Rollenspiele und auch Bioware-Titel mehr als eine Scheibe abschneiden sollten.

Für wen geeignet?

Kotor war deutlich leichter zu durchdringen als beispielsweise Baldur's Gate, behielt sich aber durchaus die Rollenspiel-Komplexität. Mit simplem Rumklicken kommt man nicht weit, stattdessen muss man Lichtschwert und die Fähigkeiten der Team-Kollegen verstehen, um Erfolg zu haben. Erwartet also kein Rollenspiel, das euch die Arbeit abnimmt. Für Kotor braucht ihr Köpfchen.

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