DrDisrespect glaubt, CoD Modern Warfare wird PUBG verdrängen

Der Twitch-Streamer DrDisrespect äußert sich über den nahenden Release von Modern Warfare und wirft den PUBG-Entwicklern vor, zu wenig für ihr Spiel zu tun.

von Christian Just,
17.10.2019 16:15 Uhr

Wird Call of Duty: Modern Warfare dem Battle-Royale-Shooter PUBG gefährlich? Ja, wenn es nach DrDisrespect geht. Wird Call of Duty: Modern Warfare dem Battle-Royale-Shooter PUBG gefährlich? Ja, wenn es nach DrDisrespect geht.

Ein Battle-Royale-Modus für Call of Duty: Modern Warfare ist zwar offiziell nicht bestätigt, das Gerücht hält sich aber hartnäckig und auch der bekannte Twitch-Streamer DrDisrespect ist offenbar davon überzeugt.

Auf Twitch äußerte sich Guy Beahm, wie DrDisrespect bürgerlich heißt, in seiner satirischen Rolle gewohnt überspitzt und prophezeite dem Battle-Royale-Shooter Playerunknown's Battlegrounds (PUBG) den Untergang, wenn Modern Warfare am 25. Oktober erscheint.

"Wisst ihr was, Modern Warfare kommt und wir werden möglicherweise nie wieder etwas von Battlegrounds hören."

Als Grund für seine düstere Zukunftsprognose nennt er seine Meinung, dass Entwickler Bluehole »ihr verdammtes Spiel nie repariert haben«. Und weiter: »Ihr habt das Spielgefühl nie richtig gut und flüssig gemacht, ihr habt nie neue Inhalte hinzugefügt. Ihr habt auch nie neue Server hinzugefügt, damit ich nicht jedes Spiel mit 90 Ping spielen muss. [...] Deswegen spielt niemand euer Spiel!«.

Was an der Kritik dran ist - und was nicht

Das stimmt nicht: Die Kritik von DrDisrespect ist zum einen der Rolle geschuldet stark überzogen und stellenweise auch schlichtweg falsch, da PUBG seit dem Early-Access-Start im März 2017 regelmäßig neue Inhalte wie Maps und Waffen bekommen hat. Auch nach dem Full Release im Dezember 2017 kamen zwei neue Karten hinzu und die erste PUBG-Map Erangel wurde erst im Juli dieses Jahres generalüberholt.

Dass niemand PUBG spielt, stimmt so auch nicht - im September 2019 lag die durchschnittliche Zahl gleichzeitiger Spieler bei 311.000 (laut steamcharts.com). Das ist zwar nur noch ein Zehntel von der Rekord-Höchstmarke von 3,2 Millionen, aber immerhin noch das drittmeist gespielte Spiel auf Steam.

Das stimmt: Die streckenweise und regional teils drastisch unterschiedliche Server- und Ping-Situation und das insgesamt für einen Shooter etwas behäbige Bewegungs-Gameplay sind allerdings Kritikpunkte, die auch in der Community des Öfteren zu finden sind. Somit ist die Argumentation des Streamers diesbezüglich nicht aus der Luft gegriffen.

Insgesamt bringt die komödiantische Kritik des Streamers wohl aber auch den Frust zum Ausdruck, dass sich bei PUBG die Zahnräder in der Entwicklung nicht so schnell bewegen, wie Spieler es gerne hätten. Ob das aber dazu führt, dass (mögliche, aber unbestätigte) Battle-Royale- oder Shooter-Konkurrenten wie Call of Duty: Modern Warfare vorbeiziehen und zahlreiche Spieler mitnehmen, muss die Zeit zeigen.

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