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Seite 3: Enderal: Forgotten Stories im Test - Die beste Skyrim-Mod wird noch besser

Klassisches Rollenspielgerüst

Natürlich geht es bei Enderal: Forgotten Stories nicht nur um tolle Geschichten, sondern auch um ganz harten Heldenalltag. Für abgeschlossene Quests werden wir neben Gold und Gegenständen auch mit Erfahrungspunkten belohnt, die regelmäßig zu einem Levelanstieg führen. Besonders motivierte Entdecker verdienen sich durchs Aufstöbern gut versteckter magischer Symbole einige Extra-Erfahrungspunkte.

Mit jedem neuen Level erhalten wir einen Erinnerungspunkt für unsere Klassen-Talentbäume, dazu mehrere Handwerks- sowie Lernpunkte für die Steigerung von zwölf verschiedenen Kampf- und sechs Handwerksfähigkeiten. Daneben dürfen wir auswählen, ob wir mehr Gesundheit, Mana oder Ausdauer haben möchten. Lern- und Handwerkspunkte brauchen wir, um die Lehrbücher von zwölf Kampf- und sechs Handwerksfähigkeiten verstehen zu können.

Da wir ein Rätsel gelöst haben, schieben sich begehbare Plattformen für den Weg nach draussen aus dem Wasser empor. Da wir ein Rätsel gelöst haben, schieben sich begehbare Plattformen für den Weg nach draussen aus dem Wasser empor.

Damit steigern wir den Grundwert der jeweiligen Fertigkeit - je höher, desto besser! Kampffertigkeiten verbessern unseren Umgang mit Rüstungen, Waffen und Magie. Mit Handwerksfähigkeiten stellen wir an Arbeitsstationen Tränke her, verfeinern unsere rhetorischen Kenntnisse oder verbessern und verzaubern unsere Ausrüstung. Geeignete Lehrbücher für alle Fertigkeiten finden wir in der Spielwelt verteilt oder kaufen wir für teuer Geld bei Händlern; wer Geld sparen will, muss sich gut in der Spielwelt umschauen.

In einem verschneiten Wald spielen wir mit diesem NPC und seinem Bruder stille Post. In einem verschneiten Wald spielen wir mit diesem NPC und seinem Bruder stille Post.

Handwerk Jedes Ausrüstungsstück lässt sich mit genug Rohstoffen noch verbessern – gut, wenn es gegen starke Gegner geht.

Alchemie Nur mit Ausprobieren bekommen wir neue alchemische Rezepte zur Auswahl.

Verzauberung Lieber ein Feuer- oder ein Frostzauber? Die Qual der Wahl für Verzauberer.

Bessere Ausrüstung selbstgemacht
Um mit höherstufigen Gegnern mitzuhalten, lohnt sich das Verzaubern und Verbessern unserer Ausrüstung. Neue Verzauberungen schalten wir dadurch frei, dass wir magische Gegenstände zerstören, für die Herstellung von Handwerksgegenständen müssen wir die nötigen Pläne im Spiel gefunden und gelernt haben. Neue Trankrezepte lernen Möchtegernalchemisten nur durch Ausprobieren: Einfach zwei bis drei unterschiedliche Trankzutaten aussuchen, aufkochen lassen und hoffen!

Mächtige Erinnerungen

Erinnerungspunkte investieren wir in unterschiedliche Klassenausrichtungen: Krieger, Magier und Schurken erhalten jeweils drei Talentbäume mit unterschiedlichem Fokus. Darin stecken passive Boni wie stärkere Zaubersprüche oder mehr Waffenschaden sowie komplett neue, aktive Fähigkeiten. Als Gauner-Schurke beispielsweise halten wir mit »Auge des Sturms« die Zeit kurzfristig an - ideal zum Kampf gegen starke Gegner. Als Hüter-Krieger werden wir dank des Talents »Fels in der Brandung« sogar für kurze Zeit nahezu unverwundbar.

Dazu kommen noch jeweils ein extra Talentbaum für Alchemisten-Werwölfe und die auf Seelenversklavung spezialisierten Phasmalisten-Magier. Die neuen Klassen spielen sich dabei fortgeschrittener und komplexer als die alten Spezialisierungen. Als Phasmalist müssen wir nicht nur in der Spielwelt versteckte Seelen aufstöbern, sondern auch Amulette craften, unseren beschworenen Begleitern die richtige Ausrüstung zuschustern und dann auch noch darauf achten, dass sie nicht ständig ins Gras beißen. Denn Begleiter-Tode erhöhen unser Arkanistenfieber, das wiederum unsere Charakterwerte verringert, bis wir es mit speziellen Heiltränken kurieren.

Phasmalist Der Phasmalist fängt Seelen besiegter Feinde ein und bannt sie in Talismane. Die benutzt er, um eine Erscheinung herbeizurufen, die ihn dann im Kampf unterstützt. Klingt super, allerdings ist die Wegfindung der Beschworenen noch arg verbesserungswürdig.

Lycantroph Der Werwolf ist deutlich simpler als der Phasmalist: Wer einen Werwolfsbiss-Trank herstellt und schluckt, kann für einige Zeit als pelziges Monster Gegner schnetzeln. In Kombination mit anderen Fertigkeitsbäumen wird der Lycantroph richtig mächtig.

Als Lycantroph wiederum verbringen wir viel Zeit mit dem Mixen von Tränken und Sammeln (oder Kaufen) von Zutaten. Beide Klassen können sehr mächtig werden, aber dieses Machtgefühl müssen wir uns hart erarbeiten. Als klassischer Elementarmagier oder Haudrauf fühlen wir uns viel früher viel stärker - und kommen so auch besser mit den Gegnern klar.

Entsprechend empfiehlt es sich, die neuen Klassen mit alten zu mischen. Ein Phasmalist, der zusätzlich Elementarzauber beherrscht, ist deutlich wehrhafter. Skillen wir zwei zueinander passende Talentbäume, schalten wir besondere Prestigeklassen mit einzigartigen Boni frei. Kombinieren wir zum Beispiel den Werwolf-Talentbaum mit dem Schurken-Talentbaum Infiltrator, verursachen wir dank der Spezialklasse Kehlenreißer in Wolfsform mehr Schaden beim Schleichen und sind sogar zu Schleichbeginn unsichtbar!

Hinweise zu kombinierbaren Talentbäumen geben uns NPCs im Spiel oder wir probieren einfach aus, was passt. Blöd nur, dass wir einmal verteilte Erinnerungspunkte nicht zurücksetzen können. Das ist zwar einerseits konsequent, hält uns aber auch vor allzu wilden Punktverteilungs-Experimenten ab.

Die roten Enderal-Symbole bringen uns einen Schwung Extra-Erfahrungspunkte. Die roten Enderal-Symbole bringen uns einen Schwung Extra-Erfahrungspunkte.

Geld regiert die (Spiel-)Welt

Beim sonst erstklassigen Enderal gibt es aber auch ein paar nervige Aspekte: In der weitläufigen Welt sind wir die meiste Zeit zu Fuß unterwegs und können sehr große Entfernungen nur durch ein kostenpflichtiges Schnellreisesystem überbrücken, bei dem wir auf dem Rücken großer Flugwesen reiten. Pro Flug bezahlen wir 25 Groschen, durch Questbelohnungen kommen meist zwischen 100 und 300 Groschen herein, für Hauptquests auch mehr. Aber davon wollen schließlich auch Fortbildung und neue Zauberbücher bezahlt werden.

Während einer Vision wird uns die bevorstehende Apokalypse, genannt Läuterung, angekündigt. Während einer Vision wird uns die bevorstehende Apokalypse, genannt Läuterung, angekündigt.

Natürlich könnten wir an bestimmte Orte auch dank Teleportschriftrollen reisen. Die bekommen wir allerdings ebenfalls nur gegen harte Währung bei Händlern oder als sehr seltene Zufallsfunde. Da Geld immer knapp ist, überlegen wir uns solche Ausgaben lieber dreifach. Wenigstens dürfen wir in Ark dank Wegweiser-Schnellreise von Stadtviertel zu Stadtviertel springen, ohne extra Geld auszugeben!

Und dann sind da noch die Kosten für Lehrbücher fortgeschrittener Kenntnisse. Wollen wir Meister-Niveau in mehreren Fertigkeiten haben, investieren wir eine Menge unserer mühsam gesammelten endraläischen Groschen in die Helden-Fortbildung. So verliert Geld auch im Endgame zwar nie an Wert, nimmt uns aber viel Bequemlichkeit. Spätestens als Ordensmitglied hätten die Flüge mit dem Schnellreisesystem doch kostenlos werden können, immerhin reisen wir in offiziellem Auftrag.

Enderal - Wertungsdiskussion - darum testen wir eine Mod! 14:45 Enderal - Wertungsdiskussion - darum testen wir eine Mod!

Hektische Kämpfe, dauernde Abstürze

Haben wir es im Kampf mit vielen Gegnern zu tun, die uns gleichzeitig mit Angriffen und Zaubersprüchen beharken, wird es schnell richtig hektisch. Abtrünnige Magier, Untote, beißwütige Wölfe, Banditen und Flusstrolle sind nur ein kleiner Teil der mit individuellen Resistenzen und Fähigkeiten ausgestatteten möglichen Gegner. Da das Kampfsystem technisch auf der Skyrim-Vorlage basiert, klicken wir meist wild auf den Gegnern herum und ergänzen unsere Möglichkeiten durch die neu implementierten Fähigkeiten und Zauber. Das ist nicht jedermanns Sache, vor allem, da die Gegner sehr agil sind und uns gerne mal in den Rücken fallen.

Auch das gehört zum Heldenalltag: Wir nehmen an Besprechungen wichtiger Persönlichkeiten Enderals teil. Auch das gehört zum Heldenalltag: Wir nehmen an Besprechungen wichtiger Persönlichkeiten Enderals teil.

Auch auf dem niedrigsten von sechs Schwierigkeitsgraden brauchen wir ein Mindestmaß an Beweglichkeit und geschicktem Einsatz von Fähigkeiten und Talenten. Glücklicherweise leveln die Gegner nicht mit uns mit - ist ein Kampf zu knackig, kommen wir einfach ein paar Level später wieder oder rüsten uns mit einer verzauberten Waffe und neuen Zaubertalenten aus.

Als üble Stimmungskiller erwiesen sich dafür die immer noch häufigen Spielabstürze in Ladescreens, selbst mit auf 10 Gigabyte hochgedrehter Speicherfreigabe beförderte uns Enderal während des Tests regelmäßig beim Laden auf den Desktop. Inzwischen hat das SureAI-Team die Abstürze jedoch mit Updates deutlich besser in den Griff bekommen. Gelegentlich kickt uns das Spiel zwar immer noch auf den Desktop, aber nur noch so selten, dass wir auf eine gesonderte Abwertung dafür verzichten.

In diesem Dorf können wir auf dem belebten Marktplatz unsere Vorräte auffüllen und ein paar Quests abstauben. In diesem Dorf können wir auf dem belebten Marktplatz unsere Vorräte auffüllen und ein paar Quests abstauben.

Einen Punkt Abzug für gibt's dennoch für die häufigen Bugs. Beispielsweise hingen wir einmal in einem Dialog fest und mussten neu laden, weil unser Gegenüber einfach nicht mehr antworten wollte. Und gelegentlich passt das Gesagte nicht ganz zum geschriebenen Dialogtext, was vor allem Spieler mit Hörschwäche benachteiligt. Außerdem hakt die Wegfindung unserer Gegner und KI-Begleiter (besonders nervig für Phasmalisten), hinzu kommen die typischen Unsauberkeiten der Skyrim-Engine (schwebende Objekte, Physik-Chaos etc.).

Ganz rund ist Enderal also weiterhin nicht. Aber trotz all dieser Macken bleibt es ein Spielerlebnis, dass ihr euch als Fans klassischer Rollenspiele mit detailreich gestalteter Welt nicht entgehen lassen solltet.

Forgotten City: Aus einer Skyrim-Mod wird ein eigenes Spiel

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