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Escape from Tarkov: Die Fortschritte von 2020, die Pläne für 2021 und unsere Release-Prognose

Wie weit ist der Full Release des Hardcore-Shooters Escape from Tarkov noch entfernt und was muss vorher passieren? Die Entwickler stehen Rede und Antwort.

von Christian Just,
06.12.2020 11:45 Uhr

Escape from Tarkov ist auch 2020 noch lange nicht fertig. Wir geben euch einen Überblick und begutachten die Marschrichtung für den Release. Escape from Tarkov ist auch 2020 noch lange nicht fertig. Wir geben euch einen Überblick und begutachten die Marschrichtung für den Release.

Escape from Tarkov erzählt für seine Fans eine Liebesgeschichte mit vielen virtuellen Toden. Von leidenschaftlichen Spielern wird es als einer der härtesten und spannendsten Hardcore-Shooter gefeiert, aber im Laufe seiner seit 2017 dauernden Early-Access-Phase gab es auch immer wieder Anlässe für geballte Community-Kritik.

Wir haben uns den aktuellen Zustand von Escape from Tarkov ganz genau angeschaut und außerdem mit Chefentwickler Nikita Buyanov von Battlestate Games gesprochen. Wo geht die Reise 2021 hin? Und wie weit das große Ziel, der Full Release, noch entfernt?

Wo steht Escape from Tarkov Ende 2020?

Escape from Tarkov bietet inzwischen massig Inhalte für etliche Spielstunden. Die Stadt Tarkov ist ein Kriegsgebiet. Ihr seid als Mitglied einer von zwei rivalisierenden Söldnerfraktionen in der abgeriegelten Großstadt gefangen. Um euch zu behaupten, geht ihr in sieben von 13 geplanten Levels auf Beutejagd. Dabei tretet ihr gegen KI-Plünderer (genannt Scavs), zufällige Scav-Bosse und andere Spieler an.

Jeder Fehler kann tödlich sein - und wer stirbt, verliert seine wertvolle Ausrüstung. Irrwitzig detailliertes, realistisches Waffen-Modding, der Ausbau eines komplexen Spielerverstecks, Rollenspielelemente wie passive Skills und unzählige taktische Möglichkeiten machen Escape from Tarkov schon in seiner jetzigen Form zu einem Unikat in der Spielelandschaft.

Wer wirklich alles freispielen, alle bisherigen Aufgaben erledigen und das Spielerversteck voll ausbauen will, braucht nicht nur viel Zeit und starke Nerven, sondern auch Ausdauer, Hingabe und fortgeschrittene Fähigkeiten. Denn Tarkov ist ein bretthartes Spiel, wie ich in dieser Kolumne ergründe:

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Das Wichtigste, das 2020 neu hinzugekommen ist

Map-Erweiterung und -Überarbeitung: Die bestehende Map Customs wurde zum wiederholten Male erweitert. Nun steht euch nahe der großen Baustelle im Zentrum der Karte ein weiterer offener Bereich mit Gebäuden zur Verfügung. Auf Interchange wurden zudem die Ausgänge überarbeitet, um euch vielfältigere Möglichkeiten zur Exfiltration zu bieten.

Das Einkaufszentrum-Level Interchange hat ein Rework der Ausgänge bekommen, um die Möglichkeiten zur Flucht zu verbessern. Das Einkaufszentrum-Level Interchange hat ein Rework der Ausgänge bekommen, um die Möglichkeiten zur Flucht zu verbessern.

Gewicht und Ermüdung: Wer sich zu viel ins Inventar packt, kann nicht mehr sprinten. Damit seid ihr potenziell leichte Beute, was Tarkov noch kniffliger macht. Zudem ermüdet eure Ausdauer nun an Armen und Beinen getrennt voneinander - je nachdem, welche Aktionen ihr ausführt.

Waffen und Items: Die Palette der Schießeisen, aber auch nützlicher Items und Waffen-Mods, wird fortlaufend erweitert. Etwa fanden zuletzt der Granatwerfer FN GL40 Mk.2, die Pistole M1911 und die Schrotflinte TOZ KS-23M ihren Weg in Escape from Tarkov.

Ein Granatwerfer erlaubt es euch, Geschosse quer über den Acker zu feuern. Wie bei allem in Tarkov gilt: Die Handhabung will geübt sein. Ein Granatwerfer erlaubt es euch, Geschosse quer über den Acker zu feuern. Wie bei allem in Tarkov gilt: Die Handhabung will geübt sein.

Neuer Boss und schlauere Scavs: Inzwischen wurde mit Sanitar ein neuer Scav-Boss auf Shoreline hinzugefügt. Die KI-Gegner reagieren außerdem insgesamt realistischer und sammeln jetzt zum Beispiel Waffen und Items auf.

Kompass: Ein wichtiges Werkzeug zur Orientierung, der Kompass, hilft euch nun in Tarkov, euren Weg zum rettenden Ausgang (oder fetten Loot) zu finden. Habt ihr den Kompass im extra Inventarslot platziert, hebt eure Spielfigur das Teil nun per Tastendruck ins Sichtfeld, um euch Norden anzuzeigen. Orientieren müsst ihr euch natürlich weiterhin "von Hand", sprich mit gefundener Ingame-Karte oder besser, einer interaktiven Map auf dem zweiten Monitor oder Smartphone. Marker in der Spielwelt, etwa für Beute? Haha, witzig. Wir sind immer noch in Tarkov!

Ein Kompass, der bequem am oberen Bildrand die Richtung oder gar die Beute anzeigt? Nicht in Tarkov. Ein Kompass, der bequem am oberen Bildrand die Richtung oder gar die Beute anzeigt? Nicht in Tarkov.

Schwere Blutungen: Diese heftigen Verletzungen treten nun bei schweren Schusswunden auf und machen sich durch schnellen Blutverlust bemerkbar - und ihr euch durch sichtbare Spuren auf dem Boden. Passend dazu fügte Battlestate Games neue Bandagen vom Typ Esmarch Tourniquet ein, um die Blutungen zu stoppen. Alte Items wie das Grizzly-Medikit besitzen diese Funktion jetzt auch.

Schwere Blutungen erfordern besonderer Behandlung – und zwar schnell! Sonst macht ihr findige Spieler auf euch aufmerksam und segnet rasch das Zeitliche. Schwere Blutungen erfordern besonderer Behandlung – und zwar schnell! Sonst macht ihr findige Spieler auf euch aufmerksam und segnet rasch das Zeitliche.

Neue Munitionsarten: Hiermit machten die Entwickler bislang verschmähte Waffen wettbewerbsfähig. Etwa die gegen fortschrittliche Panzerung ineffektiven 9mm-Pistolen und -MPs, die mit panzerbrechender 9x19-7N31-Munition jetzt durch Rüstung und sogar dünne Blechdeckungen schießen können.

Steam Audio: Mit der Binaural-Technik adressierten die Entwickler einen großen Kritikpunkt, was die akustische Orientierung betrifft. Die Surround-Sounds in Escape from Tarkov waren bislang sehr unzuverlässig und manchmal verwirrend, weil sie Entfernungen akustisch falsch darstellten. Wenn ihr jetzt Stereo-Kopfhörer nutzt und die Binaural-Funktion in Tarkov aktiviert, bekommt ihr deutlich bessere Richtungs- und Entfernungsortung von Geräuschen. Hier patcht Battlestate Games aber noch, das Feature befindet sich also noch in den Kinderschuhen.

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