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Seite 3: Fallout 3 im Test - Gelungene Reanimation eines Klassikers

Charakterentwicklung und Quests

Wie Sie sich auch entscheiden, Erfahrungspunkte regnet es in jedem Fall, entweder für das simple Töten der Gegner oder für geschicktes Verhandeln und überzeugendes Auftreten in den Gesprächen. Je mehr Punkte Sie in die Fähigkeit »Sprache« investieren, desto besser stehen Ihre Chancen, Ihr Gegenüber in Dialogen zu beeinflussen, um an Infos, Belohnungen oder Unterstützung zu gelangen. Zusätzlich gibt es Sonderfähigkeiten (Perks), die Sie über Stufenaufstiege freischalten dürfen. Als »Ladykiller« (Männer) oder »Schwarze Witwe« (Frauen) beispielsweise bekommen Sie bei Kontakt mit dem jeweils anderen Geschlecht zusätzliche Dialog- und manchmal auch Handlungsoptionen. In Kämpfen fügen Sie zudem, gar nicht gentleman- bzw. ladylike, zehn Prozent mehr Schaden zu. Mit dem Perk »Herz für Kinder« gibt es zusätzliche Antwort- und Fragevarianten im Gespräch mit Kindern. Im Gegensatz zur deutschen Version von Fallout 2 sind die nämlich wieder mit von der Partie.

Am direktesten spielen Sie Fallout 3, wenn Sie Ihren Gefühlen nachgeben. Hassen Sie diesen großmäuligen Vollidioten, der Ihnen da offensichtlich Lügen auftischt, aber mit hohen Belohnungen bei Erfüllung eines nicht astreinen Auftrags lockt? Hauen Sie ihn um! Oder aber, wenn das eher Ihrem Wesen entspricht, umgarnen Sie ihn. Um ihm dann vorzulügen, Sie hätten den Auftrag erledigt, und den Lohn abzugreifen, ohne sich die Finger schmutzig gemacht zu haben. Gefällt Ihnen der Vorschlag hingegen, führen Sie ihn aus.

Taktiker werden andererseits genau die Werte ihrer Spielfigur im Auge behalten, Entscheidungen im Spiel kühl vor allem nach diesen Fähigkeiten treffen und die Perks nach maximalem Vorteil für schnelles Aufleveln wählen. Fallout 3 lässt Ihnen beide Optionen, lädt aber wie kaum ein anderes Spiel ein zum emotionalen Trip. Dafür sorgen neben den vertrackten Situationen, in die das Spiel Sie schickt, vor allem die schrulligen Charaktere, die sich im Gedächtnis und auf der Gefühlsebene einnisten und rein erfolgorientiertes Vorgehen schwer machen.

Nur wer sich für das »ganze Drumherum« bei einem Spiel nicht interessiert und mit autistischer Präzision die Spielmechanismen analysiert, um dann in möglichst wenig Spielstunden maximal aufzuleveln, wird die Atmosphäre dieses Spiels kalt lassen. Lediglich Spieler dieses Kalibers werden gleichmütig über die schwarzhumorigen Scherze und die vielen Anspielungen auf heutige Verhältnisse hinwegstolpern, die die Fallout 3-Welt zu etwas ganz Besonderem machen.

Das spiegelt sich auch in den vielfältigen Aufgaben wieder, die Sie in Ihrem Pip-Boy aufgelistet finden. Manche der Aufträge erscheinen zunächst simpel, entpuppen sich dann aber als zwiespältige Angelegenheit, die wiederum eine Entscheidung vom Spieler verlangen. So gibt es söldnertypische Tötungsaufträge, die Sie zum Beispiel in die relative Idylle eines zur schwimmenden Stadt umfunktionierten Flugzeugträgers führen. Hier sollen Sie für einen der zivilisierten Ghule der in einem Museum verborgenen Stadt Underworld ein paar angeblich üble Rassisten ausschalten. Schnell kommen Ihnen Zweifel an der tatsächlichen Schuld der Opfer. Andererseits sind Sie aber bei Ihrem Questgeber im Wort. Wir haben in solchen Situationen beide Varianten durchgespielt und sind auf keine Sackgassen, aber vielfältige und nachvollziehbare Konsequenzen jeder Entscheidung gestoßen. Das spricht für sorgfältiges Questdesign.

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