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Seite 2: Far Cry 5 im Test - Kult geht anders

Sagenhaft schön

Far Cry 5 ist ein wunderschönes Spiel. So unsinnig die Gespräche oft auch wirken mögen, so famos wurden die Zwischensequenzen in Szene gesetzt. Besonders die drogeninduzierten Passagen mit Faith Seed erreichen ein künstlerisches Geschick, das einem die Kinnlade herunterklappen lässt. Aber auch die übrigen Cutscenes, der tolle Soundtrack, die vielen Details und Requisiten in Gebäuden - darauf können die Entwickler wirklich stolz sein.

Far Cry 5 ist eine Augenweide. Die Landschaften gehören zu den schönsten Open Worlds der aktuellen Konsolengeneration. Far Cry 5 ist eine Augenweide. Die Landschaften gehören zu den schönsten Open Worlds der aktuellen Konsolengeneration.

Lediglich die deutsche Synchronisation lässt hörbar zu wünschen übrig, weil sie zu bemüht betont und mit unzähligen Schimpfwort-Tiraden kaschieren will, dass sie einfach nicht die richtigen Töne des US-Szenarios trifft. Wie bei GTA profitiert die Atmosphäre von Far Cry 5 massiv von der Original-Tonspur. Wir empfehlen deshalb die deutlich gelungenere englische Synchronisation mit deutschen Untertiteln.

Mit der kann man ohne sprachliche Irritation eintauchen in diese unglaublich atmosphärischen US-Landschaften. Wie bei Far Cry Primal finden sich in Teil 5 hinter jedem Hügel fantastische Panoramen.

Sowohl bei Tag, als auch bei Nacht entstehen überzeugende Lichtstimmungen, man verliert sich förmlich in der Natur, überall rascheln Tiere durchs Unterholz, Flüsse ziehen sich glaubhaft durchs Land, Berge wollen erklommen werden. Schönere Open-World-Landschaften wird man 2018 auf dem PC kaum finden.

Wie rund läuft die PC-Version?

Stichwort »PC«: Far Cry 5 läuft bereits mit einem Vierkern-Prozessor, 8,0 GByte Arbeitsspeicher und einer Mittelklasse-Grafikkarte in Full HD-Auflösung mit hohen bis maximalen Details sehr flüssig. Wer hingegen in 4K-Auflösung spielen will, muss selbst mit einem Intel Core i7 8700K sowie Geforce GTX 1080 Ti Abstriche hinnehmen, wir messen durchschnittlich 52 fps.

Dank des reichhaltigen Grafikmenüs samt integriertem Benchmark lässt sich das Spiel aber schnell und komfortabel an die eigene Hardware anpassen und fps-Engpässe beseitigen.

Die PC-Fassung bietet einen integrierten Benchmark und diverse Einstellungsmöglichkeiten. Die PC-Fassung bietet einen integrierten Benchmark und diverse Einstellungsmöglichkeiten.

Die Naturlandschaften glänzen aber nicht nur durch technische Schönheit, sondern auch durch künstlerische Vielfalt. Im Norden von Hope County besteigen wir hohe Berge, im Osten durchstreift Rook dichte Wälder und Flusstäler und im Südwesten finden sich größere Siedlungen, weitläufige Kornfelder sowie abgelegene Bundesstraßen.

Diese unterschiedlichen Landschaftstypen bringen übrigens auch verschiedene spielerische Herausforderungen mit sich. Im Norden wird geklettert, im Süden geflogen und im Osten verbrennen wir Drogenplantagen.

Far Cry 5 - Field of View im Vergleichsvideo: So stark können PC-Spieler das FOV ändern 1:09 Far Cry 5 - Field of View im Vergleichsvideo: So stark können PC-Spieler das FOV ändern

Far Cry bleibt Far Cry

Dass wir das Gameplay hier im Test so weit hintenanstellen, liegt schlicht daran, dass es dort die wenigsten Neuerungen gibt. Far Cry bleibt Far Cry. Rook erkundet die Open World, führt ein üppiges Arsenal von Knarren, Knüppeln und Sprengstoffen mit sich und klappert in bester Ubisoft-Formel-Manier Hotspots auf der Weltkarte ab. Mal müssen Festungen befreit werden, mal sprengen wir Drogenschreine in die Luft, an anderer Stelle sammelt man Schätze ein.

Immerhin hat man sich an den richtigen Stellen von Assassin's Creed: Origins inspirieren lassen: Die meisten Tätigkeiten in der Welt sind jetzt an Haupt- oder Nebenquests gekoppelt, es gibt sehr wenig nervigen Sammel- und Crafting-Kram - und auch keine Türme zu erklimmen. Mit fast 150 Missionen bietet das Spiel einen wirklich dicken Umfang.

Zum Vergleich: Unser Test zu Assassin's Creed: Origins

Am Wegesrand kommt es zudem immer mal wieder zu dynamischen kleinen Aufgaben: Rook befreit Trucks mit Geiseln, zerstört Trucks mit Drogen oder entert Trucks mit wertvoller Munition.

Ein eroberter Truck enthält Munition - oder Menschen. Ein eroberter Truck enthält Munition - oder Menschen.

Zum Zeitvertrieb gibt's ein nettes Angel-Minispiel. Oder wir jagen Tiere, um deren Felle zu verkaufen. Egal, wofür wir uns entscheiden: Quests, Befreiungen, kaputte Trucks und Co. erhöhen unser Ruf-Level in den drei großen Regionen und schalten nach und nach neue Zwischensequenzen und Aufträge frei. Ist die Rufleiste voll, gibt's ein großes Finale inklusive Bosskampf.

Eine der coolsten Beschäftigungen im Spiel hat lustigerweise gar nichts mit Schießen zu tun: Das Erklimmen von Bergen auf der Suche nach Schätzen macht (auch dank der tollen Landschaften) richtig viel Spaß. Mit dem Greifhaken schwingen wir uns über Abgründe, balancieren auf herabgestürzten Holzstämmen, blicken ängstlich in die Tiefe - toll!

Nimm zwei: Far Cry 5 bietet einen optionalen Koop, in dem ein Spieler der Sitzung seines Kumpels beitreten kann. Gemeinsam macht die Reise durch Hope County deutlich mehr Spaß. Allerdings bremsen das Zusammenspiel einige Widrigkeiten: Man darf sich in der Open World nie zu weit voneinander entfernen. Schnellreise gibt's nur für den Host. Und der Missionsfortschritt wird anders als bei Ghost Recon: Wildlands ebenfalls nur für den Host gespeichert. Der Koop-Partner behält indes lediglich seine verdienten Perk-Punkte und Waffen. Koop-Kumpels sollten also auf jeden Fall das gesamte Spiel zusammen zocken, sonst muss der Nicht-Host Missionen doppelt angehen.

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