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»FIFA ist doch jedes Jahr das Gleiche!« - Analyse: Was hat sich in den letzten Jahren wirklich in FIFA getan?

Jeden Herbst erscheint ein neues FIFA. Für viele Spieler erscheint damit jedes Jahr dasselbe Vollpreisspiel nur unter neuem Namen. Doch wie hat sich EAs Fußballreihe von FIFA 12 bis FIFA 19 tatsächlich weiterentwickelt?

von Michael Herold,
21.12.2018 14:30 Uhr

Allein optisch hat sich die FIFA-Reihe von FIFA 12 (links) bis zum heutigen FIFA 19 (rechts) spürbar verbessert.Allein optisch hat sich die FIFA-Reihe von FIFA 12 (links) bis zum heutigen FIFA 19 (rechts) spürbar verbessert.

»Das ist doch jedes Jahr die gleiche Grütze unter anderem Namen.« Mit diesen Worten beschreibt ein GameStar-Leser EA Sports FIFA-Fußballreihe unter unserem Test zu FIFA 19. Er spricht vielen anderen kritischen Leuten aus der Seele. Jeder neue Ableger der Sportspielserie gehört jährlich zu den meistverkauften Spielen der Welt, zieht aber ebenso zuverlässig rege Wut seitens der Community auf sich.

Neben dem Pay2Win-Modus Ultimate Team steht EA vor allem deswegen Jahr für Jahr in der Kritik, weil viele Spieler kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Ausgaben der Fußballreihe erkennen können. FIFA 19 sei genau wie FIFA 18, und das wiederum spiele sich genau wie FIFA 17 und damit quasi so wie FIFA 16 und so weiter. Deshalb finden sich auf Reddit, in offiziellen EA-Foren und auf Steam Diskussionen zum Thema »Warum muss jedes Jahr ein neues FIFA erscheinen?«

Auch wir haben uns diese Frage gestellt und wollen deshalb in diesem Artikel untersuchen, welche Neuerungen die Entwickler von EA Sports tatsächlich im Laufe der letzten sieben Jahre von FIFA 12 bis FIFA 19 in ihre Spiele eingebaut haben. Wo stecken die größten Meilensteine? In welchem Jahr gab es die größten Veränderungen?

Was haltet ihr von den FIFA-Neuerungen?
Alle Neuerungen in diesem Artikel sind natürlich nur aus unserer Perspektive die wichtigsten Änderungen der jeweiligen FIFA-Ausgabe. Wenn für euch die größte Innovation der FIFA-Geschichte eher die verbesserten Freistöße aus FIFA 13 oder doch die neuerdings dreckig werdenden Trikots aus FIFA 15 waren, dann schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

FIFA 12: Realistischere Zweikämpfe und neue Karrieremodi

Nachdem EA Sports die PC-Versionen der FIFA-Reihe viele Jahre lang nur stiefmütterlich behandelt und immer erst als nachträglichen Port der Konsolenvarianten veröffentlicht hatte, läutete FIFA 12 ein neues Zeitalter ein: Endlich waren die PS3-, Xbox-360- und die PC-Ausgaben von Release an inhaltsgleich. Zu den wichtigsten Neuerungen von FIFA 12 gehörten seinerzeit:

  • Die neue Impact Engine sorgte für wesentlich realistischere Zweikämpfe. Neuerdings wurden die physikalischen Bedingungen von jedem Zweikampf einzeln berechnet, und je nachdem wie schnell und schwer die beiden Spieler aufeinander trafen, gingen die Duelle anders aus. Dadurch wurde FIFA 12 gerade in der Defensive deutlich abwechslungsreicher und spannender als alle Serienteile zuvor.
  • Der Karrieremodus erhielt drei verschiedene Varianten: Erstmals konnten wir nicht nur als Manager, sondern auch als Spielertrainer oder als einzelner Kicker eine Karriere starten. Ebenfalls neu dabei ist der Sonderstatus des letzten Tages des Transferfensters. Erst seit FIFA 12 erleben wir die finalen 24 Stunden der Wechselphase als einzelne Stopps, an denen wir nochmal auf den letzten Drücker einen Transfer über die Bühne bringen können.

FIFA 12 - Screenshots ansehen

FIFA 13: Saudi Arabien und Skillgames

Die wohl wichtigsten Neuerung von FIFA 13? Ganz klar: Die erste Liga Saudi Arabiens war erstmals voll lizenziert im Spiel zu finden. Na gut, kleiner Scherz. Es gab auch Verbesserungen, die tatsächlich irgendjemanden interessiert haben. Auch wenn diese nach dem großen Sprung, den die Fußballreihe mit der 12er-Ausgabe hingelegt hatte, diesmal schon wieder bescheidener ausfielen:

  • »Attacking Intelligence« und »First Touch Control«: Hinter diesen beiden blumigen Marketing-Begriffen steckten tatsächlich spannende Änderungen am Offensivspiel von FIFA. Im Angriff suchten sich unsere KI-Mitspieler neuerdings sehr viel intelligenter freie Räume, sodass wir mehr Anspielstationen und Abschlussmöglichkeiten erhielten. Durch die überarbeitete Kontrolle der ersten Ballberührung hatten Dribbelkünstler wie Lionel Messi es deutlich leichter, auch schwierige Pässe dicht am Fuß anzunehmen, bei weniger begabten Kickern versprangen die Bälle dafür umso weiter.
  • Skillgames: Diese neuen Trainings-Einheitenaus erlaubten uns seit FIFA 13, die Steuerung der Fußballsim zu lernen und dabei noch kleine Minigames abzuschließen. Sie ersetzten die öden Ladezeiten und waren auf Wunsch auch direkt im Menü anwählbar. Bis heute gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, angeschnittene Schüsse, Grätschen oder Flanken zu üben, als diese Skillgames. Eine unscheinbare aber super wichtige Neuerung.

Die berühmtesten Kicker der Welt, wie zum Beispiel die Stars vom FC Bayern, erhielten schon in FIFA 13 gut erkennbare Spielergesichter. Die Fußballer des BVB waren damals noch nicht so leicht zu identifizieren.Die berühmtesten Kicker der Welt, wie zum Beispiel die Stars vom FC Bayern, erhielten schon in FIFA 13 gut erkennbare Spielergesichter. Die Fußballer des BVB waren damals noch nicht so leicht zu identifizieren.

FIFA 14: Schöne Grafik gibt's erstmal nur auf der Konsole

FIFA 14 hätte auf dem PC so schön sein können, schließlich wechselte EA Sports Fußballsim mit dieser Ausgabe auf eine schicke neue Grafik-Engine namens »Ignite« - dummerweise aber nur auf der PS4 und der Xbox One. PC-Spieler guckten weiterhin auf dieselben alten (und vergleichsweise hässlicheren) Pixel, die sie schon aus FIFA 13 kannten. Das war zwar eine herbe Enttäuschung, aber es gab auch positive Entwicklungen:

  • Langsameres Spieltempo: In FIFA 14 hat EA die Spielgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgänger deutlich nach unten gedreht. Dadurch hatten wir mehr Zeit um unsere nächsten Spielzüge zu planen, Dribblings auszuspielen und tödliche Flanken zu schlagen. Das sorgte zwar für ein realistischeres Spielgeschehen, aber auch für einige Balancing-Probleme. Denn unterklassige Vereine und Spieler waren den Top-Kickern in FIFA 14 nun spürbar unterlegen.
  • Spieler erhalten Schwerkraft: Eine neue Grafik-Engine gab's nicht für den PC, aber dafür die Animations-Engine namens »Locomotion«. Dadurch achtete das Spiel bei den Bewegungen der Fußballer nun auch darauf, wo ihr Körperschwerpunkt und wie ihre Masse verteilt lagen. Richtungswechsel und Vollbremsungen aus dem Sprint wurden dadurch realistischer. Nett, allerdings auch eher etwas, das vor allem FIFA-Veteranen bemerkt haben. FIFA 14 entwickelte sich eben eher in seinen inneren Werten weiter als in seinen äußeren.

FIFA 14 - PC-Screenshots - Screenshots ansehen

FIFA 15: Bildschöne Stagnation

Na also, es geht doch! Mit einem Jahr Verspätung wechselt die Fußballreihe mit FIFA 15 auch auf dem PC auf die neue Grafik-Engine. GameStar-Chefredakteur Heiko Klinge schrieb in seinem Fazit zum Spiel allerdings seinerzeit: »Ich sehe das nicht als besonders erwähnenswerte Leistung von EA Sports, sondern als ihre verdammte Pflicht, die sie eigentlich schon im letzten Jahr hätten erfüllen müssen.« Recht hat er. Und in FIFA 15 gab es ohnehin nicht nur Verbesserungen, sondern auch einiges zu meckern:

  • Endlich Ignite-Engine: Auch wenn Heiko hart urteilt, wollen wir das Positivste an FIFA 15 trotzdem schnell erwähnen. Nachdem die PS4 und Xbox One schon im vorherigen Jahr die Grafik runderneuert hat, durften sich nun auch PC-Spieler über schöneres 3D-Publikum, deutlich sichtbare Grashalme und höhere Auflösung freuen. Das Auge kickt eben mit.
  • Schwächelnde KI und Stagnation bei den Modi: Auch wenn FIFA 15 alles andere als ein schlechtes Spiel war, finden sich bei einem Vergleich mit den vorherigen Serienteilen klare Schwachpunkte. Zum einen war die 15er-KI unausgewogen. Mal überliefen unsere Mitspieler uns intelligent und wie im echten Fußball auf den Außenbahnen, mal blieben sie dumm und stur auf ihrer Position, obwohl sie sich freilaufen sollten. Außerdem enttäuschend: Bis auf übersichtlichere Menüs veränderte sich dieses Jahr nichts bei den Spielmodi (außer das FUT die WebApp bekam).
Rasen (Fifa 14) Rasen (Fifa 14)
Rasen (Fifa 15) Rasen (Fifa 15)

Das 3D-Gras von Fifa 15.

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