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Adventskalender 2019

Football Manager 2020 im Test: Je größer die Vereinsliebe, desto besser der Manager

Der Football Manager 2020 liefert auch diese Saison die beste Simulation der Bundesliga. Im Test zeigt sich aber, dass nur bestimmte Spielertypen von den wichtigsten Neuerungen profitieren.

von Dennis Zirkler,
19.11.2019 16:14 Uhr

Die Spielszenen des Football Manager 2020 wirken dank Dutzender neuer Animationen noch glaubwürdiger als im Vorgänger, bleiben von der grafischen Qualität eines FIFA aber natürlich weit entfernt. Die Spielszenen des Football Manager 2020 wirken dank Dutzender neuer Animationen noch glaubwürdiger als im Vorgänger, bleiben von der grafischen Qualität eines FIFA aber natürlich weit entfernt.

Jeder, der schonmal einen Fußballmanager gespielt hat, kann sie erzählen: Diese eine Geschichte, in der er sein Team nach einer Saison voller Höhen und Tiefen letzten Endes doch noch zur Meisterschaft geführt hat. Diese eine Geschichte, die bei den FIFA-spielenden Freunden nur mitleidige Blicke und Fragen wie: "Und du hast da nur zugeguckt und gar nicht selbst gespielt?" auslöst.

Und natürlich diese eine Geschichte, wegen der die Partnerin oder der Partner nur allzu oft abends im Bett darauf warten musste, dass man endlich nachkommt - was natürlich erst viele Stunden später geschehen ist. Mit dem Football Manager 2020 könnt ihr nun weitere Geschichten schreiben, denn Sports Interactive liefert ein kleines Meisterwerk.

Für eine möglichst erfolgreiche Geschichte wird im Football Manager 2020 den Spielern wieder allerhand abverlangt: Wir müssen Spieler verpflichten und bei Laune halten, neue Taktiken probieren und eintrainieren sowie Jugendspieler ausbilden und an die erste Mannschaft heranführen - während der Vorstand immer ein Auge auf unsere Arbeit und die Finanzen hat. Für all diese Aufgaben liefert auch die diesjährige Version wieder alle denkbaren Tools und Handlungsfreiheiten, die man sich als PC-Fußballmanager nur wünschen kann.

Ein Traum für Taktikfüchse

Die Wahl der richtigen Taktik für das vorhandene "Spielermaterial" ist der Grundstein jedes Football-Manager-Erfolgs. Besonders für Anfänger ist der Taktik-Assistent hilfreich, der in der Vorjahresversion den Einzug ins Spiel gehalten hat. Mit ihm können wir zwischen unterschiedlichen Spielweisen wie einem Gegenpressing à la Jürgen Klopp oder einem Abwehrbollwerk feinster italienischer Catenaccio-Baukunst wählen.

Das Gegenpressing ist im FM 2020 übertrieben stark. So stark, dass der „Effzeh“ sogar die Bayern mit 3:0 nach Hause schickt. Das Gegenpressing ist im FM 2020 übertrieben stark. So stark, dass der „Effzeh“ sogar die Bayern mit 3:0 nach Hause schickt.

Doch Achtung: Nur weil wir eine Taktik auswählen, heißt das noch lange nicht, dass die auch funktionieren wird. Wer zum Beispiel mit dem MSV Duisburg plötzlich ein vom FC Barcelona inspiriertes Tiki-Taka spielen will, darf seiner Mannschaft vermutlich dabei zusehen, wie sie mehr Pässe in die Füße des Gegners als zu den eigenen Teamkameraden spielt.

Zum Glück analysiert der Taktik-Assistent aber auch immer unseren Kader und empfiehlt darauf basierend eine passende Spielweise. Dabei trifft die KI stets sinnvolle Entscheidungen und erleichtert so vor allem Anfängern den Einstieg in den komplexen Taktikbildschirm. Football-Manager-Profis werden hingegen lieber ihre ganz eigene Taktik bis ins kleinste Detail planen.

Unzählige Anpassungsmöglichkeiten für das Team und einzelne Spieler in den drei Phasen (im Ballbesitz, Umschaltspiel, Gegner in Ballbesitz) lassen für wahre Taktikfüchse keine Wünsche offen. Wer im Vorfeld einer Partie auch noch die Stärken und Schwächen seines Gegners analysiert und die eigene Mannschaft haargenau darauf einstellt, kann allein dafür locker 30 Minuten pro Spieltag einplanen.

Vor allem Anfänger profitieren vom Taktik-Assistenten, der mehrere Spielstile zur Auswahl stellt und für unser Team geeignete Spielweisen markiert. Vor allem Anfänger profitieren vom Taktik-Assistenten, der mehrere Spielstile zur Auswahl stellt und für unser Team geeignete Spielweisen markiert.

Hochrealistische Live-Spiele

In den in Echtzeit simulierten Live-Spielen werden unsere an der Taktiktafel getroffenen Entscheidungen realistisch umgesetzt. In der Regel machen die Spieler das, was wir ihnen aufgetragen haben - doch es gibt auch Ausnahmen: Extremfälle wie ein Mario Balotelli, der nur wenige Punkte in Teamwork und Einsatzbereitschaft hat, ziehen gerne auch einfach mal ihr eigenes Ding durch.

Es sind vor allem solche Details, die jede einzelne Partie zu einem einzigartigen und vor allem glaubwürdigen Erlebnis machen. Jede Stellschraube, an der wir drehen, lässt sich 1:1 auf dem Rasen nachvollziehen. Und wenn eine über Monate einstudierte Konter-Variante erstmals zum Torerfolg führt, fühlt sich das besser an als jeder noch so spektakuläre FIFA-Treffer.

Die Match-Engine, die für die Simulation und Darstellung der Spiele zuständig ist, wurde auch in der diesjährigen Version weiter verbessert: So bekommen wir dank Dutzender neuer Animationen noch abwechslungsreichere Spielzüge zu sehen, weil unsere Spieler ein sichtbar größeres Bewegungspotenzial abrufen können - von kurzen Dribblings über wuchtige Kopfballverlängerungen bis zu extravaganten Hackenpässen.

Der 2D-Modus ist kein Augenschmaus, aber Spielzüge und taktische Veränderungen lassen sich hier am besten nachvollziehen. Der 2D-Modus ist kein Augenschmaus, aber Spielzüge und taktische Veränderungen lassen sich hier am besten nachvollziehen.

Doch auch wenn Sports Interactive an den Animationen geschraubt und die 3D-Modelle der Spieler etwas aufgehübscht hat, bleibt der Football Manager 2020 auch in dieser Saison weit von einem optischen Leckerbissen entfernt. Die Sportler rutschen weiterhin wie Schlittschuhläufer über den Rasen und wechseln immer noch abrupt von der einen Animationsphase in die Nächste, was beides extrem unnatürlich und unbeholfen aussieht.

Die Grafik könnte sich also allerhöchstens mit einem zehn Jahre alten FIFA- oder PES-Serienteil messen. Deshalb haben wir im Test auch nach kurzer Zeit in den 2D-Modus gewechselt. Hier agieren die Akteure zwar nur als Punkte auf dem Rasen, unsere Entscheidungen und deren Einfluss aufs Match lassen sich dank der besseren Übersicht aber viel präziser analysieren - und mit etwas Fantasie sehen wir nach einiger Zeit genau so schöne Spiele wie in 3D.

Gibt's auch Multiplayer?
Der Football Manager 2020 bietet zwei Multiplayer-Spielmodi: Einerseits den ganz normalen Karrieremodus, in dem jeder Spieler wie im Einzelspielermodus einen Verein übernimmt. Andererseits gibt es noch den Fantasy-Draft-Modus, in dem alle Mitspieler ein vorher bestimmtes Budget nutzen können um abwechselnd Spieler ihr Team zu rekrutieren - dabei können fast alle in der Datenbank vorhandenen Spieler verpflichtet werden. Im Anschluss lassen die Manager ihre Fantasiemannschaften in einem Turnier oder einer kleinen Liga antreten.

Kleine Bugs mit großen Frustpotenzial

Das größte Problem des Football Managers 2020 sind aber nicht seine mangelhafte Präsentation, sondern diverse Bugs und Unausgewogenheiten: Einer der auffälligsten Fehler in unserer Testversion ist die Unfähigkeit der KI, aus 1-gegen-1-Situationen Tore zu erzielen. Selbst in Pokalspielen gegen unterklassige Gegner gewinnt der Torhüter fast jedes Duell - oder der Stürmer schießt den Ball gleich in Richtung Eckfahne.

Deutlich zu stark sind hingegen die Weitschüsse: Auch wenn Tore von außerhalb des Strafraums in der Regel schön anzusehen sind, fallen sie im Vergleich zu realen Fußballspielen viel zu häufig. Es ist auf jeden Fall verwunderlich, dass Sports Interactive diese Bugs beim internen Testen nicht aufgefallen sind.

Unsere Spieler treffen in Eins-gegen-Eins-Situationen quasi nie – hier hat es ausnahmsweise mal geklappt. Unsere Spieler treffen in Eins-gegen-Eins-Situationen quasi nie – hier hat es ausnahmsweise mal geklappt.

Ebenfalls ärgerlich: Die Gegenpressing-Taktik ist - wie schon im Vorgänger - wieder deutlich zu stark. In unserem Test konnten wir uns beispielsweise mit dem 1. FC Köln mit dieser Spielweise nach nur einer Saison direkt fürs internationale Geschäft qualifizieren, obwohl wir mit dem Kader realistischerweise eher gegen den Abstieg spielen sollten - und das, ohne einen einzigen Spieler zu verpflichten!

Auch mit einer Handvoll anderer Vereine lief die Taktik von Anfang an viel zu gut. Dadurch fühlten wir uns zeitweise entmutigt, etwas Neues auszuprobieren, da mit dem Gegenpressing ohne große Arbeit fast immer das beste Ergebnis herauskam.

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