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Großes Comeback: Diese Spiele von Activision Blizzard sollte Microsoft jetzt wiederbeleben

Activision Blizzard gehört weit mehr als nur Diablo oder World of Warcraft. Die Redaktion wünscht sich unter Microsoft ein paar heißgeliebte Marken zurück.

von GameStar Redaktion, Elena Schulz,
22.01.2022 10:36 Uhr

Diese Woche musste man kein Jedi sein, um eine Erschütterung in der Macht zu spüren: Microsoft kaufte völlig aus dem Nichts Activision Blizzard und zahlte fast 70 Milliarden Dollar für Marken wie World of Warcraft, Overwatch oder Diablo. Die kennt natürlich fast jeder Spieler und viele warten gespannt, wie die Reise für diese Blockbuster jetzt weitergeht. Zocken wir WoW vielleicht bald mit dem Game Pass?

Uns sind allerdings auch viele kleinere Spiele und Reihen nicht entgangen, für die Microsoft ganz nebenbei die Rechte eingesackt hat. Und genau um die soll es in diesem Artikel gehen. Diese Marken brauchen für uns nämlich unbedingt ein großes Comeback. Für die meisten erscheint das ziemlich unwahrscheinlich, aber man wird ja noch träumen dürfen. Habt ihr auch einen Wunschkandidaten, der jetzt wieder aufleben soll? Schreibt ihn uns in die Kommentare!

Außerdem haben wir ausführlich analysiert, was der Activision-Kauf für uns Spieler bedeuten kann. Während Peter sich über neue Möglichkeiten freut, sieht Elena den Deal sehr skeptisch:

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Microsoft: Wie der Activision-Kauf unsere Gaming-Zukunft bedroht

Gabriel Knight

Genre: Adventure | Release (letzter Teil): 1999 - Gabriel Knight 3 | Plattformen: PC (Mac)

Gabriel Knight: Sins of the Fathers - Trailer zum Remake des Adventures 1:21 Gabriel Knight: Sins of the Fathers - Trailer zum Remake des Adventures

Géraldine Hohmann: Okay, Hand aufs Herz: Glaube ich wirklich, dass Microsoft den steinalten Adventure-Klassiker Gabriel Knight im großen Stil zurückbringt? Nein. Aber MÖCHTE ich es? Darauf könnt ihr verdammt nochmal euren Schattenjägerdolch verwetten!

Kein anderer Videospielcharakter ist mir auf so sympathische Art unsympathisch wie der Schattenjäger/Schriftsteller/Detektiv/Quasi-Werwolf Gabriel Knight, der sich aus Katzenhaar einen falschen Schnurrbart bastelt, um den Ausweis eines Mannes zu fälschen, der gar keinen Bart trägt - und der »Was wissen Sie über die verstümmelten Leichen?« für einen angemessenen Gesprächseinstieg hält. 

Und es wäre so eine schöne Geschichte: Die Trilogie hat nämlich jeden Trend von Story-Adventures der 90er einmal mitgenommen. Teil 1 war in fescher 2D Pixelgrafik gehalten, Teil 2 ein mit Schauspielern gefilmtes FMV-Adventure (und mein absoluter Lieblingsteil) und den Abschluss der Trilogie bildete schließlich Teil 3, der die tapsigen ersten Schritte der 3D-Grafik aufs Scheußlichste abbildet, wenn wir mal ehrlich sind.  

Eine neue Geschichte rund um Gabriel in heutiger Technik wäre also der nächste logische Schritt. Gabriel Knight im Stile von Alan Wake etwa? Die Kombi aus Schriftsteller und Detektiv hätten wir ja schon mal beisammen. Meine Traumvorstellung? Ein Open-World-Story-Adventure, dass wie Teil 2 wieder mitten in München spielt. Komm schon, Microsoft. Ich habe bald Geburtstag!

Quest for Glory

Genre: Rollenspiel-Adventure | Release (letzter Teil): 1998 - Quest for Glory V | Plattformen: PC (Mac)

Dimitry Halley: Eher frieren die Wüsten von Shapeir zu, als dass Quest for Glory tatsächlich ein Comeback hinlegt. Selbst ich könnte keinem Studio guten Gewissens empfehlen, sich ausgerechnet an einen Mix aus Adventure und Rollenspiel zu hocken. Gute RPGs verkaufen sich wie geschnitten Brot - also wieso sollte ein Team so ein Erfolgsmodell mit einem Point-and-Click-Genre kombinieren, das heutzutage bloß noch als Indie-Nische funktioniert?

Aber das hindert mich nicht am Träumen, denn Quest for Glory war verdammt nochmal einzigartig. In Shapeir, Tarna, Spielburg und Co. zählte eben nicht nur Grips, sondern auch das Rollenspiel-Können meines Helden. Ein Dieb löst Probleme komplett anders als ein Krieger oder Magier. Quest for Glory war immer schon drei Spiele in einem - und ich habe es geliebt. Dutzende Male befahl ich meiner armen Hauptfigur, den immer gleichen Baum hochzuklettern, nur um ihren Kletter-Skill zu verbessern. Quest for Glory setzte bereits 1989 auf ein Learning-by-Doing-Rollenspielsystem. Da war Skyrim noch nicht mal ein Gedankenpups.

Natürlich sind Story, Szenario und Co. der Quest-for-Glory-Serie aus heutiger Sicht sehr, sehr klassisch: Mal bereist man ein europäisches Fantasy-Mittelalter, mal ein orientalisches Wüstenreich, mal Transsilvanien in spe, mal ein antikes Fantasy-Griechenland. Quest for Glory hat wie King’s Quest nie einen Hehl daraus gemacht, in erster Linie klassische Sagenstoffe zum Leben zu erwecken. Aber wer weiß - vielleicht gäbe es für sowas auch heute noch ein Publikum? Microsoft müsste ja kein Triple-A-Studio drauf werfen. Aber Obsidian? Ein Träumchen.

Tenchu

Genre: Stealth-Action | Release (letzter Teil): 2008 - Tenchu: Shadow Assassins (nur Japan) | Plattformen: PlayStation, PS2, Xbox, Xbox 360, Wii, NDS,

Elena Schulz: Hoppla, das war ein ganz schöner Sprung für die 12-Jährige Elena, die sonst Die Sims, Animal Crossing und Nintendogs gezockt hat. Und das nicht nur, weil in Tenchu öfter mal das Pixelblut spritzt - das sah dank der Nintendo-DS-Auflösung von Dark Secret damals ohnehin sehr harmlos aus. Ob das reichte, um es altersgerecht zu machen, sei jetzt mal dahingestellt. Aber ich bin Tenchu trotzdem bis heute dankbar, dass es mir eines meiner absoluten Lieblingsgenres eröffnet hat - die Schleichspiele.

Außerdem inspirierte das erstmals 1998 erschienene Ninja-Abenteuer mit seinen Mechaniken zahlreiche spätere Stealth-Highlights wie Hitman oder Splinter Cell. Ihr steuert die schattenhaften Kämpfer Rikimaru und Ayame, die im Auftrag des angesehenen Lord Gohda allerlei Scharlatanen das Handwerk legen, meist, nun ja, mit Auftragsmord. Dabei gehen sie in der Regel heimlich vor und nutzen fiese Shinobi-Tricks wie Wurfsterne oder vergiftetes Essen.

Stealth Games haben heutzutage leider keinen guten Stand, weshalb ich nur wenig Hoffnung habe, dass Tenchu wirklich zurückkommt und vielleicht sogar seinen Weg auf den PC findet. Ein Hitman zeigt aber, welche fantastischen Möglichkeiten die Entwickler hätten. Sie könnten mich zum Beispiel in eine Open World entlassen, die gespickt ist mit Fallen, Verstecken, Waffen und Gelegenheiten, aber eben auch Gegnern, die meine Ninjas aufspüren und zum Fall bringen wollen. Kommt dann noch eine packende Geschichte oben drauf, würde das doch bestimmt zumindest ein paar Leute in den Game Pass locken - oder?!

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