New World musste kurzzeitig erneut seinen kompletten Handel abschalten

Erneut treibt ein Bug in New World sein Unwesen, der die Entwickler dazu gezwungen hat, den Handel zwischen Spielern vorrübergend zu deaktivieren.

von Sören Diedrich,
17.11.2021 08:51 Uhr

Es kommt einfach keine Ruhe in den Betrieb von New World. Seit das MMO Ende September 2021 an den Start ging, wurde das Spiel von allerlei Problemen geplagt. Vor allem das Item Duping, also das Vervielfachen von Items durch das Ausnutzen eines technischen Fehlers, sorgte bereits für einigen Ärger.

Ein neuer Bug hat nun erneut dafür gesorgt, dass man seine Items vermehren kann. Daher war der Handel in New World erneut vorübergehend deaktiviert. Die Entwickler haben sich auch bereits dazu geäußert, wie man nun weiter verfahren möchte.

Letztes Update: 17. November 2021
Das ist neu: Die Handels-Funktionen wurden wieder aktiviert, aber schlechte Nachrichten fürs Crafting

Dieser neue Exploit kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Immerhin hat man gerade mit der Ankündigung des ersten großen Inhaltsupdates für gute Schlagzeilen und bessere Stimmung in der Community gesorgt:

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Die Zukunft von New World

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Handel zwischen Spielern läuft wieder, Kompanien werden entschädigt

In der Nacht vom 16. auf den 17. November 2021 wurden die meisten Funktionen rund um den Handel zwischen Spielern wieder aktiviert - bis auf eine Ausnahme: Housing-Deko ist derzeit als nicht handelbar markiert und kann auch nicht verändert werden, damit der Exploit nicht doch wieder ein Comeback feiern kann.

Das ist für Spieler im Endgame durchaus ein großes Problem, da sie dadurch beim Crafting eingeschränkt sind. Denn um die Chancen auf bessere Items zu erhöhen, können erfahrene Spieler ihre Trophäen an die Wand auf- und abhängen, um so spezielle Boni zu erhalten. Da die Möglichkeit des Dekorierens nun deaktiviert bleibt, schauen Handwerker in die Röhre. Immerhin soll dieser Zustand laut der Entwickler nicht lange andauern.

Eine wichtige Info in diesem Zusammenhang gibt es auch für Kompanien, deren Basis aufgrund der vorübergehend deaktivierten Transfers heruntergestuft wurden. Laut des Updates im offiziellen Forum plant man eine Entschädigung, die im Rahmen des großen November-Patches kommen soll.

Wer sich noch einmal in die ganze Angelegenheit einlesen möchte, findet untenstehend den ursprünglichen Artikel.

Handel kurzzeitig deaktiviert, Nutzung des Exploits soll geahndet werden

Im offiziellen Forum von New World hatten sich die Betreiber mit einem Statement zu Wort gemeldet, dass den neuen Exploit bestätigte und die getroffenen Entscheidungen hinsichtlich des deaktivierten Handels zwischen Spielern näher ausführte. So schreibt der Community Manager Tosch:

Hallo zusammen,

wir sind uns eines möglichen Duplizierungs-Exploits bewusst, der in den Foren und sozialen Medien verbreitet wurde. Während wir den Exploit untersuchen, haben wir alle Formen des Vermögenstransfers zwischen Spielern vorübergehend deaktiviert (z.B. das Senden von Währungen, Gildenkassen, Handelsposten, Spieler-zu-Spieler-Handel). Jeder Spieler, der sich an der Nutzung dieses Exploits beteiligt hat, wird entsprechend bestraft.

Sobald der Duplizierungs-Exploit untersucht wurde und wir bereit sind, den Vermögenstransfer wieder zu aktivieren, werden wir diesen Beitrag aktualisieren.

Danke für euer Verständnis.

Wenn ihr derzeit in New World Handel mit anderen Spielern treiben wollt, schaut ihr in die Röhre. Wenn ihr derzeit in New World Handel mit anderen Spielern treiben wollt, schaut ihr in die Röhre.

Ihr könnt derzeit also keinen Handel mehr mit anderen Spielern treiben und auch nicht den Handelsposten nutzen. Auch der Versand von Gold und die Einzahlung in die Gildenkasse ist nicht mehr möglich.

Wie lange man den Handel stilllegt, ist nicht bekannt. Es könnte also sogar bis zum kommenden Patch 1.0.6 dauern, ehe man die Funktionen wieder freigibt. Welche langfristigen Auswirkungen dieses Vorgehen auf die ohnehin schon sehr fragile Wirtschaft in New World hat, bleibt abzuwarten.

Spieler fordern kompletten Reset der Wirtschaft

Jetzt könnte man sich natürlich verwundert fragen, wieso solche Item-Exploits ausgerechnet bei New World für so große Aufregung sorgen. Der Grund dafür liegt in der komplett spielerbasierten Ökonomie. Während in klassischen MMOs die Wirtschaft größtenteils über NPCs mit fixen Preisen für An- und Verkauf abläuft und Spieler meist nur Items in Auktionshäusern anbieten können, funktioniert hier anders.

Denn in New World bestimmen die Aktionen der Spieler - also der komplette Handel, die Auktionen, Gildenkassen etc. - die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, etwa die Preise nach dem Angebot-/Nachfrage-Prinzip. Wenn ein Exploit also erlaubt, Items zu duplizieren, und damit an absurd hohe Mengen Gold zu gelangen, wackelt plötzlich das ganze Fundament des Wirtschaftssystems.

Ein anschauliches Beispiel gefällig? Der Twitter-User Dimitry hat vorgerechnet, wie schnell man zu astronomischem Reichtum gelangen kann, wenn man die Exploits ausnutzt. Laut ihm benötige man nicht einmal 30 Item-Duplizierungen, um über 1 Milliarde Goldtaler zu besitzen.

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Als Reaktion auf den jüngsten Exploit und das ausführliche Statement des Entwicklers fordern daher immer mehr Spieler in den Kommentaren im Forum und bei Twitter, die Wirtschaft von New World komplett auf Null zu setzen, um etwaige Vorteile der Betrüger annulieren. Nur dann gebe es überhaupt noch einen Anreiz für Spieler, die Ökonomie mitzugestalten.

Was genau läuft da eigentlich schief bei New World? Immerhin startete das Amazon-MMO mit riesigen Ambitionen, doch bislang ist noch reichlich Sand im Getriebe. Über die Gründe für die holprigen ersten Lebenswochen hat sich Petra ihre Gedanken gemacht, die sie mit euch teilen möchte:

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Wie ist bei euch die Stimmung? Habt ihr weiterhin Geduld mit New World, oder hat das MMO auch euch inzwischen mit den wiederkehrenden Problemen vergrault? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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