Phoenix Point - Geistiger XCOM-Nachfolger macht bereits vor Release 100.000 Dollar pro Monat

Allein durch Vorbestellungen generiert das Rundenstrategiespiel Phoenix Point rund 100.000 Dollar im Monat. Trotzdem sind die Entwickler besorgt, ob ihr Spiel die Erwartungen erfüllen kann.

von Martin Dietrich,
05.04.2018 16:15 Uhr

Phoenix Point sorgt bereits vor Release für dicke Einnahmen beim Entwickler.Phoenix Point sorgt bereits vor Release für dicke Einnahmen beim Entwickler.

Die Vorfreude auf Phoenix Point garantiert den Entwicklern eine regelmäßige Einnahmequelle. Rund 100.000 US-Dollar verdient das Team bei Snapshot Games nur durch Vorbestellungen pro Monat. Diese Summe nannte David Kaye, einer der Studiogründer, im Interview mit gamesindustry.biz. Das Rundenstrategiespiel entsteht unter der Leitung vom XCOM-Erfinder Julian Gollop.

Auf der offiziellen Webseite sind viele verschiedene Verkaufsversionen und Collectors Editionen verfügbar, die von 30 Dollar bis maximal 250 Dollar reichen. Die 50-Dollar-Version garantiert dabei frühzeitigen Demo-Zugang und weitere Extras. Scheinbar kommt diese Preisgestaltung bei vielen Interessierten sehr gut an. Im Vorfeld konnte der Titel bereits äußerst erfolgreich eine Fig-Crowdfunding-Kampagne mit über 760.000 Dollar zu Ende bringen.

Phoenix Point in der Vorschau

Erfolg nicht garantiert

Dennoch möchte David Kaye derzeit nicht schon die Sektkorken knallen lassen. Seiner Meinung nach kann man sich eines Verkaufserfolges nie so ganz sicher sein, weil pro Tag einfach zu viele neue Spiele erscheinen oder Services wie Humble Bundle, Steam oder der Microsoft Game Pass mittlerweile Spieler sehr günstig anbieten.

"In Bezug auf den Verkauf eines Spiels kann man nichts mehr als selbstverständlich betrachten, weil es nie einen besseren Zeitpunkt gegeben hat, ein Konsument von Medien zu sein. Das betrifft nicht nur Videospiele, sondern auch das Fernsehen. Wenn man bestimmte Spiele will, hat man immer viele Optionen. Ich bin alt genug, um mich daran zu erinnern, dass es Zeiten gab, in denen es nichts Gutes zu spielen oder zu sehen gab, was mich interessierte. Das ist kein Problem, das ich jetzt habe."

Phoenix Point - Vorschau: Das wird die Messlatte für XCOM 3 (Gameplay) 7:09 Phoenix Point - Vorschau: Das wird die Messlatte für XCOM 3 (Gameplay)

Entwickler wollen ein Franchise aufbauen

Dank einer stetigen Facebook-Präsenz und einer gezielten Werbekampagne konnten die Macher Phoenix Point trotz des Überangebots erfolgreich als Marke etablieren, erzählt Kaye. Snapshot Games plant auch bereits für die Zukunft, nach dem Release von Phoenix Point weitere Inhalte im selben Universum anzusiedeln. Das können Addons sein oder aber weitere Ableger. Die Welt soll aber auch durch Medien wie Bücher erweitert werden.

Den Vergleich mit ihrem größten Konkurrenten scheuen sie nicht. Man habe sich ambitionierte Ziele gesetzt und wolle diese auch umsetzen, trotz eines kleineren Budgets sowie einem kleineren Entwicklerteam. »Dennoch müssen wir abliefern, weil wir anhand von XCOM beurteilt werden«, sagt Kaye.

Snapshot Games ist in Sofia, Bulgarien, zu Hause und hat aktuell 28 Mitarbeiter. Phoenix Point soll Ende 2018 für den PC erscheinen.

Quelle: gamesindustry.biz

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