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Fazit: Phoenix Point im Test - Das XCOM für Anspruchsvolle

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Fazit der Redaktion



Martin Deppe
@GameStar_de

Seit dem allerersten X-COM (damals noch mit Bindestrich) bin ich bei der Serie dabei. Denn sie verbindet ebenso elegant wie durchdacht meine beiden absoluten Lieblingsgenres: viel Rundentaktik inklusive Truppen-Verbessern auf der einen Seite, strategische Planung mit Forschung auf der anderen - und das alles verpackt in ein spannendes Setting. Vor allem aber hat es die Reihe hinbekommen, dass ich bei jedem Schusswechsel gebannt mitzittere. Die beiden XCOM-Teile von Firaxis haben dieses Mitfiebern perfektioniert: Ich darf meine Kämpfer sogar mit eigens bemalten Waffen ausstaffieren und coole Heldenposter mit ihnen gestalten.

In Phoenix Point ist diese Bindung nicht ganz so so stark. Die Soldaten reden weniger, beim Feuern sehe ich sie in der Nahansicht meist nur von hinten, und sie tragen immer Helme, sodass ich ihre Gesichter nur in kleinen Icons sehe. Dass die Kämpfe trotzdem sauspannend sind, liegt am hervorragend implementierten Zielsystem mit Körpertrefferzonen. Denn das erlaubt viele weitere Taktiken: Feuere ich auf die Beine eines Gegners (oder was ein Mutant halt so zum Fortbewegen benutzt), um ihn mir vom Leib zu halten? Schieße ich auf die Arme oder die Waffe? Oder ziele ich mutig auf den Kopf und riskiere einen Fehlschuss?

Ich mag dieses Zielsystem, das schon bei Fallout und meinem Rundentaktik-Liebling Jagged Alliance 2 prima funktioniert hat. Friendly Fire und Fehlschüsse, die andere Truppen erwischen oder eine Deckung zerbröseln, runden das Kampfsystem schön ab. Wer also etwas mehr taktischen Tiefgang als in XCOM 2 sucht und auf schnittige Zwischensequenzen und Kamerafahrten mit sprintenden Kämpfern verzichten kann, ist mit Phoenix Point sehr gut beraten. Man muss allerdings hinnehmen, dass es sich ansonsten sehr ähnlich spielt - und auch so aussieht. Aber es soll ja Leute geben, die von diesem Spielprinzip nie genug bekommen können. Habe ich gehört.

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