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Politischer Streit um CS:GO-Turnier - Taiwanesisches Team von WM-Quali ausgeschlossen

Das taiwanesische Team SadStory ist trotz eines Sieges für das erste Counter-Strike-Meisterschaftsturnier im Jahr 2019 disqualifiziert worden. Der Begründung der Veranstalter sorgt für heftige Diskussionen in der CS:GO-Community.

von Stefan Köhler,
07.11.2018 18:30 Uhr

Ein taiwanesisches Team muss durch die China-Regionalquali und darf nicht in der Region Ostasien antreten. Eine unpolitische Entscheidung, sagen die Veranstalter. Ein Affront bei einem so sensiblen Thema, sagen Spieler und Fans.Ein taiwanesisches Team muss durch die China-Regionalquali und darf nicht in der Region Ostasien antreten. Eine unpolitische Entscheidung, sagen die Veranstalter. Ein Affront bei einem so sensiblen Thema, sagen Spieler und Fans.

Ein E-Sport-Event trifft auf einen politischen Streit: Das taiwanesische Counter-Strike-Team SadStory wurde von der Qualifikation für das im Februar stattfindende Meisterschaftsturnier IEM Katowice 2019 von Counter-Strike: Global Offensive ausgeschlossen. SadStory hatte an der Qualifikationsrunde für Ostasien teilgenommen, hätte laut den Veranstaltern aber an der Qualifikationsrunde für chinesische Teams teilnehmen müssen.

Die Situation sorgt nun nicht nur für Frust bei den betroffenen Spielern, sondern auch für politischen Zündstoff. Denn die Unabhängigkeit Taiwans (offiziell Republik China) gegenüber der Volksrepublik China ist bis heute umstritten und wird von vielen Nationen nicht anerkannt, darunter Deutschland.

Überblick: Was ist passiert?

Das taiwanesische Team SadStory hatte sich erfolgreich für die Qualifikationsrunde "Südostasien" angemeldet, um sich eine Teilname am IEM Katowice 2019 zu erspielen, das vom 14.2. bis zum 4.3.2019 in der namensgebenden polnischen Stadt ausgetragen wird. Das erste Match gegen die japanischen Kontrahenten Friendly Welcome fand regelkonform statt und der Sieg ging sehr eindeutig mit 16:1 an SadStory.

Statt die Einladung zur nächsten KO-Runde folgte aber die Disqualifikation vom Veranstalter ESEA, als Grund wurde die Region des Teams angegeben. SadStory hätte sich für die regionale Qualifikationsrunde "China" anmelden müssen und durfte laut den Veranstaltern nicht über die Region "Ostasien" einen der begehrten Qualifikationsplätze erspielen. Eine Formalität, möchte man meinen, in diesem Falle aber mit politischen Implikationen.

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Was sehen die offiziellen Regeln vor?

Insgesamt vier große Regionen sehen die Veranstalter der Meisterschaft für CS:GO vor. Amerika, Asien, Europa und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten sind nochmal in Unterregionen aufgeteilt. Im Falle von Asien sind das Naher Osten, Südostasien, Ozeanien, China und Ostasien.

Das offizielle Regelwerk des Veranstalters ESEA (die wie ESL und IEM zur deutschen Turtle Entertainment GmbH gehören) geht noch einen Schritt weiter und erklärt eindeutig, welche Länder zu welchen Regionen gehören. Taiwan kommt in dieser Liste gar nicht vor und ist weder unter Ostasien noch China als übergeordnete Region eingetragen.

Der Grund: Beim Regelwerk hat man sich an der offiziellen Klassifizierung der Staaten durch die United Nations (UN) bedient. Und wie eingangs erwähnt sieht nur eine Handvoll Nationen die Republik China (Taiwan) als unabhängigen Staat an, der souverän neben der Volksrepublik China existiert. Die UN tut dies offiziell nicht, auch Deutschland unterhält offiziell keine diplomatischen Beziehungen mit Taiwan. Taiwan sieht sich selbst sehr wohl als unabhängiger Staat mit sehr realen, demokratisch gewählten Repräsentanten und einem eigenen Pass, der mit seiner grünen Farbe nicht ganz ungewollt dem roten Ausweis der kommunistischen Volksrepublik gegenübersteht.

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