Realms Beyond - RPG jetzt bei Kickstarter, verspricht das Beste aus Baldur’s Gate, Fallout & Ultima

Das Münchner Entwicklerstudio Ceres Games will für ihr Oldschool-Rollenspiel Realms Beyond insgesamt 100.000 Euro bei Kickstarter sammeln und hat sich große Vorbilder ausgesucht.

von Martin Dietrich,
17.10.2018 17:47 Uhr

Sechs Partymitglieder, eine Fantasy-Welt im Umbruch und viel Entscheidungsfreiheit: Mit Realms Beyond: Ashes of the Fallen will Ceres Games aus München den großen Rollenspielen der 80er und 90er Jahren nacheifern und sammelt dafür seit Kurzem auf Kickstarter Unterstützer, die ihre Vision teilen. Mindestens 100.000 Euro will das Indie-Studio. Nach einem Tag haben bereits über 500 Oldschool-RPG-Fans mehr als 23.000 Euro gespendet.

Der aktuelle Plan sieht eine Combat-Beta für Mitte 2019 vor. Ende nächsten Jahres soll Realms Beyond im Early Access erscheinen. Der finale Release ist bei genügend Kickstarter-Unterstützer auf Anfang 2020 angesetzt.

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Klassische Spielsysteme

Wir hatten bereits Ende 2017 über das Rollenspiel berichtet. Wer eine kurze Erinnerung braucht, worum es eigentlich geht, findet im Folgenden die wichtigsten Infos: Eure Heldenparty setzt sich aus sechs Charakteren zusammen, acht Charakterklassen und sieben Rassen stehen zur Auswahl, darunter das Who's Who der westlichen Rollenspielsphäre wie Menschen, Zwerge, Elfen, Halb-Elfen, Halblinge, Gnome und Halb-Orks.

Das Charaktersystem ist an das klassische »Dungeon & Dragons«-Spielsystem angelehnt und erlaubt mehr als 100 Zaubersprüche und ein komplexes, rundenbasiertes Kampfsystem. Überhaupt sollen Spieler so viele Freiheiten besitzen wie nur möglich. Die Weltkarte steht euch von Anfang an komplett zur Verfügung, Quests sollen viele Lösungsmöglichkeiten erlauben und NPCs reagieren auf eure Vergangenheit und aktuelle Taten.

Die Spielwelt soll glaubwürdig und nachvollziehbar sein. Nichtspielercharaktere folgen einem Tagesablauf und Spieler sollen während ihrer Reise regelmäßig über spannende Dungeons und Gebiete stolpern. Viele Gegenstände in der Welt sind interaktiv und können manipuliert werden.

Realms Beyond - Erste Screenshots zum Münchner RPG ansehen

Große Versprechen

Ceres Games hat sich keine kleinen Vorbilder rausgesucht und möchte an die glorreichen Tage zurückerinnern, schreiben sie in ihrem Kickstarter-Text:

"Es verwendet die besten Spielelemente dieser alten Klassiker und erweckt sie mittels einer modernen Spiele-Engine wieder zum Leben. In Realms Beyond wird man das taktische, rundenbasierende Kampfsystem der Gold Box Spiele, Temple of Elemental Evil, sowie Dark Sun wiederfinden. Außerdem gibt es die Welterkundungs- und Reisemechaniken von Realms of Arkania, die Interaktivität und Lebendigkeit der Ultima Reihe, die Entscheidungsfreiheit und Möglichkeiten der Beeinflussung der Spielwelt von Fallout und Arcanum, die reichhaltige Interaktion mit NPCs eines Baldur's Gate und Planescape Torment, ebenso wie gänzlich neue Features, die man so bisher noch nicht in diesem Genre gesehen hat."

Die Geschichte spielt 50 Jahre nach einer großen Katastrophe, Kataklysmus genannt. Die Fantasy-Welt ist zerüttet und Gesetzlose sowie allerhand Kreaturen durchstreifen die Lande. Der Spieler kann sich nun in den Dienst von Herrschern stellen, um wieder Recht und Ordnung herzustellen.

Auch Modder sollen mit Realms Beyond dank der selbst entwickelten Engine namens »UrWelt« zufrieden sein. Bei erfolgreicher Auslieferung wird das Rollenspiel mit mächtigen Editierwerkzeugen versorgt, versprechen die Entwickler. »Modder werden in der Lage sein, den exakt gleichen Leveleditor und Dialogeditor zu benutzen, den wir verwenden, um das Spiel zu erstellen.« Wer sich also in die Tools hineinkniet, kann gleich seine eigenen Abenteuer kreieren.

Mit dem Kickstartergeld wollen die Macher vor allem Autoren und Level-Designer bezahlen. Die Engine und die generellen Spielsysteme sind zum Großteil bereits fertig, jetzt müsse das Spiel nur mit mehr Inhalt gefüllt werden, sagt Ceres Games. Daneben sollen mehr Sound-Effekte die Immersion erhöhen und eine größere Palette an musikalischen Hintergrunduntermalungen entstehen.

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