Corona wird Resident Evil für immer verändern - meint der Serien-Schöpfer

Obwohl Shinji Mikami, der Schöpfer von Resident Evil, schon seit langem nicht mehr an der Serie mitwirkt, ist er sich sicher: Corona wird die Reihe deutlich beeinflussen.

von Mathias Dietrich,
05.06.2020 09:15 Uhr

Die Hauptcharaktere von Resident Evil haben Erfahrung mit der Bekämpfung von Viren. Die Hauptcharaktere von Resident Evil haben Erfahrung mit der Bekämpfung von Viren.

Realität oder Videospielstory? Ein tödliches Virus wird freigesetzt und breitet sich rasend schnell innerhalb der Bevölkerung aus. Die Parallelen zwischen Resident Evil und der aktuellen Corona-Pandemie sind auch dessen Schöpfer Shinji Mikami bekannt. In einem Interview mit IGN meint er, dass die Serie sich dadurch »auf ewig verändern« wird.

Auswirkungen von Corona auf Resident Evil

Vor vielen Jahren nutzte Mikami einen Virus als Ursache für seine Rückkehr der lebenden Toten. Was heutzutage wie ein Klischee wirkt, war seinerzeit für die Videospiel-Branche eine durchaus neue und innovative Idee. Der Grund für diese Entscheidung: Er wollte einen unsichtbaren Gegner erschaffen, der die Menschheit (und vor allem seine Spieler) in Angst und Schrecken versetzt.

Entsprechend sind die Geschichten nicht nur vom Kampf gegen Zombies geprägt, sondern auch von Infektionen und der Suche nach einem Impfstoff - bis auf die wandernden Untoten also fast ein Abbild der heutigen Nachrichten.

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Durch die anhaltende Corona-Pandemie erfährt die Menschheit derzeit am eigenem Leib, wie es ist, einer entsprechenden Bedrohung ausgeliefert zu sein. Mikami findet deswegen, dass die derzeitige Situation auch seine bekannte Videospielreihe »langfristig beeinflussen« wird:

"Ich denke es wird schwer für meine Spiele sein, nicht von den Schwierigkeiten beeinflusst zu werden, die wir aktuell selbst erfahren."

Was meint Mikami damit?

Mikami belässt es bei dieser Aussage und detailliert sie nicht weiter. Somit lässt sich momentan nur darüber spekulieren, mit welchen Änderungen er konkret in der Zukunft der Resident-Evil-Reihe rechnet.

Vor allem das Verhalten der Bevölkerung und ihr Umgang mit einem entsprechenden Virus-Ausbruch könnte die Horror-Reihe zukünftig anders darstellen. Immerhin gibt es nun einen aktuellen Fall, der dank Social Media und moderner Berichterstattung omnipräsent zu sein scheint.

Dadurch könnten sich Beispiel leicht zu übersehende Level-Details verändern: Wenn ihr in einem zukünftigen Resident Evil in einen Supermarkt geht, könnte es zum Beispiel dem Spieler unrealistisch vorkommen, wäre dieser nicht leergekauft worden.

Corona verändert die Videospielwelt

Die Videospielwelt selbst wurde bereits durch das Corona-Virus verändert. Nicht nur sorgt sie für zahlreiche Release-Verschiebungen und Ausfälle von Messen, gleichzeitig spielen viel mehr Menschen als je zuvor an PC und Konsolen. Worauf sich die Pandemie noch auswirkt, erfahrt ihr in unserem Special.

Doch wo Dinge ausfallen, gibt es auch neues. Unsere eigene Veranstaltung Find Your Next Game würde es ohne Corona nicht geben. Mit der wollen wir euch das typische Spiele-Entdecken eines Messebesuchs einen ganzen Monat lang nach Hause bringen.

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Was kommt als nächstes bei Resident Evil?

Derzeit vermehren sich die Gerüchte zu einem Resident Evil 8 sowie einem möglichen Remake von Resident Evil 4. Beide Spiele wurden bisher noch nicht offiziell angekündigt. Die Enthüllung von ersterem soll einem bekannten Leaker zufolge spätestens im August 2020 erfolgen. Letzteres hingegen wird angeblich im Jahr 2022 erscheinen.

Shinji Mikami selbst arbeitet nicht mehr bei Capcom, die nach wie vor die Rechte an Resident Evil besitzen. Seit 2010 leitet er sein eigenes Studio namens Tango Gameworks. Die sind derzeit mit der Entwicklung von GhostWire: Tokyo beschäftigt.

Informationen und Schutzmaßnahmen zum Coronavirus
Das Bundesgesundheitsministerium bietet zum Thema Coronavirus ein umfangreiches FAQ, sowie tagesaktuelle Nachrichten und eine Anleitung zum Schutz vor Ansteckungen an. Darüber hinaus erreicht ihr die unabhängige Patientenberatung unter folgender Telefonnummer: 0800 011 77 22.

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