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Seite 3: Sekiro: Shadows Die Twice im Test - Und ihr dachtet, Dark Souls sei hart

Ein Skill-Tree mit Luft nach oben

Etwas Charakter-Individualisierung erlauben auch die Fähigkeitsbäume. Töte ich genügend Feinde, kann ich dort Punkte in neue Manöver oder passive Buffs investieren. Heiltränke füllen mehr Energie auf, Gegner lassen mehr Gold fallen und so weiter. Die Palette an Spezialmanövern rangiert von »lebenswichtig« bis »nur in ganz bestimmten Situationen nützlich«.

Das Katana bleibt bis ins Finale die Waffe unserer Wahl. Ob wir wollen oder nicht.Das Katana bleibt bis ins Finale die Waffe unserer Wahl. Ob wir wollen oder nicht.

Ein zusätzlicher Konter-Move lässt mich beispielsweise auf die Waffen des Gegners treten, wenn der mich aufspießen möchte - sehr delikat! Oder ich ziehe mich mit dem Greifhaken zu Gegnern, um ihnen aus der Luft auf die Rummel zu hauen. Gerade bei großen Bossen hilft das häufiger mal.

Doch mit vielen Fähigkeiten werden nur echte Profis etwas anfangen können. Für Neulinge verbessern sie die Überlebenschancen bestenfalls marginal. Wirbelangriffe verursachen beispielsweise recht viel Schaden, lassen eure Deckung aber meilenweit offen - und je nach Gegner schickt euch ein einziger Treffer schon auf die Bretter. Netto gewinne ich dadurch also wenig, wenn ich nicht eh schon ein Gott im Parieren bin.

Viele Spezialfähigkeiten eignen sich als nette Ergänzung, wenn man einen Boss mal kurzzeitig betäubt oder ihn mit Giftklingen bearbeiten will. Sie ersetzen aber nicht das Meistern des eigenen Katana. Wer hier strauchelt, findet im Skilltree keine Stützräder. Mehr noch als in Dark Souls gibt es in Sekiro allein den harten Weg, das unerbittliche Lernen durch konstantes Scheitern.

Immerhin: Ihr könnt euch nach dem Ableben an Ort und Stelle einmalig wiederbeleben (auch das lässt sich erweitern). Und einige Snack-Items sorgen zumindest für Schadens- und Verteidigungsboni. Trotzdem bleibt das Skillsystem eine durchwachsene Angelegenheit. Neben einigen wirklich sinnvollen Fähigkeiten haben mich viele andere Manöver kaum weitergebracht.

Was passiert, wenn ich sterbe?
Das Ableben wird in Sekiro bestraft. Ihr verliert unwiederbringlich Goldmünzen und Erfahrungspunkte, außerdem verringert sich die Chance, mit einem Buff namens »Göttliche Hilfe« ins Spiel zu starten. Der bewirkt wiederum, dass ihr mit ein bisschen Glück weder Gold noch Erfahrung verliert, wenn ihr sterbt. Außerdem verbreitet sich in der Spielwelt die sogenannte Drachenfäule. Dadurch werden NPCs krank. Sie sterben zwar nicht, Questverläufe werden dadurch jedoch gestoppt. Klingt alles nach viel, im Spiel finden sich aber viele Möglichkeiten, diese Nachteile auszugleichen. In Dark Souls und Bloodborne fielen die Strafen deutlich schwerwiegender aus.

Nicht, was Souls-Fans erhoffen?

In Sekiro wird man viele Dinge nicht finden, die Dark-Souls-Fans womöglich erwarten. Die Spielzeit fällt kürzer aus, das letzte Gebiet erreicht man schon nach 25 bis 30 Stunden. Klar, es gibt immer den Reiz eines zweiten oder dritten Spieldurchlaufs, doch wer Dark Souls gemächlich anging, konnte bereits beim ersten Anlauf locker die doppelte Spielzeit veranschlagen. Auch das Boss- und Umgebungsdesign protzt nicht mit der gleichen Exotik.

Einige Gegner schlagen Alarm. Solche Feinde kommen jedoch nur ein paar Mal in der Kampagne vor.Einige Gegner schlagen Alarm. Solche Feinde kommen jedoch nur ein paar Mal in der Kampagne vor.

Es gibt kein plötzliches Heraustreten aus einem Sumpf in eine verlassene Stadt wie Anor Londo, ich steige nicht herab in die stockfinsteren Ruinen eines New Londo und mir klappt auch die Kinnlade nicht runter wie damals in den feurigen Untiefen von Izalith. Sekiros Welt bleibt geerdeter, mit Tempeln, Pagoden, Sümpfen oder verlassenen Dörfern. Viele dieser Landschaften setzen trotzdem coole eigene Akzente und lassen andere Action-Szenerien ganz schön alt aussehen, sie erreichen aber nicht die kreative Bilanz früherer From-Software-Titel.

Statt gigantischer Dämonenkreaturen, Würmer und Bestien kämpft ihr größtenteils gegen mächtige Samurai. Gut, zumindest ein paar mörderische Tiere gibt's. Beide, also Tiere und Samurai, sind zwar ebenfalls unerbittlich, aber keine zwei Stockwerke groß. Doch wer Sekiro nur mit Dark Souls vergleicht, tut dem Spiel Unrecht. Denn es will etwas anderes sein.

Sekiro versteht sich als rasante Action-Erfahrung, als Duell-Marathon. Euch bekämpft ein Schwertmeister nach dem anderen, weil das die Essenz des Spiels ausmacht: Ich soll diese eine Waffe meistern, statt aus 30 unterschiedlichen zu wählen. Jeder Bosskampf fordert diese Besonderheiten Sekiros heraus - manchmal auch abseits des Schlagabtauschs auf sehr, sehr kreative Weise.

Das Meistern von Sekiros Katana fühlt sich absolut großartig an. Ein gutes Kampfsystem muss mich nicht mit einer Knarre nach der anderen bestücken, um mir ein Gefühl von Wachstum zu vermitteln. Ganz unabhängig von der Souls-Ahnenreihe, ganz losgelöst von den Schwächen des Spiels hat mich lange kein Schwerttanz mehr so begeistert wie der von Sekiro. Ihr solltet euch allerdings gut überlegen, ob so ein Ritt euch zusagt.

Interview mit Hidetaka Miyazaki über Sekiro: »Wir machen die Spiele, die wir lieben!«

Das PC-Menü bietet die wichtigsten Anpassungen.Das PC-Menü bietet die wichtigsten Anpassungen.

Wie läuft die Technik auf dem PC?
Sekiro ist optisch nicht zu 100 Prozent taufrisch, es gibt einige grobe Texturen und Modelle, doch es holt vergleichsweise viel aus seinem Technik-Gerüst heraus. Lichtstimmungen, Effekte und butterweiche Animationen sorgen dafür, dass man das Spiel keinesfalls als hässlich wahrnimmt. Die PC-Fassung läuft auch auf hohen Details mit moderaten Hardware-Ausstattungen in butterweichen 60 Bildern pro Sekunde. Wir haben mit einer Geforce 1070 und einem i5-6600k gespielt.

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