»Das sieht ja noch ganz schön holprig aus« - so fällt die Resonanz vieler Fans aus, nachdem Battlefield 6 endlich seine Singleplayer-Kampagne enthüllt hat. Der sonst so positive Gesamteindruck ist getrübt, die Skepsis groß.
Dabei gibt es durchaus vieles, was wir in den ersten zwei Stunden mit der BF6-Story positiv bewerten!
Ist also irgendetwas schiefgelaufen bei der Entwicklung? Unsere Chronologie zeigt eine Geschichte voller Hürden und Unwägbarkeiten.
Die Entwicklungsgeschichte der BF6-Kampagne
1. Der Plan
November 2021: Battlefield 2042 erscheint - ohne Singleplayer-Kampagne. Die Geschichte sollte stattdessen über den Live Service im Multiplayer erzählt werden. Mehr als eine Ansammlung konfuser Info-Schnipsel wurde aber letztlich daraus nie.
Dezember 2021: EA kündigt ein »Battlefield-Universum« an. Unter der Leitung von Respawn-Gründer Vince Zampella soll die Marke Battlefield eine vollausgestattete Lore mit Geschichten und Charakteren bekommen, die die Marke spielübergreifend zusammenhält.
August 2022: Zampella holt Marcus Lehto, Halo-Erfinder und Bungie-Veteran mit 15 Jahren Berufserfahrung, in die Chefetage von Battlefield. Fast sofort nimmt er Kontakt mit Fans auf und stellt Grundsatzfragen rund um Tonalität und Stil von Battlefield.
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2. Der Aufstieg
September 2022: Ein neues Battlefield-Studio namens Ridgeline mit Standort in Seattle, Washington wird offiziell enthüllt. Im Chefsessel: Marcus Lehto. Er soll eine Story im Battlefield-Universum entwerfen. Schon seit der Ankündigung des Battlefield-Universums 2021 wurde dafür neues Personal rekrutiert.
Februar 2023: Das nächste Battlefield soll anders als BF2042 definitiv eine vollwertige Singleplayer-Kampagne bekommen. Doch Ridgeline benötigt dazu die Hilfe von DICE in Stockholm, wo eigentlich der Multiplayer entsteht. Story-Teams in Schweden und den USA schließen sich zusammen.
April 2023: Marcus Lehto will moderne Innovationen einfließen lassen. Sein erklärtes Ziel: eine Einzelspieler-Kampagne, »die Spieler auf völlig neue Art und Weise fesseln wird, während sie gleichzeitig den klassischen Elementen treu bleibt, die Battlefield so einzigartig machen.«
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3. Der Fall
Februar 2024: Ridgeline-Chef Marcus Lehto springt überraschend ab und verlässt nicht nur das Studio, sondern EA. Unter Fans breitet sich schnell Unruhe aus: Was heißt das für die Zukunft der Marke und sind die Singleplayer-Ambitionen damit etwa vorzeitig am Ende?
März 2024: Die nächste Hiobsbotschaft folgt auf dem Fuße: Ridgeline ist nach nicht einmal zwei Jahren wieder am Ende und wird geschlossen. Einige Mitarbeiter werden zu Criterion versetzt, wo laut EA-Chefin Laura Miele jetzt die Kampagne entstehen soll.
April 2024: Marcus Lehto rechnet nach seinem Weggang und der Studioschließung mit aller Härte mit EA ab. Er kritisiert die aktuellen Massenentlassungen in der Branche und stellt klar: »Über EA habe ich nicht eine positive Sache zu sagen.«
4. Die Nachwirkungen
Mai 2024: Der kanadische Entwickler Motive, 2015 von Jade Raymond gegründet und bekannt für Spiele wie das Dead Space Remake oder Star Wars: Squadrons, wird Teil der Battlefield Studios. Motive soll unter anderem Singleplayer-Missionen entwerfen.
Juni 2024: Vom Ridgeline-Projekt können kaum Inhalte weiter verwertet werden. Statt die Entwicklung fortzusetzen, sehen sich Criterion, Motive und DICE nun gezwungen, fast bei Null zu beginnen, während die Release-Deadline unaufhaltsam näher rückt.
April 2025: Battlefield Labs ist inzwischen gestartet und die Verzögerungen bei der Singleplayer-Entwicklung werden sichtbar: Die Kampagne ist der einzige Modus von BF6, der noch keinen Alpha-Status erreicht hat. Man erwäge, Teile der Kampagne zu streichen, heißt es aus EA-Kreisen.
Juni 2025: Ein Leak enthüllt die erste Szene aus der Singleplayer-Kampagne von Battlefield 6. Doch was die Öffentlichkeit sieht, wirkt massiv unfertig: Es fehlen Texturen, Animationen und Assets. Fans zeigen sich besorgt über den Zustand der Szenen vier Monate vor Release.
Was sagt ihr bisher zu den ersten Eindrücken aus der Kampagne? Seid ihr aufgrund der Entwicklungshistorie skeptisch gegenüber dem Singleplayer oder freut ihr euch einfach auf ein wenig Military-Ballerei im Modern-Warfare-Stil? Schreibt es uns gern unten in die Kommentare!
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