Steam - Valve kündigt Direct-Gebühr und Shop-Update an

Nach der Ankündigung über die Einführung einer Veröffentlichungsgebühr und der Abschaltung von Greenlight wird Valve nun konkret. Steam hält die Einstiegshürde niedrig und verlangt 100 Dollar pro Spiel für Steam Direct.

von Manuel Fritsch,
02.06.2017 17:22 Uhr

In Zukunft kann jeder Entwickler direkt Spiele auf Steam veröffentlichen. Pro Spiel fallen dabei Gebühren von 100 Dollar an.In Zukunft kann jeder Entwickler direkt Spiele auf Steam veröffentlichen. Pro Spiel fallen dabei Gebühren von 100 Dollar an.

Im Februar gab Valve bekannt, dass die Aufnahme von neuen Titeln in den Software-Katalog von Steam über Greenlight abgeschaltet werden wird. Abgelöst wird dieses Programm von »Steam Direct« mit einer festen Veröffentlichungsgebühr, die für alle Entwickler gelte und den sofortigen Release auf Steam ohne Uservoting ermöglicht. Nun wird das Unternehmen konkret und gibt die Höhe des Betrags bekannt.

In einem ausführlichen Blogpost erklärt Valve, dass man sich in Absprache mit Entwicklern und nach vielen Überlegungen auf eine niedrige Stufe von 100 Dollar pro Spiel festgelegt habe. Im ersten Entwurf war von »100 bis 5.000 Dollar« die Rede. Zur Begründung heißt es:

"Es gab auf beiden Seiten des genannten 100-5.000 US-Dollar Spektrums vernünftige und überzeugende Argumente. Wir dachten zuvor, dass eine Gebühr von 500 US-Dollar angebracht wäre, aber die Community-Diskussionen haben uns ins Grübeln gebracht, warum wir die Gebühr nicht so niedrig wie möglich halten sollten und wie wir diese dann auch umsetzen könnten. Letztendlich haben wir uns dazu entschieden, mit einer ersetzbaren Veröffentlichungsgebühr von 100 US-Dollar pro Spiel die niedrigst mögliche Grenze für Entwickler anzustreben."

Shop-Algorithmus wird weiter verbessert

Gleichzeitig will Valve jedoch weiterhin am Algorithmus des Shops arbeiten, um den Katalog der angezeigten Spiele davor zu schützen, unpassende Spiele anzuzeigen. Es soll nach spezifischen Stellschrauben im System gesucht werden, bei denen »das menschliche Auge« in den Steam-Algorithmus mit eingebracht werden kann, um sicherzustellen, dass es so funktioniert wie sich Steam das vorgestellt.

Auch interessant: Formula Fusion - Das PC-Wipeout ist jetzt bei Steam erhältlich

Es wird zugesichert, dass die Spieleeinsendungen auch weiterhin überprüft werden, damit betrügerische Spiele und Fake-Software, die den Shop-Algorithmus und das Sammelkartenprinzip ausbeuten möchte, frühzeitig erkannt werden. Insgesamt soll die Suche nach passenden Spielen einfacher werden und die Ergebnisse passender.

"Wir denken, dass wir durch das Einspeisen von menschlichem Denken in den Algorithmus des Shops und dem gleichzeitigen Anstieg der Transparenz dessen Outputs einen öffentlichen Prozess erstellen, der den Shop peu à peu zur besseren Verwendung aller bewegt."

Zusätzlich sollen die sogenannten Kuratoren auf Steam weitere Möglichkeiten und Features erhalten, um ihrer Community leichter und direkter Spiele empfehlen zu können und mit ihren Inhalten wie Videos und Streams verbinden zu können.

Ein Battlefield-Klon als Steam-Hit? - Video: Das steckt hinter Ravenfield 2:33 Ein Battlefield-Klon als Steam-Hit? - Video: Das steckt hinter Ravenfield


Kommentare(23)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen