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Seite 2: Sunless Skies im Test - Weltraum-Horror für Leseratten

Zugänglicher als Sunless Sea

Falls ihr euch über den Begriff Hafen wundert: In Sunless Skies sind wir zwar mit einer Lokomotive, statt mit dem Schiff unterwegs, am Spielprinzip hat sich aber nichts geändert: Wir müssen eine Karte aufdecken, indem wir von Hafen zu Hafen fahren. Übrigens ganz ohne Schienen - unsere Lok ist eher ein eigenwilliges Raumschiff, das sich frei durch den leeren Nachthimmel zwischen den Häfen steuern lässt. Über Handel und Missionen oder kleinere Aufträge erhalten wir dabei Geld und Erfahrung, während wir die einzelnen Storys erleben.

Sunless Skies spielt sich insgesamt zugänglicher als der Vorgänger. Man stirbt immer noch, wenn Vorräte und Treibstoff ausgehen oder die Lok im Kampf mit feindlichen Lokomotiven oder Monstern zerstört wird. Jetzt gibt es neben dem Permadeath-Modus aber eine gnädigere Variante, die uns beim Tod den letzten automatischen Speicherstand laden lässt. Außerdem bringt Sunless Skies ein ausführliches Tutorial mit und wir dürfen bei der Schwierigkeit einstellen, wie stark wir und unsere Gegner sind und wie schnell unsere Ressourcen sinken.

Nach und nach decken wir die einzelnen Areale auf, in denen sich Häfen, Geheimnisse und Schrecken verbergen. Nach und nach decken wir die einzelnen Areale auf, in denen sich Häfen, Geheimnisse und Schrecken verbergen.

Die Kämpfe lassen sich zwar oft durch Flucht vermeiden, machen aber deutlich mehr Spaß als im Vorgänger, weil unsere Lok sich agiler steuert. In Echtzeit weichen wir aus, feuern Munitionssalven und plündern unsere Opfer. Die KI schwankt allerdings ganz schön, manche Gegner verfolgen uns hartnäckig, andere befördern sich dafür gern selbst gegen eine Felswand. Unsere Lok macht anfangs noch nicht viel Schaden und hält auch wenig aus, lässt sich aber verbessern und zusätzlich mit seltenen Modifikationen ausstatten, die zum Beispiel mehr Lagerplätze oder Schutz ermöglichen.

Zum Reisen braucht man Treibstoff und Vorräte, die man in Häfen kauft oder unterwegs in Wracks bergen kann. Selbst auf dem normalen oder harten Schwierigkeitsgrad verbrauchen sich die Ressourcen aber nicht so schnell wie im Vorgänger. Zusätzlich unterteilt sich die Spielwelt in einzelne Gebiete (insgesamt vier Stück). So wird das Erkunden weniger mühsam, weil man nicht das Gefühl hat, von einer riesigen Karte erschlagen zu werden. Zudem darf man beim Tod nun Lok, Level, Geld und die Vorräte des verstorbenen Kapitäns übernehmen, die bei der Bank eingelagert wurden. Damit tut ein Neustart deutlich weniger weh als in Sunless Sea.

Die Kämpfe machen mit der beweglichen Lok mehr Spaß als mit dem trägen Schiff im Vorgänger. Die Kämpfe machen mit der beweglichen Lok mehr Spaß als mit dem trägen Schiff im Vorgänger.

Lok und Kapitän aus dem Baukasten

Legt ihr an Häfen an und klickt euch dort durch die örtlichen Geschichten oder plündert zufällig auftretende Lokomotiv-Wracks, müsst ihr in der Regel Entscheidungen treffen. Ob ihr erfolgreich damit seid, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Manchmal benötigt ihr Geld, manchmal eine Geschichte als Währung, damit es weitergeht. Zur Erklärung: In Sunless Skies sind Geschichten und Geheimnisse richtige Objekte, die ihr als Loot finden oder im Rahmen einer Mission erhalten und auch wieder eintauschen könnt.

Mitunter werden auch eure Fähigkeiten gefordert. Euer Kapitän verfügt abhängig von seiner Anfangsklasse wie Poet oder Soldat über Talente wie Veil (Heimlichkeit) oder Iron (Stärke). Je nach Höhe dieser Werte, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg. Unseren Level steigern wir durch in Missionen oder beim Erkunden gesammelte Erfahrung. Weil man mit jedem Aufstieg nur zwei Fähigkeiten stärken kann, entwickelt man so mit der Zeit sehr unterschiedliche Spielstile, die Einfluss auf die Handlung nehmen.

Werte Die Stärken und Schwächen unseres Kapitäns entscheiden über den Erfolg unserer Aktionen.

Entscheidungen Bei grün markierten Aktionen haben wir gute Chancen auf einen Sieg, bei anderen weniger.

Haben wir zum Beispiel einen hohen Heart-Wert, können wir mit unserer Überzeugungskraft unsere Mannschaft vom Durchdrehen abhalten. Mit Iron, sprich Stärke, können wir sie vielleicht noch einschüchtern. Gelingt uns das nicht, kann eine Panik ausbrechen und wir verlieren Ressourcen oder Crew-Mitglieder als Folge. Mitten im Weltall endet ein solcher Fehltritt schnell tödlich. Das sorgt für Spannung, gefühlt scheitern die Aktionen aber ein bisschen zu oft, selbst wenn man über hohe Wahrscheinlichkeiten verfügt.

Zudem dürfen wir uns aussuchen, welche der zwei Fraktionen - Arbeiter oder Londoner Elite - wir unterstützen, indem wir ihnen Hafenberichte und Geheimnisse verkaufen. Damit beeinflussen wir auch das Machtverhältnis und eröffnen (oder verschließen) uns so Wege innerhalb der Story.

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Überleben für gute Geschichten

Sunless Skies lebt spielerisch vom gleichen Gefühl wie viele Roguelikes: Schleppt man sich mit dem letzten bisschen Treibstoff noch zum rettenden Hafen, ist das ein wirklich gutes Gefühl, auch wenn man unterwegs vielleicht heimlich ein totes Crew-Mitglied verspeisen musste. Gleichzeitig spürt man mit der Zeit einen deutlichen Unterschied: Musste man anfangs noch jeden Penny umdrehen, kann man sich irgendwann bequem eine mächtige Elite-Lok leisten. Wer clever handelt und Güter billig im einen Hafen ein- und im anderen verkauft oder einen Haufen Passagiere von A nach B befördert, kommt hier schnell ans Ziel.

Damit ist Sunless Skies leichter zu meistern als sein Vorgänger, aber spielerisch ausgereifter und fesselt mit den gleichen ungewöhnlichen Erzählungen.

Sunless Skies - Launch-Trailer zum Early-Access-Start 1:12 Sunless Skies - Launch-Trailer zum Early-Access-Start

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