Vor vielen Jahren war es noch unvorstellbar, dass Spiele von Microsoft jemals auf einer Sony-Konsole laufen könnten. Das hat sich inzwischen geändert. Wenn auch mit etwas Verzögerung, aber Microsoft hat sich gegenüber der PlayStation geöffnet und etwa Forza Horizon 6 soll sogar noch dieses Jahr auf der PS5 erscheinen. Auch Spiele wie Indiana Jones und der Große Kreis oder Doom: The Dark Ages haben es auf die PlayStation geschafft.
Doch damit könnte es womöglich bald vorbei sein. Der bekanntermaßen sehr gut im Microsoft-Kosmos vernetzte Journalist Jez Corden sprach im Xbox Two Podcast über interne Diskussionen bei Microsoft, rund um den Wert von exklusiven Spiele-Angeboten auf der Xbox. So fällt hier der Satz:
»Es gibt sehr, sehr, sehr große Diskussionen rund um den ganzen Exklusivitäts-Kram.«
Sollte das stimmen und sollte Microsoft hier vom aktuellen Vorgehen abweichen, könnte das drastische Konsequenzen für viele Spielerinnen und Spieler bedeuten. Es könnte etwa zur Folge haben, dass Fans von Skyrim deutlich länger auf The Elder Scrolls 6 warten müssen, als ohnehin schon, sofern sie das Rollenspiel auf einer PlayStation spielen wollen.
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Milliardengrab Xbox? Wie Microsoft sein Potenzial verspielt
Wieder mehr Exklusivität bei Microsoft?
Laut Corden geht es bei den Debatten im Hause Microsoft vor allem auch um die Frage, was für ein Unternehmen sie eigentlich sein wollen. Versteht sich Xbox eher als Plattform, oder eher als Ökosystem für Spiele. Ist man womöglich inzwischen eher ein traditioneller Publisher?
All diese Fragen werden derzeit gestellt und das wohl auch, da vor kurzem die Geschäftsleitung bei Xbox erst komplett gewechselt hat. Zur Erinnerung: Anfang des Jahres ist Phil Spencer zurückgetreten, an seiner Stelle trat nun Asha Sharma. Aber noch mehr hat sich geändert.
Bei Xbox wurde der sogenannte Margendruck gelüftet oder zumindest reduziert. So sollen unter Spencer noch enorme Erwartungen an die Gewinnmargen von Xbox bestanden haben, die ein Grund waren, Spiele auf die PlayStation auszuweiten, wo mehr Käufer erreicht wurden. Allerdings habe man bei Microsoft nun erkannt, dass man damit der langfristigen Gesundheit des Unternehmens geschadet habe.
Ohne den Margendruck scheint es wieder realistischer, sich von der PlayStation zurückzuziehen und die Strahlkraft großer Marken zu nutzen, um die Xbox attraktiv zu halten. Dass eine neue Xbox in der Mache ist, ist auch schon bekannt. Project Helix wird sie derzeit genannt.
Spiele mit einer solchen Strahlkraft sind eben auch die Elder-Scrolls-Titel von Bethesda. Gerade Singleplayer-Spiele wären es laut Corden, die sich als Exklusivtitel anbieten. Auch das neue Fable zählt er hier dazu – aktuell gibt es Gerüchte, dass Microsoft das Rollenspiel auf 2027 verschiebt.
Ob derartige Spiele dann wirklich komplett in die Exklusivität abwandern oder zumindest noch länger die PlayStation meiden als bisher, ist natürlich komplett unklar. Zumal es noch keine offizielle Entscheidung gibt, in welche Richtung Xbox zukünftig tatsächlich denkt.
Viel Bewegung
All diese Gespräche sind aber vor allem ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich bei Xbox und Microsoft hinter den Kulissen gerade sehr viel abspielt. Das Unternehmen steht auf dem Prüfstand und alles, was Xbox derzeit so macht und tut, wird genau ins Auge gefasst.
Dazu gehört auch der Game Pass. Wir wissen ja schon, dass der neuen Xbox-Chefin das Angebot zu teuer erscheint. Daher fliegen derzeit auch Überlegungen durch den Raum, wie sich das ändern lässt. Etwa, indem man den Game Pass weiter aufteilt und ein Call of Duty etwa aus dem normalen Angebot ausklammert, um den Preis wieder zu senken.
Die Zukunft von Xbox bleibt in jedem Fall spannend.

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