Ich liebe Thunderbolts* - das wisst ihr schon seit meiner Kritik zum neuen Marvel-Film! Der Streifen hat mich in vielen Momenten positiv überrascht und der zweite Kinobesuch vergangenen Donnerstag hat mein anfängliches Gefühl bestätigt, dass der Streifen auf Anhieb weit vorne in meinem persönlichen MCU-Ranking landet.
Aber: Was in Mephistos Namen hat sich Marvel bei der Post-Credit-Szene gedacht? Gerade jetzt, wo Marvel qualitativ und bei der Gunst der Zuschauer wieder in die Spur zu finden scheint, verspielen sie in meinen Augen eine tolle Gelegenheit, die Leute wieder neugierig auf die MCU-Zukunft zu machen.
Wartet, bevor ich ins Detail gehe, kommt hier noch die …
Spoiler-Warnung: Es versteht sich von selbst, wir sagen es trotzdem. Wenn ihr jetzt weiterlest, solltet ihr Thunderbolts* bereits gesehen haben, denn sonst werdet ihr gespoilert. Wenn euer Kinobesuch noch aussteht, verraten wir euch hier, welche MCU-Filme und -Serien ihr vor Thunderbolts* gesehen haben solltet.
Eine Enthüllung, auf die ich gerne verzichtet hätte
Worüber ärgere ich mich? In der Post-Credit-Szene von Thunderbolts* bekommen wir einen ersten Ausblick darauf, was uns im großen Eventfilm Avengers: Doomsday erwartet. Die New Avengers unter der Leitung von Yelena und Bucky bereiten sich darauf vor, einer herannahenden Bedrohung aus dem All entgegenzutreten.
Ein Raumschiff befindet sich nämlich im Anflug auf die Erde. Die letzten Sekunden der Post-Credit-Szene offenbaren schließlich: Es handelt sich um das Schiff der Fantastic Four!
Was bei mir als Marvel-Fan normalerweise freudige Schnappatmung auslösen sollte, hat mich im Kinosessel skeptisch die Augenbrauen hochziehen lassen. Denn womöglich hat Marvel damit zu viel über seinen wichtigsten Film 2025 verraten.
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The Fantastic Four: Marvel zeigt neuen Trailer zum Film, von dem ungeheuer viel abhängt
Spoiler-Warnung Teil 2: Wir widmen uns nun einigen kursierenden Theorien über das Ende von Fantastic Four: First Steps. Wenn ihr davon nichts wissen wollt, bieten wir euch auch diesmal wieder einen praktischen Notausgang. Mal schauen, was haben wir denn da … ach ja, das ist nett. Schaut mal: Warum sind die Lichtschwerter aus Star Wars eigentlich nicht unendlich lang?
Zum Scheitern verdammt?
Der obige Trailer zu Fantastic Four: First Steps spielt mit der Prämisse, dass Marvels älteste Superheldenfamilie das Ende der Welt verhindern muss. Der mächtige Planetenfresser Galaktus (Ralph Ineson) möchte deren Heimat nämlich verspeisen. Wir sehen unter anderem, wie Mister Fantastic (Pedro Pascal) fieberhaft nach einer Lösung sucht, um die Menschheit zu retten.
Der große emotionale Hook des Films: Wir müssen die Menschen retten, sie verlassen sich doch auf uns!
Sind wir in Sicherheit?
, fragt etwa ein hörbar verängstigter Mann. Marvel hat mit den Trailern sorgfältig eine riesige Fallhöhe für die Helden geschaffen, um die Menschen ins Kino zu locken, die wissen wollen: Werden sie es schaffen?
Und jetzt das: Wir wissen dank der Post-Credit-Szene von Thunderbolts*, dass die Fantastic Four im Haupt-Universum des MCU landen. Diese Reise werden sie nicht freiwillig angetreten haben. Vielmehr liegt es nahe, dass die seit längerem kursierenden Gerüchte wahr sind: Die Fantastic Four scheitern, ihre Welt geht unter und sie fliehen.
Manchmal ist weniger mehr
Fantastic Four: First Steps hat freilich mehr zu bieten als nur die finale Auflösung der Handlung am Ende. Allein schon der ungewöhnliche 60er-Jahre-Sci-Fi-Look des Films dürfte nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Fans Grund genug sein, ein Kinoticket zu lösen. Aber Marvel hätte meiner Ansicht nach auf den Spoiler verzichten sollen.
Stellt euch mal vor: Am Ende von First Steps wird den Helden klar: Wir schaffen es nicht.
Menschen rennen panisch brüllend umher, die geschlagenen Fantastic Four müssen dabei zusehen, wie ihre Heimatwelt zerstört wird - und wir Zuschauer haben einen dicken Kloß im Hals, weil wir dieses Ende nicht haben kommen sehen. Wie damals bei Avengers: Infinity War.
Pustekuchen! Jetzt wissen wir bereits mit ziemlicher Sicherheit, was auf uns zukommt. Der Schockmoment geht flöten. Marvel hat sich selbst einer großen Chance beraubt.
Ein kleiner Funken Hoffnung bleibt noch, dass die Verantwortlichen bei Marvel genau wissen, was sie tun. Vielleicht wollten sie mit der Post-Credit-Szene genau solche Reaktionen wie meine provozieren, um uns in Fantastic Four umso mehr aus den Socken zu hauen.
Mein Fan-Herz wünscht sich sogar, dass ich Unrecht habe. Zum jetzigen Zeitpunkt überwiegt aber trotzdem der Ärger darüber, womöglich einen der wichtigsten Marvel-Höhepunkte seit Jahren vermiest bekommen zu haben.
Wie seht ihr das? Schreibt mir eure Meinung zu dem Thema gerne in die Kommentare!
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